Ralph Höger

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Kontakt


Ralph Höger
Historisches Seminar der Universität Heidelberg                       
Grabengasse 3-5
69117 Heidelberg

Tel: 06221/543934

ralph.hoeger@zegk.uni-heidelberg.de

 

 

 


Dissertationsprojekt


"Psychiatrisches Heilungswissen (1840-1914)“ (Arbeitstitel)

Die Arbeit fokussiert die Herausbildung des psychiatrischen Heilungswissens vor dem Hintergrund der Entwicklung des Anstaltswesens nach der Gründerzeit bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Ausgehend von der Leitthese, dass das Heilungsgeschehen in diesem Zeitraum eine zunehmende Marginalisierung erfuhr, wird gefragt, wie sich das Wissen über Heilungen, Heilbarkeiten und Heilungsverläufe entwickelte. Analysiert wird die Herausbildung dieses Wissens in dem spannungsreichen Feld zwischen administrativ-staatlichen Vorgaben sowie Verwissenschaftlichungs- und Professionalisierungsbestrebungen der Ärzteschaft.
Für die Analyse wird ein diskurstheoretischer Rahmen gewählt. Darüber hinaus werden in der Feinanalyse von Krankenakten Erzählstrukturen als Teil der emergenten Wissensformationen untersucht. Als Quellenmaterial dienen vorwiegend Bestände aus der psychiatrischen Landschaft Württembergs: Statistiken und Karteikarten, Krankenakten aus vier unterschiedlichen Anstaltstypen und psychiatrische Fachliteratur (Zeitschriftenartikel und auflagenstarke Lehrbücher aus dem gesamten deutschen Sprachraum sowie Publikationen württembergischer Psychiater). Fokussiert werden die Zeitschnitte 1840, 1875 und 1910.

 


Zur Person


seit Juni 2019
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Universität Heidelberg, Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte (Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern; Elternzeitvertretung für Gina Fuhrich)

10/2015 – 12/2018
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt heiEDUCATION der Universität und Pädagogischen Hochschule Heidelberg

10/2008 – 04/2015
Studium der Geschichte und Anglistik an den Universitäten Heidelberg und Leeds (UK) mit Abschluss Staatsexamen

 


Vorträge


Mai 2019
gemeinsam mit Georg Lilienthal zum Thema „Rückkehr zur ‚normalen’ Anstalt oder Aufbruch zur modernen Fachklinik? Die Nachkriegspsychiatrie in Hadamar (1945-1955)“ auf der Frühjahrstagung des Arbeitskreis zur Erforschung der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und Zwangssterilisation an der Gedenkstätte Hadamar


April 2018
gemeinsam mit Max Gawlich zum Thema „Einführung. Heilen und Behandeln als historiographische Herausforderung“ auf der Tagung „Gebessert entlassen. Heilung in der Psychiatrie (1800-1970) an der Universität Heidelberg


März 2018
zum Thema „Von der Erfahrung der Lebenswelt hin zum Prozess des Bedeutsam-Machens von Welt“ beim Workshop „Geschichtsdidaktische Theoriebildung zwischen Lebenswelt und Wissenschaft“ des Arbeitskreises Geschichtsdidaktik theoretisch der Konferenz für Geschichtsdidaktik an der Universität Bielefeld


Juni 2017
zum Thema „Wissen und Heilung. Psychiatrische Heilungsnarrative im langen 19. Jahrhundert“ im I²SoS-Kolloquium an der Universität Bielefeld

 


Publikationen


2019
Gemeinsam mit Stefanie Samida: Populäre Kultur und kulturelle Bildung. Ein nur scheinbar widersprüchliches Verhältnis, in: heiEDUCATION Journal. Transdisziplinäre Studien zur Lehrerbildung Jg.2 (2019), Nr. 3, S.63–80. <https://heiup.uni-heidelberg.de/journals/index.php/heied/article/view/23955/17681>.


2018
Gemeinsam mit Christiane Wienand: Unheimlich, unbequem, umstritten. Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau als Weltkulturerbe, in: Historische Sozialkunde. Geschichte – Fachdidaktik Politische Bildung Jg.48 (2018), Nr. 2, S.15–21.


2017
Die Dramaturgie der Krankheit. Erzählmuster und Heilungswissen in psychiatrischen Krankengeschichten des 19. Jahrhunderts am Beispiel der Krankenakte des Patienten Jakob M, in: Alexander Karenberg und Ekkehard Kumbier (Hg.), Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für die Geschichte der Nervenheilkunde (DGGN), Bd. 21, Würzburg 2017,  S. 95–121.


Rezensionen


Sammelrezension zu: Millard, Chris: A History of Self-Harm in Britain. A Genealogy of Cutting and Overdosing. London 2015 und Chaney, Sarah: Psyche on the Skin. A History of Self-Harm. London 2017, in: H-Soz-Kult, 25.05.2018, <www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-28244>.

 


Lehrtätigkeit


Sommersemester 2018
Übung: „Geschichtswissenschaftliches Schreiben lehren und lernen“
Übung: „Unendliche Weiten… Das Star Trek Universum als Quelle kultureller Bildung“ (gemeinsam mit Stefanie Samida)


Wintersemester 2017/18
Übung: „Disability History: Psychiatriegeschichte in Objekten“ (gemeinsam mit Bettina Degner)


Sommersemester 2017
Übung: „Historisches Lernen vor Ort – Denkmale im Raum Heidelberg“ (gemeinsam mit Johanna Bethge und Manfred Seidenfuß)


Wintersemester 2017/16
Übung: „Geschichte und Erzählung. Implikationen des ‚narrative turn’ für Geschichtswissenschaft und Geschichtsdidaktik“


Sommersemester 2016
Übung: „Historische Quellen als Gegenstand von Forschung und öffentlichem Diskurs am Beispiel von Krankenakten und Schulbüchern“ (gemeinsam mit Johanna Bethge)

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 07.10.2020
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