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Heidelberg Gender Lectures „WahnsinnsFrauen“ – Aneignungen von Hysterie in der Neuen Frauenbewegung

  • Date in the past
  • Wednesday, 21. January 2026, 18:00
  • Neue Universität, Hörsaal 4a, Grabengasse 3-5, 69117 Heidelberg
    • Prof. Dr. Karen Nolte, Universität Heidelberg, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin

In ihrem Vortrag arbeitet Prof. Nolte heraus, welche Funktion und Bedeutung der „Hysterikerin“ als historische Figur der verrückten Frau par excellence in der feministischen Bewegung und Forschung in den 1970er bis 1990er Jahren zukam. Das Forschen und Nachdenken über Hysterie wird in Beziehung gesetzt zu Entwicklungen in der Frauengesundheitsbewegung, in der sich seit 1974 aus den Beratungsgruppen zum Schwangerschaftsabbruch die ersten Frauentherapieprojekte in Berlin entwickelten.

Heidelberg Gender Lectures

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Im Wintersemester 2025/2026 findet zum ersten Mal die Ringvorlesung „Heidelberg Gender Lectures“ statt. War die Universität Heidelberg im 20. Jahrhundert bereits wissenschaftlicher Bezugspunkt von Figuren, die richtungsgebend in Geschlechterforschung werden sollten – Magnus Hirschfeld und Judith Butler studierten zeitweise hier – so sind Gender und Queer Studies im Heidelberg der Gegenwart aktueller denn je, vorangetrieben durch interdisziplinäre Vernetzungen wie das Queer Colloquium und durch das zum Wintersemester an der Universität neu etablierte Certificate of Advanced Studies „Gender & Queer Studies“. 

Die Vortragsreihe „Heidelberg Gender Lectures“ wird von Theresa Heyd und Vroni Zieglmeier vom Anglistischen Seminar der Ruperto Carola organisiert. Sie bündelt aktuelle Themen der Geschlechterforschung und lädt ein zu Austausch und Vernetzung. Das multidisziplinäre Programm wirft Schlaglichter auf Geschlecht als Wissenskategorie aus so unterschiedlichen Bereichen wie Migrationsforschung, Game Studies und Medizingeschichte. Forscher:innen der Universität Heidelberg präsentieren ihre aktuelle Arbeit; als Gastwissenschaftler:innen sprechen Prof. Dr. Sabine_ Hark (TU Berlin) und Prof. Dr. Carolin Müller-Spitz (IDS Mannheim).

Die Ringvorlesung startet mit der „Rainbow City Lecture“ von Prof. Hark, die in Kooperation mit dem Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg organisiert wird. Die „Rainbow City Lecture“ bildet zugleich den Auftakt des Certificate of Advanced Studies „Gender & Queer Studies“ der Universität Heidelberg.