Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte | Promotionsprojekte

Promotionsprojekte
Abgeschlossene Dissertationen

​​​Aysegül Argit, M.A.Externer Inhalt

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Promotionsprojekt: "Presse, Politik und Mobilisation in Istanbul 1908-1914" (Arbeitstitel)

Das Promotionsprojekt untersucht die Funktion und politische Wirkmacht von Kommunikationsstrukturen in Istanbul während der zweiten konstitutionellen Periode des Osmanischen Reiches. Die Tageszeitung Tanin und ihre Autoren- und Herausgeberschaft bilden hierbei die zentrale Fallstudie der Arbeit. Mit ihr wird beispielhaft herausgearbeitet, welche Formen, Räume und Orte von Informationsaustausch nach der Jungtürkischen Revolution an Bedeutung gewannen und wie sie politische Aktivität und Mobilisierung in der osmanischen Hauptstadt prägten.

a_argit@hotmail.de


 

 


Laila Baur, M.A.Externer Inhalt

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Promotionsprojekt: „Adlige Trauerkultur und Trauerwirtschaft vom späten 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert“ (Arbeitstitel)

Das Dissertationsprojekt untersucht anhand von ausgewählten Todesfällen in den regierenden Häusern Baden, Wittelsbach und Hohenzollern (brandenburgisch-preußische Linie) die Verbindungen und Wechselwirkungen zwischen adliger Trauerkultur und zeitgenössischen wirtschaftlichen Faktoren. Insbesondere die Verflechtung der Ökonomie mit den kulturellen und politischen Kategorien Trauerzeremoniell, Memorialkultur und Gefühlskultur soll dabei in den Blick genommen werden. Ausgehend von einem Wandel der Trauerkultur seit der Mitte des 18. Jahrhunderts wird mit der These gearbeitet, dass sowohl die materiellen und künstlerischen Ausdrucksformen von Trauer als auch das Verhältnis dieser Kulturprodukte (wie Gemälde, Fotografien, Plastiken, Trauerkleidung, Trauermusik, gedruckte Leichenpredigten und Trauerreden) zur Wirtschaft und deren sich im 19. Jahrhundert verändernden Erscheinungsformen Modifizierungen erfuhren.

laila.baur@zegk.uni-heidelberg.de

 


 

Gina Fuhrich, M. A. Externer Inhalt

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Promotionsprojekt: "Humanisierung oder Rationalisierung? Die betriebliche Umsetzung des politischen Programms "Humanisierung des Arbeitslebens" bei der Volkswagen AG" (Arbeitstitel)

Das Dissertationsprojekt untersucht die betriebliche Umsetzung der politischen Sozialreform anhand von HdA-Projekten zur Einführung von Industrierobotern und Gruppenarbeit bei der Volkswagen AG. Die Forschungsarbeit stellt dar, wie ein politisches Programm an konkrete Ansprüche und Erfordernisse vor Ort angepasst wird, indem Aushandlungsprozesse auf betrieblicher Ebene in den Fokus rücken. Im Mittelpunkt der Analyse stehen hierbei die Werker und ihre Handlungen in sowie ihr Mitwirken an den HdA-Projekten. Infolge dessen sind Veränderungen oder Verbesserungen ihres betrieblichen Alltags durch das HdA-Programm greifbar. Außerdem untersucht die Arbeit einerseits gemeinsam geteilte Ziele der Werker mit den Führungsetagen des Unternehmens und andererseits die Konfliktlinien, welche sich innerhalb der Humanisierungsprojekte offenbarten. Dadurch kann beurteilt werden, welche Gemeinsamkeiten zum Erfolg eines HdA-Projektes führten und welche Konflikte für den Misserfolg verantwortlich waren. Letztlich macht die betriebliche Auseinandersetzung mit einem vergangenen Reformprogramm Potenziale und Grenzen eines solchen politischen Wirtschaftssteuerungselements sichtbar. 

gina.fuhrich@zegk.uni-heidelberg.de


Ralph HögerExterner Inhalt

KPM_6/19_Foto_RalphPromotionsprojekt: " Psychiatrisches Heilungswissen (1840 – 1914)" (Arbeitstitel)

Die Arbeit fokussiert die Herausbildung des psychiatrischen Heilungswissens vor dem Hintergrund der Entwicklung des Anstaltswesens nach der Gründerzeit bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Ausgehend von der Leitthese, dass das Heilungsgeschehen in diesem Zeitraum eine zunehmende Marginalisierung erfuhr, wird gefragt, wie sich das Wissen über Heilungen, Heilbarkeiten und Heilungsverläufe entwickelte. Analysiert wird die Herausbildung dieses Wissens in dem spannungsreichen Feld zwischen administrativ-staatlichen Vorgaben sowie Verwissenschaftlichungs- und Professionalisierungsbestrebungen der Ärzteschaft.
Für die Analyse wird ein diskurstheoretischer Rahmen gewählt. Darüber hinaus werden in der Feinanalyse von Krankenakten Erzählstrukturen als Teil der emergenten Wissensformationen untersucht. Als Quellenmaterial dienen vorwiegend Bestände aus der psychiatrischen Landschaft Württembergs: Statistiken und Karteikarten, Krankenakten aus vier unterschiedlichen Anstaltstypen und psychiatrische Fachliteratur (Zeitschriftenartikel und auflagenstarke Lehrbücher aus dem gesamten deutschen Sprachraum sowie Publikationen württembergischer Psychiater). Fokussiert werden die Zeitschnitte 1840, 1875 und 1910.

ralph.hoeger@zegk.uni-heidelberg.de

 


Jakobus Jaspersen, M.A.

