SUCHE
Bereichsbild

Europäische Kunstgeschichte

Studienabschluss: Bachelor of Arts
Bewerbungspflichtig: Nein
Studienbeginn: WS
Regelstudienzeit: 6
Prozentstruktur: 75%; 50% (2); 25%
Sprachnachweise: zwei moderne Fremdsprachen bis zur Orientierungsprüfung
Lehrsprache: Deutsch (im Einzelfall auch Englisch, Französisch)
Studienform Vollzeit / Teilzeit


Philosophische Fakultät

 

Inhalt des Studiums

Das Fach Europäische Kunstgeschichte befasst sich mit der Geschichte der bildenden Künste, der Architektur, der angewandten Künste, der Fotografie, der Performance-Art und der neuen Medien in Europa und in den europäisch geprägten Kulturkreisen seit Beginn des Frühmittelalters bis zur Gegenwart. Die Studierenden erweitern in Lehrveranstaltungen und Exkursionen ihre Kenntnisse von Kunstwerken der unterschiedlichen Epochen und Gattungen und eignen sich systematisch die begrifflichen Werkzeuge zur Beschreibung, Einordnung und Deutung dieser Objekte an. Im Studium werden verschiedene Methoden zur Analyse von Kunstwerken hinsichtlich Entstehung, Eigenart, Funktion und Wirkung sowie ihrer materiellen und ideellen Voraussetzungen vermittelt. Die Forschung befasst sich mit Kunstwerken, deren künstlerischen Materialien und Techniken, der Geschichte der Künstlerausbildung, der Kunsttheorie, der Geschichte der Kunstliteratur und Kunstgeschichte, ihrer Methoden und Institutionen sowie ihrer Wirkungsmöglichkeiten.

Die klassischen Berufsfelder umfassen Museum und Kulturmanagement, Denkmalpflege, Schulen, Hochschulen, Forschung, Erwachsenenbildung und Touristik, Publizistik (Presse- und Verlagswesen, Rundfunk, Fernsehen, Online-Dienste), Kunstbibliotheken, Versicherungen, Kunst- und Antiquitätenhandel, Betreuung von Privatsammlungen, Art Consulting.

 

Aufbau des Studiums

Das Studium zum Bachelor Europäische Kunstgeschichte kann in drei Varianten absolviert werden:

- als Hauptfach mit Abschlussarbeit (sogen. 75%-Studiengang mit 113 LP Fachstudium),

- als 2. Hauptfach (50%-Studiengang mit 74 LP), wenn die Abschlussarbeit in einem anderen Hauptfach (1. Hauptfach mit 50%) geschrieben wird

- als Begleitfach (25%-Studiengang mit 35 LP) zu einem anderen 75%-Hauptfach.

Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester.

Die Studierenden sollen von Anfang an Vorlesungen und Proseminare besuchen, in denen vertiefte Kenntnisse zu Teilgebieten des Faches sowie die Fertigkeiten zur selbständigen Stofferarbeitung und -präsentation erworben werden. Daneben bietet das Heidelberger Institut für Europäische Kunstgeschichte mit den Propädeutika eine strukturierte Einführung in die Grundlagen des Faches (mit deren Einführung wir eine bundesweite Vorreiterrolle einnahmen). Diese vier Lehrveranstaltungen behandeln die Themenbereiche „Gattungen und Techniken“, „Form und Stil“, „Ikonographie“ sowie „Architektur“ und bieten die Möglichkeit, sich Basiswissen übersichtlich und konzentriert anzueignen. In begleitenden Tutorien wird das Gelernte vertieft und die selbständige Anwendung geübt. Das Veranstaltungsangebot wird ergänzt durch Übungen, die von Lehrbeauftragten aus der Praxis (beispielsweise Museen, Sammlungen und Kunsthandel) angeboten werden.

Spätestens zum Ende des zweiten Semesters müssen in den Hauptfächern zwei Propädeutika bzw. im Begleitfach ein Propädeutikum absolviert sein (= studienbegleitende Orientierungsprüfung). In den Studiengängen muss eine Reihe von Modulen mit einer bestimmten Anzahl von Vorlesungen, Seminaren und Übungen besucht werden – nähere Hinweise dazu finden Sie auf der Homepage des Instituts (www.iek.uni-hd.de, Unterpunkt Studium). Innerhalb der im Vorlesungsverzeichnis ausgewiesenen Modulzuordnungen können die Lehrveranstaltungen dabei frei gewählt werden. Im Modul „Visuelle Kompetenzen“ sollen Studierende im Hauptfach (75%) auch Einblicke in andere Fächer gewinnen. In beiden Hauptfachstudiengängen müssen zwei Tagesexkursionen absolviert werden.

