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Veranstaltungen

Di, 06.12.2022

18:15 Uhr

Studieren im Ausland ab WiSe 23/24

Dominik Eckel, M.A., Beauftragter für die internationalen Partnerschaften des Instituts für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg

Mi, 07.12.2022

18:00 Uhr

Märchenhafter Zauber und kalte Realität im Wald der Kinder- und Jugendliteratur

Melanie Trolley, Online-Redakteurin bei dem wissenschaftlichen Portal Kinderundjugendmedien.de

Mi, 14.12.2022

18:00 Uhr

Stehrumchen Kunstgeschichte

Alle Termine & Veranstaltungen

Institut für Europäische Kunstgeschichte (IEK)

Institutssprecherin

Prof. Dr. Rebecca Müller

Adresse

Seminarstraße 4
69117 Heidelberg
Anfahrt

Kontakt

Tel.: +49 (0) 6221 / 54 - 2423

 

 

Zentrum für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften

Herzlich Willkommen

06.12.2022 | Infoabend "Studieren im Ausland"

06.12.2022 | Infoabend Studieren im AuslandInfoabend
Studieren im Ausland.
Austauschangebote des IEK

06.12.2022 | 18 Uhr c.t. | R.001 | Adobe [Poster]
Eine Online-Teilnahme via Zoom ist ebenfalls möglich (Anmeldung zur Online-Teilnahme per E-Mail). Sie erhalten Informationen zu den Austauschprogrammen des IEK und der Universität Heidelberg für Bachelor- und Masterstudierende sowie Doktorand:innen: Bewerbungsverfahren, Finanzierung, Anerkennung von Studienleistungen wie auch Erfahrungsberichte ehemaliger Austauschstudierender.

Job | Studentische/wissenschaftliche Hilfskräfte

Die Abt. Iberische und ibero-amerikanische Kunstgeschichte sowie die Mediathek benötigten tatkräftige Unterstützung. Des weiteren sind für das Sommersemester 2023 Tutor:innenstellen zu besetzen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der jeweiligen Ausschreibung. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! [Stellenangebote]

WiSe 2022/23 | Stehrumchen Kunstgeschichte

WiSe 2022/23 | Stehrumchen KunstgeschichteAuch in diesem Wintersemester möchten die Mitarbeiter:innen des Instituts für Europäische Kunstgeschichte wieder herzlich zum Stehrumchen Kunstgeschichte einladen – eine, nach zwei Jahren Pandemie auf Initiative von Brigitte Sölch und Alexandra Vinzenz geschaffene, Möglichkeit für eine offene und lockere Begegnung. Alle (egal ob Studi, Mitarbeiter:in oder Freunde des IEK), die zwanglos zusammenstehen und sich austauschen möchten, sind willkommen. [Save the dates]

Vortrag und Film | Der Wald – Zwischen Idylle und Verderben

Der Wald – Zwischen Idylle und VerderbenFragt man nach einer präzisen Definition von ›Wald‹, so wird schon deutlich, wie sehr das damit Bezeichnete über bloße Begriffe hinausgeht: Eine in der deutschen Forstwissenschaft verbreitete Formulierung erläutert ›Wald‹ als eine »Pflanzenformation, die im Wesentlichen aus Bäumen aufgebaut ist und eine so große Fläche bedeckt, dass sich darauf ein charakteristisches Waldklima entwickeln kann«. Damit wird jedoch all das nicht erfasst, was sonst landläufig mitschwingt, wenn vom Wald die Rede ist – dieser ist eben kein neutraler, bloß von einer Pflanzenformation geprägter Raum, sondern er kann z.B. als idyllisch oder bedrohlich, transitorisch oder fesselnd wahrgenommen und dargestellt werden. Insofern wundert es nicht, dass der Wald auch im Medium des Films seit jeher immer wieder sehr unterschiedliche Interpretationen erfahren hat – ganz gleich, ob er als Schauplatz und Kulisse dient oder sogar selbst zum Protagonisten wird. Bitte beachten Sie zum genauen Ablauf der Veranstaltung die stets aktuellen Informationen auf unserer Homepage. [Poster] [Veranstaltungstermine]

