Heidelberg Gender Lectures Gender & Sprache im Deutschen unter empirisch-linguistischer Perspektive

  • Termin in der Vergangenheit
  • Mittwoch, 4. Februar 2026, 18:00 Uhr
  • Neue Universität, Hörsaal 4a, Grabengasse 3-5, 69117 Heidelberg
    • Prof. Dr. Carolin Müller-Spitzer, Leibniz-Institut für Deutsche Sprache, Abteilung Lexik

Das Thema genderinklusive Sprache wird im öffentlichen Diskurs sehr stark von Meinungen geprägt, wobei wissenschaftliche Erkenntnisse oft zu kurz kommen. Dabei gibt es ein sehr lebendiges Forschungsfeld der „Genderlinguistik“, in dem vielfältigste wissenschaftliche Studien durchgeführt werden. In ihrem Vortrag wird Prof. Müller-Spitzer empirisch fundierte Studien aus dem eigenen Forschungsteam in den Vordergrund stellen, die den Themenkomplex „Gender und Sprache im Deutschen“ wissenschaftlich beleuchten. Dabei wird es unter anderem um historische Diskussionen zur Versprachlichung von Gender bzw. sexueller Orientierung gehen, um „Gendersprache“ als vermeintlich neue Varietät des Deutschen sowie um unternehmerisches „Pinkwashing“.

Heidelberg Gender Lectures

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Im Wintersemester 2025/2026 findet zum ersten Mal die Ringvorlesung „Heidelberg Gender Lectures“ statt. War die Universität Heidelberg im 20. Jahrhundert bereits wissenschaftlicher Bezugspunkt von Figuren, die richtungsgebend in Geschlechterforschung werden sollten – Magnus Hirschfeld und Judith Butler studierten zeitweise hier – so sind Gender und Queer Studies im Heidelberg der Gegenwart aktueller denn je, vorangetrieben durch interdisziplinäre Vernetzungen wie das Queer Colloquium und durch das zum Wintersemester an der Universität neu etablierte Certificate of Advanced Studies „Gender & Queer Studies“. 

Die Vortragsreihe „Heidelberg Gender Lectures“ wird von Theresa Heyd und Vroni Zieglmeier vom Anglistischen Seminar der Ruperto Carola organisiert. Sie bündelt aktuelle Themen der Geschlechterforschung und lädt ein zu Austausch und Vernetzung. Das multidisziplinäre Programm wirft Schlaglichter auf Geschlecht als Wissenskategorie aus so unterschiedlichen Bereichen wie Migrationsforschung, Game Studies und Medizingeschichte. Forscher:innen der Universität Heidelberg präsentieren ihre aktuelle Arbeit; als Gastwissenschaftler:innen sprechen Prof. Dr. Sabine_ Hark (TU Berlin) und Prof. Dr. Carolin Müller-Spitz (IDS Mannheim).

Die Ringvorlesung startet mit der „Rainbow City Lecture“ von Prof. Hark, die in Kooperation mit dem Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg organisiert wird. Die „Rainbow City Lecture“ bildet zugleich den Auftakt des Certificate of Advanced Studies „Gender & Queer Studies“ der Universität Heidelberg.