In den Hauptfächern erfolgt am Ende des BA-Studiums eine mündliche Prüfung (ca. 30 Minuten), im 75%-Studiengang wird eine Bachelorarbeit (ca. 40 Seiten Umfang) geschrieben.

Voraussetzung für den Bachelor Europäische Kunstgeschichte sind Kenntnisse in zwei modernen Fremdsprachen, die spätestens zur Orientierungsprüfung nachzuweisen sind. Der Erwerb zusätzlicher Sprachkenntnisse wird dringend empfohlen, da dies für die Lektüre internationaler Fachliteratur erforderlich und für viele Berufsfelder unverzichtbar ist. (Für den Master-Studiengang, der auf dem BA aufbaut, werden Kenntnisse in zwei modernen Fremdsprachen und Lateinkenntnisse vorausgesetzt).

 

Schwerpunkt der Forschung und Lehre

Mit fünf ProfessorInnen, einer Seniorprofessur, sechs AssistentInnen sowie zahlreichen außerplanmäßigen ProfessorInnen, Honorarprofessoren und Lehrbeauftragten deckt das Institut für Europäische Kunstgeschichte die gesamte Breite des Fachs vom Mittelalter über die Frühe Neuzeit/ Renaissance, Barock und Klassizismus bis zur Kunst der Moderne und der Gegenwart ab. Dabei werden die wichtigsten Kunstregionen Europas sowie alle Gattungen von Zeichnung, Druckgrafik und Malerei über Skulptur und Architektur bis zur Fotografie und Medienkunst sowie Kunstliteratur, Kunsttheorie und Methodologie des Fachs berücksichtigt. Eine Besonderheit sind Lehrveranstaltungen im Bereich der iberoamerikanischen Kunstgeschichte. Durch das Angebot benachbarter Fächer (etwa Archäologie, Byzantinische Kunstgeschichte, Ostasiatische Kunstgeschichte, Jüdische Kunstgeschichte an der Hochschule für Jüdische Studien) und die Lehrkooperation mit dem Exzellenzcluster "Asia and Europe in a Global Context" – dort ist auch die deutschlandweit erste Professur für Globale Kunstgeschichte angesiedelt – bietet das Studium in Heidelberg darüber hinaus ausgezeichnete Möglichkeiten zur interkulturellen Profilbildung.
Aus der fachlichen Ausrichtung der Professorinnen und Professoren am IEK ergeben sich inhaltliche Schwerpunkte in folgenden Bereichen:

  • Mittelalterliche Buchmalerei
  • Funktionsfragen des Bildes im Mittelalter
  • Künste der nordalpinen Gebiete im Hoch- und Spätmittelalter
  • Kunst- und Mediengeschichte der frühen Druckgrafik
  • Mittelalterliche Sakralarchitektur und ihre Ausstattung
  • Archäologie und Bauforschung des Hoch- und Spätmittelalters
  • Malerei und Grafik der italienischen Renaissance und des Barock
  • Architektur, Städtebau und Architekturtheorie des Klassizismus bis in die Gegenwart
  • Bildende Kunst und Architektur in der Kurpfalz und an den Höfen des deutschen Südwestens
  • Bildkünste des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart
  • Geschichte der Kunstliteratur, der Kunsttheorie und der Kunstgeschichte
  • Das Phänomen der (Kunst-)Fälschung
  • Kunst und ihre Rezeption in Literatur und Medien (Film, Musikvideos u.a.)
  • Praktiken visueller Repräsentation
  • Genderfragen und politische Ikonographie im Frankreich der Moderne

In der Forschung gibt es am Institut für Europäische Kunstgeschichte derzeit unter anderem Projekte in folgenden Bereichen:

