Philosophische FakultätSüdasienstudien

Die Südasienstudien in Heidelberg bieten den Studierenden ein in Europa einzigartiges Umfeld in welchem Geographie, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften mit historisch und philologisch ausgerichteten Kulturwissenschaften verknüpft werden. Neben Wissen zu sprachlichen und kulturellen Traditionen offeriert das Studium darüber hinaus eine breite Grundlage für gegenwartsorientierte, moderne Regionalstudien.

Das Studium der Südasienstudien ist interdisziplinär und praxisnah ausgerichtet. Ziel ist die Vermittlung sprachpraktischer, philologischer, kultur-, sozial-, wirtschafts- und naturwissenschaftlicher Inhalte. Die Südasienstudien beschäftigen sich mit den Ländern Bangladesch, Bhutan, Indien, den Malediven, Nepal, Pakistan und Sri Lanka. Aufgrund der engen sprachlichen und historischen Verbundenheit mit dem Südasiatischen Subkontinent sind angrenzende Kulturregionen wie Afghanistan oder Tibet und deren Sprachen ebenfalls Teil des Lehrprogramms.

Südasienstudien umfasst alle am Institut vertretenen Fächer: die Entwicklungsökonomie, Ethnologie, Neuere Sprachen und Literaturen, Kultur- und Religionsgeschichte (Klassische Indologie), Geschichte, Geographie und Politische Wissenschaft. Hinzu kommen die Lehrstühle für Buddhismus, Medienethnologie und Kunstgeschichte am Heidelberger Centrum für Transkulturelle Studien sowie von den Regierungen Indiens, Pakistans und Sri Lankas gestiftete Gastprofessuren.

Ein zentraler Fokus liegt auf der Vermittlung sprachlicher Kompetenz in Form von kleinen Intensivkursen der Sprachen Bengali, Dari, Hindi, klassisches Tibetisch, Nepali, Pali, Sanskrit, Singhalesisch, Tamil, tibetische Umgangssprache und Urdu.

Das 5. Semester verbringen Hauptfachstudierende in Südasien. Hier bieten sich den Studierenden zahlreiche Möglichkeiten das theoretische Wissen praktisch anzuwenden und neue Impulse für den weiteren, individuellen Studienverlauf zu bekommen.

Besonderheiten und Merkmale

Das Südasien-Institut unterhält Austauschprogramme mit zahlreichen südasiatischen Top-Universitäten – auch im Rahmen des ERASMUS-Programmes mit europäischen Universitäten (Edinburgh, Florenz, Kaunas, Leiden, Oslo, Paris, Torun, Triest, Warschau, Wien, Vilnius), welche einen Schwerpunkt zu Südasien anbieten – und ermöglicht seinen Studierenden dadurch weitere Möglichkeiten zur fachlichen und praxisnahen Vertiefung.

Regelmäßig bietet das Institut Summer Schools in verschiedenen südasiatischen Sprachen an und kooperiert mit anderen Summer Schools in Deutschland und Indien.

Die Bibliothek führt eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen über Südasien.

Forschung

Das Südasien-Institut ist das führende Zentrum für Südasienstudien in Europa und verfügt über ein aktives internationales Forschungsnetzwerk. Zusammen mit den Außenstellen in Neu-Delhi (Indien), Katmandu (Nepal) und Colombo (Sri Lanka) dient das Institut als ideale Plattform für interdisziplinäres angewandtes Lernen und Forschung.

Seit 1962 beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Institut mit den Ländern Südasiens. Die abteilungsspezifischen Forschungsschwerpunkte umfassen unter anderem die Bereiche:

  • Wachstum und Entwicklung
  • Medizinethnologie
  • Hochgebirgsforschung
  • Geographischen Entwicklungsforschung
  • Politische Ökologie
  • Landnutzungssysteme (inkl. GIS und Satellitenbildinterpretation)
  • Neuere Geschichte im Zeitraum von ca. 1500 bis zur unmittelbaren Gegenwart
  • gender-Forschung
  • Ethno-Indologie
  • Vergleichende Politikwissenschaft
  • Internationale Beziehungen Südasiens
  • Governance
  • Literatur der Moderne und frühen Neuzeit
  • Moderne Geistesgeschichte
  • Medien und Film

Berufsfelder

Südasienwissenschaftlerinnen und Südasienwissenschaftler finden Beschäftigung

  • in Verlagen
  • in Hörfunk- und Fernsehanstalten
  • in Kommunikations- und Übersetzungsagenturen
  • in Einrichtungen der Erwachsenenbildung
  • in der Unternehmensberatung
  • bei Wirtschaftsverbänden, die Kontakte ins Ausland pflegen
  • bei internationalen Organisationen (wie der UN oder der EU)
  • in der internationalen Zusammenarbeit (wie der GIZ)
  • bei humanitären Organisationen (wie Malteser oder dem Internationalen Roten Kreuz)
  • an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Think Tanks

Insights

Mein Interesse für Südasien und seine Sprachen wurde bei einem Freiwilligendienst im indischen Delhi geweckt. Für Heidelberg habe ich mich entschieden, weil es in dieser Form das einzige eigenständige Südasieninstitut in Deutschland und das Studium sehr breit und interdisziplinär angelegt ist.

Rebecca Hadank-Rauch, 22, Südasienstudien, 7. Semester Bachelor

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