[mehr lesen]

Die Vortrags- und Filmreihe ›Der Wald – zwischen Idylle und Verderben‹ betrachtet anhand ausgewählter Beispiele und aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln die Rolle des Waldes im Film: Der ›deutsche Wald‹ bedient hierbei traditionell einen eigenen Mythos, an den auch Hans Deppes SCHWARZWALDMÄDEL (1950) zur Schaffung eines vermeintlichen neuen Heimatgefühls nach dem Zweiten Weltkrieg anknüpft. In Céline Sciammas PETITE MAMAN (2021) wird der Wald hingegen dank eines magischen Realismus zum Zeitreiseort. Gänzlich märchenhaft erscheint er dann bei Tage Danielssons RONJA RÄUBERTOCHTER (1984), wo er auch zum alleinigen Schauplatz wird. Zunächst als Rückzugsort, dann aber zum Ort eines Horrordesasters mutierend, dient der Wald in Lars von Triers ANTICHRIST (2009). Schließlich öffnet Jan Hafts DAS GRÜNE WUNDER (2012) einen dokumentarischen Blick auf die großflächigen Waldgebiete Deutschlands, die seit den 70er Jahren (Stichwort ›Waldsterben‹) mit drängenden ökologischen Fragen assoziiert sind. Entsprechend dieser vielfältigen Auswahl an Filmen sind auch die eingeladenen Referent:innen aus den verschiedensten Disziplinen: Filmwissenschaft, Wald- und Forstgeschichte, Jugendliteratur, Theologie und Filmpraxis sind gleichermaßen vertreten und beleuchten die unterschiedlichen Facetten des Waldes im Film.

Nächster Termin:

07.12.2022 | 18 Uhr | Gloria Kino

Märchenhafter Zauber und kalte Realität im Wald
der Kinder- und Jugendliteratur

Melanie Trolley, Online-Redakteurin bei dem wissenschaftlichen Portal Kinderundjugendmedien.de
Film: Ronja Räubertochter (SE/NO 1984, R.: Tage Danielsson)

Neueste Publikation | Bilder der Christophanie

Tobias Frese: Bilder der Christophanie. Ambiguität, Liminalität und KonversionTobias Frese
Bilder der Christophanie. Ambiguität, Liminalität und Konversion

Bilder der Christophanie, die den auferstandenen Christus vor seinen Jünger:innen zeigen, sind oftmals komplex strukturiert und irritieren durch widersprüchliche Sehangebote und Aussagen. Die Ambiguität dieser Darstellungen wurde von der kunsthistorischen Forschung lange Zeit unterschätzt oder gänzlich ignoriert. Dies resultierte aus der traditionellen Methode der ikonographischen Interpretationspraxis, christliche Bildinhalte möglichst eindeutig zu bestimmen. Motivische Widersprüchlichkeiten wurden in diesem Sinne zumeist als Ausnahmen disqualifiziert, auf pragmatische Gründe zurückgeführt oder als künstlerische Fehler abgetan. Im Buch wird anhand mehrerer Fallbeispiele aus der Zeit der Spätantike und des frühen Mittelalters dargelegt, dass diese Sicht der immanenten Logik vieler prominenter Christusbilder nicht gerecht wird. Dagegen wird aufgezeigt, dass die Bild-Ambiguitäten von den Produzenten mit großem konzeptuellem Kalkül in Szene gesetzt wurden und im Rahmen eines christlichen Bekehrungs-Diskurses zu verstehen sind, bei dem Momente der Liminalität – die kognitive Verwirrung, der Glaubenszweifel und die innere Wandlung – eine entscheidende Rolle spielen. [mehr Informationen]

