Laura Moser

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Kontakt

Laura Moser, M.A. 

Historisches Seminar der Universität Heidelberg
Grabengasse 3-5, Raum 223
69117 Heidelberg

laura.moser@zegk.uni-heidelberg.de

 

 


Dissertationsprojekt

Als Mutter zum Beruf wurde. Das Modellprojekt „Tagesmütter“ 1974 – 1978


Das Promotionsvorhaben leistet durch die Erforschung der Anfänge der Professionalisierung der Kindertagespflege am Beispiel des reformpolitischen und sozialwissenschaftlich begleiteten Modellprojekts „Tagesmütter“ (1974–1978, BMJFG und Deutsches Jugendinstitut München) einen Beitrag zu Fragen des Wandels der Organisation von Erwerbs- und Care-Arbeit einer modernen Arbeitsgesellschaft. Eine historische Untersuchung dieser Entwicklungen und der damit einhergehenden politischen Steuerungsversuche fehlt bisher.
Kleinkindbetreuung durchläuft seit den 1970er Jahren einen anhaltenden Prozess der Professionalisierung und Ökonomisierung. Jedoch zeigt sich insbesondere im Gender Pay Gap bis heute deutlich die Geringschätzung von als „weiblich“ konnotierter (bezahlter und unbezahlter) Sorgearbeit. Das Forschungsvorhaben untersucht die historische Basis und Bedingtheit eines wichtigen Bereichs des Tagesbetreuungssektors. Es legt die historische Basis gegenwärtiger Strukturen und Bedingungen der Arbeit von Tagesmüttern und -vätern offen, indem es den Startpunkt der Professionalisierung und Institutionalisierung dieser Betreuungsform sowie die Motive der beteiligten (politischen) AkteurInnen untersucht. Dabei steht u.a. die Frage im Zentrum, welcher Wert reproduktiver Care-Arbeit gegenüber produktiver Erwerbsarbeit beigemessen wurde, wie diese entlohnt und sozial abgesichert war und wie dies bis in die Gegenwart wirkt.
 


Zur Person

seit August 2020
Promotionsstipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung
 

April 2021 - Juni 2021
wissenschaftliche Hilfskraft im interdisziplinären Projekt "Elternschaft im Wandel"


September 2019 - Dezember 2020
wissenschaftliche Hilfskraft im interdisziplinären Marsilius-Projekt „Frühe Kindheit im Wandel“


April – September 2019
wissenschaftliche Hilfskraft am Historischen Seminar der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg (Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Prof. Dr. Patzel-Mattern)


Juni – Dezember 2018
wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Tagesmutter oder Krippe. Eine Oral History-Studie zur Kleinkindbetreuung in den 1970er Jahren“


2016 – 2017
studentische Hilfskraft an der Professur für Angewandte Geschichtswissenschaft/Public History (Prof. Dr. Cord Arendes)
 

2016 studentische Hilfskraft im Public History Projekt „Geflüchtet, unerwünscht, abgeschoben – ‚lästige Ausländer‘ in der Weimarer Republik“


2015 – 2018
Master of Arts in Neuerer und Neuester Geschichte an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg (Masterarbeit „Einbürgerung von Frauen in Baden zwischen 1918 und 1933“)


2014 – 2015
Bachelor of Arts in Geschichte und Germanistik an der Ruprechts-Karls Universität Heidelberg<


2011 – 2014
Lehramt Geschichte und Deutsch an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg

 


Vorträge
 

„Warum Tagesmutter kein Beruf ist. Eine historische Spurensuche“ mit Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern auf der Konferenz zum “Gender Pay Gap – Vom Wert und Unwert von Arbeit“ der Friedrich-Ebert-Stiftung und Hans Böckler Stiftung, online, am 22. und 23. April 2021.
 

"'Solche Sachen soll man nicht für Geld machen' - Professionalisierung und Praktiken häuslicher Kleinkindbetreuung in den 1970er Jahren" beim Workshop "Perspektivwechsel – Protokolle und Oral History-Interviews als Quellen einer Neuen Geschichte (der Arbeit)" am 11. und 12. Februar 2019, veranstaltet von der Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Heidelberg.
 

"Beziehung statt Bindung - Kindheitsgeschichte als Beziehungsgeschichte" mit Dr. Max Gawlich beim Workshop "Kindheitsgeschichte(n) - Grenzen mit und überdenken" am 25. und 26. Januar 2019, Universität Hildesheim.
 

„Der Versuch zu bleiben. Einbürgerungsanträge in der Republik Baden“ auf der Tagung „‘Von der Monarchie zur Republik‘. Forschungsperspektiven zur Demokratiegeschichte in der Frühphase der Weimarer Republik (1918–1923)“
vom 9.–10. November 2017 in Stuttgart,
veranstaltet von den Landesarchiven Baden-Württemberg, der Universität Stuttgart, Abteilung Landesgeschichte des Historischen Instituts und der Kommission für geschichtliche Landeskunde Baden-Württemberg.

 


Publikationen

Der Versuch zu bleiben. Einbürgerungen auf dem Bezirksamt Karlsruhe, in: Von der Monarchie zur Republik. Beiträge zur Demokratiegeschichte des deutschen Südwestens 1918–1923 (Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Reihe B, Bd. 224), hrsg. v. Sabine Holtz und Gerald Maier, Stuttgart 2019, S. 121–141. 


Der Versuch zu bleiben – Einbürgerungsanträge in der Republik Baden, in: Geflüchtet, unerwünscht, abgeschoben. Osteuropäische Juden in der Republik Baden (1918–1923), hrsg. v. Nils Steffen und Cord Arendes, Heidelberg 2017 (2. Korr. Auflage), S. 155–176.

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 25.07.2021
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