Philosophische FakultätTranscultural Studies

Studierende des Masterstudienprogramms Transcultural Studies befassen sich mit kulturellen Austauschprozessen, Transformationen und Verflechtungen zwischen beziehungsweise in Asien und Europa. Der transregionale Ansatz der Transcultural Studies hinterfragt dabei die traditionellen Vorstellungen von Kulturen in ethnisch abgeschlossenen, sprachlich homogenen und territorial begrenzten Räumen.

Im Zentrum der Transcultural Studies stehen die Verflechtungen und Transformationen asiatischer sowie europäischer Kulturen in Geschichte und Gegenwart. Eurozentrische Erzählungen solcher Prozesse werden dabei kritisch hinterfragt. Die Masterstudierenden spezialisieren sich während des ersten Semesters in einem der drei inhaltlichen Schwerpunkte des Studiengangs „Knowledge, Belief and Religion“, „Society, Economy and Governance“ oder „Visual, Media and Material Culture“. Aus dieser Wahl ergibt sich der thematische Fokus des weiteren Studienverlaufs. 
 

Besonderheiten und Merkmale

Der englischsprachige, forschungsorientierte Studiengang ist vor allem interdisziplinär angelegt und kombiniert Fachkräfte aus verschiedenen regionalen und disziplinären Schwerpunkten aus Feldern der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Geografisch fokussieren die Transcultural Studies einerseits auf Europa, andererseits auf Asien, insbesondere auf Ost- (China, Japan, Korea) und Südasien (Indien). Der Studiengang vermittelt Theorien und Methoden aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, um kulturelle Austauschprozesse dieser Räume analysieren zu können. Die thematisch breit aufgestellten Seminare bieten dazu diverse Möglichkeiten. 

Studierende können im Rahmen des Mobilitätsfensters ein oder zwei Semester an einer Partner-Universität des Studiengangs verbringen. Dazu gehören neben einem Auslandsaufenthalt im Rahmen des ERASMUS-Programms Vereinbarungen mit den Universitäten Kyoto, Tokio, Seoul, Yale und weiterer chinesischer und indischer Partner. Des Weiteren haben Studierende der Transcultural Studies Zugang zu den Kooperationen anderer Heidelberger Forschungsinstitute mit süd- oder ostasiatischem Schwerpunkt.

Forschung

Dank einer hohen interdisziplinär arbeitenden Expertise verschiedener Disziplinen der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften weist das Heidelberg Centre for Transcultural Studies (HCTS) eine im Rahmen des transkulturellen Ansatzes und der Verflechtungen zwischen Asien und Europa breit gefasste Fülle an Forschungsthemen auf. Diese umfassen unter anderem Themenfelder aus den Bereichen der  

  • Buddhismusstudien (Fokus auf transkulturelle Dynamiken einer globalen Religion in Geschichte und Gegenwart) 
  • Kultur-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte (kulturelle Dimension von ökonomischem Verhalten, Auswirkung von wirtschaftlichen Bedingungen auf den Prozess kultureller (Trans-)Formation) 
  • Globalen Kunstgeschichte (dabei über ein national gedachtes Paradigma der Untersuchung visueller Praktiken hinausgehend) 
  • Ideengeschichte (mit einem Schwerpunkt auf die Wissensproduktion und -verbreitung im transkulturellen Kontext) 
  • Visuellen- und Medienethnologie (u.a. Hierarchien und Asymmetrien bei der Verbreitung von Darstellungen in Medien) 
  • Städteforschung 
  • Migrationsforschung 
  • Museumsstudien etc. 

Berufsfelder

Der Studiengang Transcultural Studies ist stark forschungsorientiert, bildet also vorrangig für eine Karriere im internationalen wissenschaftlichen Betrieb aus. Dementsprechend entscheiden sich viele Absolventinnen und Absolventen nach ihrem Abschluss für eine Promotion. Auch finden sie Beschäftigung in internationalen NGOs, Stiftungen, im Kunst- und Kulturbereich sowie in Marketing- und Personalabteilungen internationaler Firmen.

Insights

Ich studiere Transcultural Studies, weil es das Gebot der Stunde ist in der heutigen Welt, die sich beständig im Wandel befindet.

Radha Malkar, 23, Transcultural Studies, 1. Semester Master

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