Isabella Schnürle erhält Sonder-Forschungspreis
Angewandte Kunst 2022

Isabella SchnürleFrau Isabella Schnürle wird für ihre Masterarbeit „Das Wiederaufleben von Zellenwerk und die Verwendung von Senkschmelz in der Zeit der Kaiserin Theophanu“ mit dem Sonder-Forschungspreis Angewandte Kunst 2022 des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München ausgezeichnet. Die Arbeit thematisiert die Technik des Zellenwerks und dessen Wiederaufleben im Ottonenreich, speziell in der Werkstatt Egberts von Trier, und untersucht an maßgeblichen Objekten den kulturgeschichtlich-kunsthandwerklichen Kontext dieser Technik. Mit dem Wiederaufleben des Zellenwerks wird die gleichzeitige Verbreitung des Senkschmelzes behandelt, dabei wird vorwiegend der byzantinische Einfluss plausibel postuliert und ein Erklärungsmodell für das Revival der Technik vorgelegt: Erst durch den unter der byzantinischen Prinzessin und ottonischen Kaiserin Theophanu intensivierten Objekt-, als auch Wissenstransfer wird die enge Verbindung der Egbert-Werkstatt zu den kunsttechnologischen Traditionen byzantinischer Hofkunst verständlich. Die Preisvergabe wird am 16. November 2022 um 18.15 Uhr im ZI stattfinden, gefolgt von einem Festvortrag von Tulga Beyerle, Hamburg. Eine online-Teilnahme via Zoom wird ebenso möglich sein. Das Institut für Europäische Kunstgeschichte gratuliert Frau Schnürle sehr herzlich zu dieser Auszeichnung!

Presse | HeFäStuS: Kunstfälschungen werden zu Lehrobjekten

HeFäStuS – Heidelberger FälschungsstudiensammlungIm Institut für Europäische Kunstgeschichte werden Kunstwerke von unschätzbarem Wert aufbewahrt. Der Haken: Es handelt sich um Fälschungen! Für die Wissenschaftler:innen der Heidelberger Fälschungsstudiensammlung HeFäStuS sind sie trotzdem von großem Wert und dienen im Seminar als Lehrobjekte für Studierende.

Neueste Publikation | Die österreichisch-ungarische Konzession in Tianjin/China (1901–1917)

Michael Falser: Habsburgs going global. The Austro-Hungarian Concession in Tientsin/Tianjin in China (1901–1917)Michael Falser
Habsburgs going global. The Austro-Hungarian Concession in Tientsin/Tianjin in China (1901–1917)

Wie schreibt man eine Globale Architekturgeschichte? Als ein Beispiel für diesen Zugang thematisiert diese Publikation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften die bis heute völlig unbekannte Beteiligung der K.u.K.-Monarchie am „Internationalen Settlement“ von Tientsin (heute Tianjin/China), wo Österreich-Ungarn ab 1900 im Reigen von insgesamt neun Nationen, inklusive Deutschland, eine eigene Handelsniederlassung („Konzession“) städtebaulich und architektonisch plante, bevor der Erste Weltkrieg dieser Episode ein jähes Ende bereitete. [mehr Informationen & Open Access E-Book]

Presse | Visueller Punkrock

Weltwoche (CH), 11.08.2022. Der britische Street-Art-Künstler Banksy hat die Welt erobert. Seine wahre Identität ist nach wie vor umstritten. Artikel von Ulrich Blanché in der Schweizer Wochenzeitung Weltwoche. [Artikel]

Presse | Insta-Künstler drängen auf den Kunstmarkt

Deutschlandfunk Kultur, 26.07.2022. Gemeinsam mit Kunstschaffenden wie Tim Bengel, Benjamin Rayher, Joschua Gumpert und Co. gehört der 1998 geborene Leon Löwentraut jener Generation an, die mit den sozialen Medien aufwuchsen und diese nun wie selbstverständlich für ihre Selbstpräsentation und Selbstinszenierung nutzen: Er verkörpert so etwas wie den „Prototyp“ des Social Media Artists in Deutschland. Mit ihren (Selbst-)Vermarktungsstrategien und ihren Selbstinszenierungen stellen sie so etwas wie die Avantgarde der neuen Künstlergeneration dar und sind gleichzeitig ihre „Popstars“. Zu ihrer Dissertation über dieses Thema wurde Frau Svetlana Magenheim-Gegg am 26.07.2022 im Deutschlandfunk Kultur interviewt. [Podcast]

