Philosophische FakultätSemitistik

Die Semitistik widmet sich der sprachwissenschaftlichen Erforschung der semitischen Sprachen vom Beginn ihrer schriftlichen Überlieferung um 2600 vor Christus bis zur Gegenwart. Das Sprachgebiet der semitischen Sprachfamilie erstreckt sich über drei Kontinente und reicht vom Atlantik im Westen bis nach Usbekistan und Afghanistan im Osten sowie vom Mittelmeer bis nach Äthiopien.

Zu den etwa 70 Sprachen und zahllosen Dialekten, die die Semitistik betrachtet, gehören bedeutende Kultursprachen, darunter auch die mit den monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam eng verbundenen Sprachen Hebräisch, Aramäisch und Arabisch. Die Beschäftigung mit Geschichte, Grammatik und Wortschatz dieser Sprachen steht im Zentrum semitistischer Forschung. Der früheste belegte Vertreter der Sprachfamilie – das Akkadische – wird wegen der Besonderheit seiner Schrift und Kultur zusammen mit den nichtsemitischen Keilschriftsprachen (besonders Sumerisch) vor allem im Fach Assyriologie erforscht.

Besonderheiten und Merkmale

Innerhalb des Seminars für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients ist die Semitistik das zentrale Fach, da sie die beiden anderen Fächer des Seminars miteinander verbindet, indem sie eine Brücke zwischen Assyriologie und Islamwissenschaft schlägt.

Für beide Fächer ist eine semitische Sprache von zentraler Bedeutung: Das Akkadische für die Assyriologie und das Arabische für die Islamwissenschaft. Eine enge Verbindung besteht auch zu den anderen Fächern, die die Erforschung des Vorderen Orients hauptsächlich oder teilweise zum Gegenstand haben:

  • Jüdische Studien
  • Ägyptologie
  • Vorderasiatische Archäologie
  • Theologie
  • Geographie
  • Ethnologie

Das Interesse an den Problemen des Vorderen Orients und die Tatsache, dass viele Länder des Vorderen Orients beliebte Reiseländer geworden sind, machen das Studium der Semitistik besonders attraktiv.

Forschung

Innerhalb des Seminars für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients ist die Semitistik das zentrale Fach, da sie die beiden anderen Fächer des Seminars miteinander verbindet, indem sie eine Brücke zwischen Assyriologie und Islamwissenschaft schlägt.

Für beide Fächer ist eine semitische Sprache von zentraler Bedeutung: Das Akkadische für die Assyriologie und das Arabische für die Islamwissenschaft.
Eine enge Verbindung besteht auch zu den anderen Fächern, die die Erforschung des Vorderen Orients hauptsächlich oder teilweise zum Gegenstand haben:

  • Jüdische Studien
  • Ägyptologie
  • Vorderasiatische Archäologie
  • Theologie
  • Geographie
  • Ethnologie

Berufsfelder

Semitistinnen und Semitisten finden Beschäftigung

  • in der Medienwirtschaft
  • in Kommunikations- und Übersetzungsagenturen
  • in Bildungs- und Beratungseinrichtungen für internationale Zusammenarbeit
  • im Bibliothekswesen
  • im Tourismus
  • an Hochschulen und Forschungsinstituten

Insights

In der Schulzeit habe ich irgendwann mein Interesse am Nahen Osten entdeckt. Da ich ohnehin schon immer sehr sprachinteressiert war, begann ich, Hebräisch und Arabisch zu lernen. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in Israel nach dem Abitur entschied ich mich dann für Semitistik, um mein sprachliches und kulturelles Interesse weiter zu verfolgen.

Jonathan Reich, 22, Semitistik, 5. Semester Bachelor

Kontakt