  • Digitale Erfassung von mittelalterlicher Buchmalerei und Analyse narrativer Strategien im Wechselspiel von Text und Bild
  • Verschiedene Projekte der Bauforschung, u.a. digitale Rekonstruktion des mittelalterlichen Klosters Lorsch (inkl. Entwicklung eines Informationssystems)
  • Schrift und Schriftzeichen am und im mittelalterlichen Kunstwerk: Untersuchung von Inschriften im liturgischen Raum, an Kirchenportalen und -wänden (Teilprojekt im Rahmen des SFB 933 "Materiale Textkulturen - Materialität und Präsenz des Geschriebenen in non-typographischen Gesellschaften")
  • Portable Music Videos: Forschungsprojekt zur ästhetischen Umsetzung von Musikvideos im Kontext von Handhelds (Smartphones, Tablet-PCs, u.a.)

Als Teil des Zentrums für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften (ZEGK) verfolgen die Lehrenden des Instituts für Europäische Kunstgeschichte kulturwissenschaftliche Fragestellungen in interdisziplinärer Zusammenarbeit insbesondere mit den Fächern Geschichte, Musikwissenschaft und Religionswissenschaft. Internationale Kontakte bestehen durch einen aktiven Austausch im Rahmen des ERASMUS-Programms mit Universitäten in Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Polen und der Türkei, durch den internationalen Bachelor Kunstgeschichte in Verbindung mit den Universitäten Siena und León, durch regelmäßige Gastprofessuren sowie den internationalen Master-Studiengang für Kunstgeschichte und Museologie in Kooperation mit der Ecole du Louvre Paris.

Für Lehre und Forschung im Fach Kunstgeschichte bietet Heidelberg einen deutschlandweit einmaligen Zugang zu Quellen- und Forschungsliteratur: Neben einer gut ausgestatteten Institutsbibliothek birgt die Universitätsbibliothek einen bedeutenden Altbestand sowie mit den Sondersammelgebieten „Mittlere und neuere Kunstgeschichte bis 1945“ und „Klassische Archäologie“ die relevante neuere Literatur zeitnah und so gut wie vollständig.

Formalia

Zulassung

Es besteht keine Zulassungsbeschränkung; Informationen zur Immatrikulation finden Sie hier.

 

Ausländische Studienbewerber

Für ausländische Studienbewerber gelten besondere Regelungen. Informationen erhalten Sie beim Akademischen Auslandsamt der Universität Heidelberg (Seminarstraße 2).

Fächerkombinationen

Die möglichen Fächerkombinationen ergeben sich aus dem Fächerkatalog.

Prüfungsordnung

Prüfungsordnung Bachelor (vom 28.03.2007, letzte Änderung vom 10.02.2017)

Modulhandbuch

Das aktuelle Modulhandbuch finden Sie hier.

Prüfungsausschuss

Zuständig für Anrechnungs-, Anerkennungs- und Prüfungsfragen ist der jeweilige Prüfungsausschuss, bzw. das Prüfungsamt. Nähere Informationen erhalten Sie bei der betreffenden Fachstudienberatung.

Gebühren

Für ein Studium an der Universität Heidelberg fallen zu Beginn jedes Semesters Gebühren an.

Masterstudiengänge

Die Universität Heidelberg bietet den konsekutiven Masterstudiengang Europäische Kunstgeschichte und den konsekutiven Internationalen Masterstudiengang für Kunstgeschichte und Museologie an.


Fachstudienberatung

Dr. Liane Wilhelmus
Seminarstr. 4, Zi. 117
Dienstag 15.00 - 16.00 Uhr (nach vorheriger Anmeldung per E-Mail)
Tel.: +49 (0)6221 - 54 2344
E-Mail: l.wilhelmus@zegk.uni-heidelberg.de

Dr. Tobias Frese
Seminarstr. 4, Zi. 212
Donnerstag 11.00 - 13.00 Uhr
Tel.: +49 (0)6221-54-2351
E-Mail: t.frese@zegk.uni-heidelberg.de

Kontakt

Institut für Europäische Kunstgeschichte
Seminarstr. 4
D-69117 Heidelberg

Sekretariat:
Tel.: +49 (0)6221- 54-2423
Fax: +49 (0)6221-54-3382
E-Mail: iek@zegk.uni-heidelberg.de
Internet: www.iek.uni-hd.de
Lageplan

Fachschaft:
E-Mail: fachschaft.iek@zegk.uni-heidelberg.de

E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 02.10.2017