Neueste Publikation | Im Lustgarten zwischen Natur und Kunst

Martina Baleva und Ulrich Blanché (Hg.): Im Lustgarten zwischen Natur und Kunst. Festschrift für Hans DickelMartina Baleva, Ulrich Blanché (Hg.)
Im Lustgarten zwischen Natur und Kunst. Festschrift für Hans Dickel

Wissenschaftler*innen und Künstler*innen aus drei Generationen widmen diesen Band Hans Dickel. 2021 beging er seinen 65. Geburtstag. Dieser bot allen Beteiligten einen willkommenen Anlass, dem Kunsthistoriker, Kollegen, Lehrer und Freund einen Beitrag zu schenken, der einen Bezug zu Hans Dickels Hauptthema Kunst und Natur hat. Im Resultat entstand so jene Vielstimmigkeit von Beiträgen, die nach Auffassung der Herausgeber der thematischen Vielseitigkeit des Jubilars nahekommt. [mehr Informationen]

Neueste Publikation | Ikonographie in Bewegung

Lisa Horstmann: Ikonographie in Bewegung. Die Überlieferungsgeschichte der Bilder des ›Welschen Gastes‹Lisa Horstmann
Die Überlieferungsgeschichte der Bilder des ›Welschen Gastes‹

Wie werden mittelalterliche Bücher mit Bild und Text überliefert und wie verändern sich diese im Laufe der Kopierprozesse? Der Frage geht dieses Buch nach und untersucht die Bildüberlieferung des ›Welschen Gastes‹ aus kunsthistorischer Perspektive mit Hilfe philologischer Ansätze. Der ›Welsche Gast‹ ist ein mittelhochdeutsches Lehrgedicht, das 1215/1216 von dem italienischen Kleriker Thomasin von Zerklaere verfasst wurde. Ein Großteil der heute in 24 Kopien überlieferten Handschrift ist mit einem Bilderzyklus ausgestattet worden. In diesem Buch werden Struktur und Genese des Bilderzyklus sowie die Veränderung innerhalb der knapp 250-jährigen Überlieferung analysiert. [Volltext online verfügbar]

Beratungsangebot für Studierende von Studierenden

BeratungsangebotDu hast inhaltliche Fragen zum Studium, brauchst Unterstützung bei deinem Referatsthema oder hast Schwierigkeiten beim korrekten Zitieren? Scheu dich nicht, rechtzeitig zu fragen! Das IEK bietet dir die Möglichkeit, deine Fragen an einen Studierenden zu richten. Sprechstundenzeiten gibt es dienstags und freitags zwischen 10 und 12 Uhr in Raum 107. Um Voranmeldung wird gebeten, damit wir uns auf dein Anliegen vorbereiten können: Studierendensprechstunde: Nelli Schick

Neueste Publikation | Gefälschte Zeit

Tina Öcal: Gefälschte Zeit. Das Phänomen der Fälschung (in) der Kunstgeschichte seit dem Florentiner OttocentoTina Öcal
Gefälschte Zeit. Das Phänomen der Fälschung (in) der Kunstgeschichte seit dem Florentiner Ottocento

Bisher wurden Kunstfälschungen lediglich als ein Schatten der Kunstgeschichte wahrgenommen. Tatsächlich sind sie jedoch nicht nur vielschichtig mit dieser verwoben, sondern auch ein Teil des (globalen) Kulturtransfers. Die Fälschungen Giovanni Bastianinis und Wolfgang Beltracchis etwa entstehen vor dem Hintergrund einer sich wandelnden europäischen Kunstgeschichte von ihrer Entwicklung als wissenschaftliche Disziplin im 19. Jahrhundert und einem nationalen Kunstbegriff bis zu ihrer Erosion im 21. Jahrhundert durch einen verstärkt globalisierten Kunstbegriff. Im Rahmen dieser Geschichte der Kunstgeschichte werden Fälschungen sowohl als Teil der Rezeptionsgeschichte eines Kunstwerkes als auch in ihrer Wechselwirkung mit der Kunstgeschichte analysiert. [Volltext online verfügbar]