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Promotionsprojekt: "Die Bundesbank in den 1970er und 1980er Jahren" (Arbeitstitel)

Die Arbeit untersucht, wie sich die Bundesbank und ihre Politik in den 1970er und 1980er Jahren wandelt in Reaktion auf die sich ändernden ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen, sowie den wirtschaftstheoretischen Schwenk hin zum Neoliberalismus. Die Bundesbank wird dabei sowohl in ihrer Rolle als Rezipient, als auch als Akteur betrachtet.
Im Zentrum der Untersuchung stehen einerseits die internen Diskussionen und Entscheidungsprozesse der Bundesbank und andererseits die nach außen gerichtete Kommunikation. Zu diesem Zweck wird vor allem mit dem Archivmaterial der Bundesbank gearbeitet, insbesondere den Sitzungsprotokollen des Zentralbankrates und Direktoriums, den Pressekonferenzprotokollen und den Veröffentlichungen der Bundesbank und Direktoriumsmitglieder.

J.Jaspersen@gmx.de
 


Kathrin Kiefer, M.A.Externer Inhalt

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Promotionsprojekt: „Kleinkindbetreuung im Rhein-Neckar-Raum seit dem Zweiten Weltkrieg“ (Arbeitstitel)

Das Dissertationsprojekt steht in Verbindung mit dem interdisziplinären Marsilius-Projekt „Frühe Kindheit im Wandel. Herausforderungen für Eltern, Kinder und Gesellschaft“. Ausgehend vom Rhein-Neckar-Raum dient die Frage nach sich wandelnden Formen von Kleinkindbetreuung als Brennglas, um das Verständnis von früher Kindheit in der Bundesrepublik Deutschland zu untersuchen. Dabei wird zum einen die personelle und institutionelle Betreuungssituation aufgearbeitet; zum anderen wird anhand von lebensgeschichtlichen Interviews beleuchtet, wie Familien Kleinkindbetreuung im Alltag organisierten und wahrnahmen.

kathrin.kiefer@zegk.uni-heidelberg.de


 


Felix Schmidt, M.A.Externer Inhalt

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Promotionsprojekt: "Die Standardisierung und Regulierung von Zeit: Zeitpolitiken und die Durchsetzung von Zeitregimen im 19. und 20. Jahrhundert“" (Arbeitstitel)

Das Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit der Durchsetzung von standardisierten Uhrzeiten in der sich industrialisierenden Gesellschaft Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland und Frankreich. Bei der gezielten Untersuchung der konkreten Implementation neuer Uhrzeitregelungen im Alltagsleben geht es darum, ein Phänomen der Industrialisierung als greifbare Erfahrung in lokalen Kontexten zu beschreiben. Nachdem in Deutschland zunächst Eisenbahnunternehmen und dann einzelne Länder Einheitszeiten eingeführt hatten, wurde 1893 mit der Mitteleuropäischen Zeit erstmals eine reichsweite Einheitszeit beschlossen. Ziel des Projekts ist es zu untersuchen, wie Staat und Verwaltung solche neuen Standardzeiten in der Gesellschaft implementiert und im Alltag flächendeckend durchgesetzt haben. Insbesondere soll dabei die Industrialisierung im ländlichen Raum betrachtet werden, um Debatten und Konflikte um neue Zeitregulierungen herauszuarbeiten; denn dort wo agrarisch-ländliche und städtisch-industrielle Zeitregelungen aufeinandertrafen, entstanden am häufigsten Schwierigkeiten, da sich auf dem Land neue, von natürlichen Phänomenen unabhängige, Zeitordnungen erst verspätet durchgesetzt haben.

felix.schmidt@stud.uni-heidelberg.de
 


Arne SchottExterner Inhalt

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Promotionsprojekt: "Konsens oder Konflikt? Arbeitnehmervertretungen und Management im HdA-Projekt der Peiner AG" (Arbeitstitel)

Die Arbeit untersucht die Umsetzung des Programms Humanisierung des Arbeitslebens anhand des Demonstrationsprojektes der Peiner AG, einem Schrauben- und Maschinenproduzenten in Salzgitter. Dabei geht es weniger um die Rekonstruktion der realisierten Projekte, da diese durch die zeitgenössische Begleitforschung gut dokumentiert sind. Im Fokus stehen vielmehr die Aushandlungsprozesse auf Betriebsebene zwischen Arbeitnehmervertretungen und Management, um sichtbar zu machen, wie Kooperationen und Konflikte der betrieblichen Akteure Wandlungsprozesse prägten und welche Interessenlagen dabei handlungsleitend waren.

arne.schott@zegk.uni-heidelberg.de

 

 


Tabea Stegmiller, M.A. 

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Promotionsprojekt: "Herrschaftsausübung in der Peripherie. Die Besiedlung das Banats unter den Habsburgern im 18. Jahrhundert." (Arbeitstitel) 

Das Promotionsprojekt untersucht die Frage, wie die Habsburger ihre Herrschaft in dem mit dem Frieden von Passarowitz 1718 neuerworbenen Gebiet Banat aufbauten, das Land besiedelten und langfristig verwalteten. Dabei wird anhand von Briefen habsburgischer Verwaltungsbeamter und deren Entwürfen zur Strukturierung der neuaufgebauten Verwaltung sowie den Akten der Banater Kameraladministration aufgezeigt, mit welchen theoretischen wirtschaftlichen und bevölkerungspolitischen Ansätzen die Planer an ihre Arbeit herangingen und wie letzten Endes die praktische Umsetzung der Neustrukturierung und Besiedelung aussah.

tabea.stegmiller@googlemail.com

 

 


 

Siehe hier für die abgeschlossenen Dissertationen.

Zu Informationen zu gewonnenen Preisen und Auszeichnungen. 

 

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 01.07.2019
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