Miradas: Doppelausgabe 5/6 ist erschienen

Miradas Band 5 (2022)

Die Doppelausgabe 5/6 der Zeitschrift für Kunst- und Kulturgeschichte der Amérikas und der iberischen Halbinsel Miradas zum Thema "Körper/Moden in den Amérikas" ist erschienen. Miradas (dt. Blicke) lädt dazu ein, den Blick auf die Kunst- und Kulturgeschichte der iberischen Halbinsel und der Amérikas zu richten, diese aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und zu kontextualisieren. [Miradas lesen]

Neueste Publikation | Die Kunsthistorikerin? Bilder und Images

Brigitte Sölch, Jo Ziebritzki und Anja Zimmermann (Hg.): Die Kunsthistorikerin? Bilder und ImagesBrigitte Sölch, Jo Ziebritzki und Anja Zimmermann (Hg.)
Die Kunsthistorikerin? Bilder und Images

Bilder und Images der Kunsthistorikerin – sie sind allgegenwärtig, aber noch nicht eigens untersucht. Die Beiträge dieses Heftes sind daher nur Beginn der Auseinandersetzung von Mitgliedern des DFG-Netzwerks Wege – Methoden – Kritiken: Kunsthistorikerinnen 1880–1970 und der gleichnamigen Ulmer-Vereins-AG. Die Autorinnen dieses Heftes nehmen visuelle und mediale Repräsentationsfragen, verschiedene Porträtgattungen und Arten des Schreibens in den Blick. Sie reflektieren existente und nicht vorhandene Darstellungstraditionen der Gelehrten, vergleichen Vermittlungen des Berufsbildes sowie dessen soziale und gesellschaftliche Ir/relevanz, und fokussieren diverse kunsthistorische Praxen. Mit Beiträgen von Irene Below, Annette Dorgerloh, Henrike Haug, Brigitte Sölch, Änne Söll, Jo Ziebritzki und Anja Zimmermann.
[Weitere Informationen]

Neueste Publikation | Maraviglia

Peter Bell, Antje Fehrmann, Rebecca Müller und Dominic Olariu (Hg.): Maraviglia. Rezeptionsgeschichte(n) von der Antike bis in die Moderne. Festschrift für Ingo HerklotzPeter Bell, Antje Fehrmann, Rebecca Müller und Dominic Olariu (Hg.)
Maraviglia. Rezeptionsgeschichte(n) von der Antike bis in die Moderne. Festschrift für Ingo Herklotz

Lässt sich Kunstgeschichte als Geschichte von Rezeption – und deren Verweigerung – erzählen? Wie ist das Konzept von Rezeption gegenüber jenen von Wirkung und Einfluss zu positionieren? In welchem Verhältnis stehen Rezeption und Innovation? Von diesen Fragen geht der Band aus. Der in der Literaturwissenschaft seit den späten 1960er Jahren verbreitete Begriff der Rezeptionsgeschichte und der damit verbundene Ansatz sind für die kunsthistorische Forschung von großer Tragweite. Konzepte der Anverwandlung oder Aneignung von Artefakten, sei es unter religiösen, politisch-ideologischen, ästhetischen oder wissenschaftlichen Aspekten, wurden für das Fach bereits vielfach fruchtbar gemacht. Diese im Material breit angelegte Publikation verfolgt Rezeptionsgeschichte erstmals von der Antike bis zur Moderne und über Gattungsgrenzen hinweg: 28 Beiträge aus den Disziplinen Kunstgeschichte, Frühchristliche Archäologie, Kulturgeschichte, Geschichte, Byzantinische Kunstgeschichte, Wissenschaftsgeschichte und Literaturwissenschaft loten die Thematik hier neu aus. Ingo Herklotz hat die Rezeptionsgeschichte in zahlreichen Publikationen vorangetrieben und methodologische Grundlagen über das Fach hinaus geschaffen. Ihm ist dieser Band gewidmet. [Weitere Informationen]

Neueste Publikation | Dietrich Schubert: Max Beckmann

Dietrich Schubert: Max Beckmann. vom Vietzker-Strand zur Departure. 1904–1936Dietrich Schubert
Max Beckmann.
vom Vietzker-Strand zur Departure. 1904–1936

Max Beckmann ist neben Edvard Munch, Oskar Kokoschka, Pablo Picasso, Otto Dix und Max Ernst zweifellos einer der führenden Maler und Graphiker des 20. Jahrhunderts. Seine Reputation stieg die letzten Jahrzehnte seit 1984, dem 100. Geburtstag des Malers, stetig. Wichtige Ausstellungen in München, Frankfurt, Paris, London, New York, Amsterdam und Leipzig sowie 2021 in Hamburg halfen, den in der Adenauer-Ära im Schatten der Abstrakten unterbewerteten Künstler bekannter zu machen und sein Werk zu erforschen. Im Unterschied zu den gegenstandslosen Malern suchte Beckmann in seinem Schaffen eine Synthese aus der Darstellung sichtbarer Wirklichkeit und ideeller Überhöhung. Dabei hatte er immer die bedeutenden Künstler der Vergangenheit im Blick: Grünewald, Tintoretto, Rembrandt, Géricault, Delacroix und Van Gogh, jedoch ohne diese epigonal auszubeuten, wie es andere Maler machten. Die Erlebnisse als Sanitäter bei Ypern 1915 während des Großen Krieges 1914–18 wurden für den leidenschaftlichen Realisten zu einer entscheidenden Wende, wie schon 1964 Kurt Badt betonte. Zur Zeit der Weimarer Republik mehrten sich die Erfolge Beckmanns, er suchte sich gegenüber der Pariser Kunstszene, speziell Picasso, zu profilieren. Und auch drei Frauen in seinem Leben inspirierten ihn nachhaltig – wie überhaupt die Spannung der Geschlechter eines der Hauptthemen Beckmanns ist. Der Autor, Professor an der Universität Heidelberg, behandelt in einer sachlichen Darstellung Beckmanns Kunst von 1904 bis zur NS-Diktatur im Lichte der zahlreichen Briefe, besonders auch an den Händler J. B. Neumann, und im Kontext der schriftlichen Bekenntnisse, in denen der Künstler seine Werturteile konkretisierte, die von überzeitlichem Interesse sind.
[Weitere Informationen]

Neueste Publikation | Kunsthistorikerinnen 1910–1980

K. Lee Chichester und Brigitte Sölch (Hg.): Kunsthistorikerinnen 1910–1980. Theorien, Methoden, KritikenK. Lee Chichester und Brigitte Sölch (Hg.)
Kunsthistorikerinnen 1910–1980.
Theorien, Methoden, Kritiken

Die »Altmeister der Kunstgeschichte« und ihre Werke sind fester Bestandteil des universitären Studiums. Der Beitrag früher Kunsthistorikerinnen zur Entwicklung der Disziplin ist hingegen bis heute weitgehend unsichtbar. Welche neuen Sichtweisen auf die Kunst, welche Methoden und Fragestellungen entwickelten die ersten Kunsthistorikerinnen, die seit dem späten 19. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum zum Studium zugelassen wurden? Welche Wirkungsfelder erschlossen sie sich, bevor der Nationalsozialismus vielen von ihnen eine Zäsur setzte, die nach 1945 nur langsam überwunden werden konnte? In dem Band werden 24 Texte vorgestellt, die zwischen 1910 bis 1980 entstanden sind. Expert*innen führen in die Entstehungszusammenhänge der Texte ein. So macht der Band Arbeiten früher Kunsthistorikerinnen wieder zugänglich und lädt dazu ein, die Vielfalt der Disziplin neu zu entdecken.
Mit Beiträgen von Leonie Beiersdorf, Irene Below, Gerda Breuer, Matthias Bruhn, K. Lee Chichester, Brenda Danilowitz, Burcu Dogramaci, Nikola Doll, Annette Dorgerloh, Mechthild Fend, Beate Fricke, Joachim Gierlichs, Laura Goldenbaum, Christine Göttler, Anna Grasskamp, Henrike Haug, Godehard Janzing, Luise Mahler, Barbara Paul, Brigitte Sölch, Miriam Szwast, Stefan Trinks, Johanna Ziebritzki. [Weitere Informationen]

Neueste Publikation | Henry Keazor: Raffaels Schule von Athen

Henry Keazor: Raffaels Schule von Athen. Von der Philosophenakademie zur Hall of FameHenry Keazor
Raffaels Schule von Athen. Von der Philosophenakademie zur Hall of Fame

Interpretiert, imitiert, adaptiert, parodiert – was hat »Die Schule von Athen« zu einem zentralen Bild der Renaissance werden lassen? Raffaels um 1510/11 gemaltes Fresko »Die Schule von Athen« in der Stanza della Segnatura des Vatikan zählt zu den berühmtesten Werken der Kunstgeschichte. Aber wieso hat es die Darstellung einer Versammlung von Philosophen über-haupt zu einer solchen Popularität gebracht? Warum wurde und wird gerade dieses Bild immer wieder diskutiert, ausgedeutet und vor allem im Laufe der Geschichte in den unterschiedlichsten Zusammenhängen, auch jenseits von Philosophie und Kunstgeschichte, rezipiert? Wieso konnte es in Kunst und Populär-kultur adaptiert und ebenso gut parodiert werden? Henry Keazor zeigt, dass es Raffael mit dem Fresko auf geniale Weise gelungen ist, die abstrakten philosophischen Disziplinen sowie ihre Geschichte und Zusammenhänge anschaulich darzustellen. Das hierfür entwickelte künstlerische Konzept erwies sich als so tragfähig, dass es bis heute erfolgreich auch auf gänzlich andere Themen und Figuren angewendet werden kann. Der Autor beleuchtet die Entstehungsbedingungen der Schule von Athen, um dann in einem verblüffenden Parcours durch die Kunstgeschichte zu führen: nach Italien, Frankreich, England, Deutschland. Und er landet am Ende bei Künstlern wie Cy Twombly oder Vereinnahmungen durch Musikvideos, Werbung, Lego und Hollywood. [Weitere Informationen]

Presse:

Neueste Publikation | Vom Wort zur Kunst

Rebecca Müller (Hg.): Vom Wort zur Kunst. Künstlerzeugnisse vom frühen Mittelalter bis zur GegenwartmHelen Barr, Dirk Hildebrandt, Ulrike Kern
und Rebecca Müller (Hg.)
Vom Wort zur Kunst. Künstlerzeugnisse vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart

Für die kunsthistorische Forschung liefern Textquellen wichtige Indizien zur Erschließung von Artefakten und ihren Entstehungskontexten. Aussagen der Künstler*innen gelten dabei traditionell als hochgradig authentisch: Wer sollte ihr Werk besser kennen und erklären können als sie selbst? Die Beiträge machen Vorschläge für einen quellenkritischen Umgang mit Künstlerzeugnissen, um diesen methodisch zu reflektieren und zu erweitern. Rhetorische Strategien, Konventionen der jeweiligen Textgattung, Sprech- und Schreibmotivationen sowie die Entstehungskontexte sind relevante Aspekte, die in diesem Band vom Frühmittelalter bis in die Gegenwart verfolgt werden. Mit dem einleitenden Abriss über Textgattungen und Genres, in denen Künstler*innen seit dem Frühmittelalter gesprochen und geschrieben haben, liegt erstmalig ein chronologischer Überblick von Künstlerselbstaussagen vor.
Mit Beiträgen von Helen Barr, Johannes Endres, Johanna Függer-Vagts, Heidi C. Gearhart, Dirk Hildebrandt, Henry Keazor, Antje Krause-Wahl, Christine Ott, Bruno Reudenbach, Berit Wagner, Iris Wien und Andreas Zeising.

 

Seitenbearbeiter: Webadministrator
Letzte Änderung: 21.11.2022
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