Neuphilologische FakultätGermanistik im Kulturvergleich

Das Fach Germanistik im Kulturvergleich befasst sich mit der deutschen Sprache, Literatur und Kultur aus vergleichender und interkultureller Perspektive.

Das Studienfach bietet internationalen und deutschen Studierenden eine fundierte Ausbildung in der germanistischen Sprach- und/oder Literaturwissenschaft. Lehre und Forschung berücksichtigen dabei insbesondere sprach- und literaturvergleichende sowie interkulturelle Aspekte. Die fachwissenschaftlichen Kernfächer werden durch alternativ zu wählende berufsorientierende Anwendungsbereiche ergänzt: Didaktik des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache und Interkulturelle Kommunikation.

Besonderheiten und Merkmale

Das Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie (IDF) versteht sich als ein Institut mit einem besonderen kulturpolitischen Auftrag: Es bildet internationale und deutsche Studierende aus, die das Berufsziel haben, auf internationaler und nationaler Ebene die deutsche Sprache und Kultur zu vermitteln. Die Studienbedingungen sind daher durch ein hohes Maß an Internationalität gekennzeichnet.

Im Rahmen der internationalen Kooperationen und Partnerschaften des Instituts können Studierende erste Lehrerfahrungen im Bereich Deutsch als Fremdsprache sammeln.

Möglichkeiten eines Auslandsaufenthaltes bestehen außerdem im Rahmen der ERASMUS-Partnerschaften mit den Universitäten Turku, Lyon 2, Thessaloniki, Sassari, Macerata, Nijmegen, Bergen, Lund, Murcia, Barcelona, Prag, Adana, Ankara, Budapest, Pécs sowie mit der UCL School of European Languages, Culture & Society in London.

Die Lehre im Fachbereich Germanistik im Kulturvergleich ist eng mit den am Institut angesiedelten Forschungsprojekten verknüpft, wodurch Studierende einen Einblick in die Forschungstätigkeiten am Institut erhalten.

Forschung

Der Kern der sprachwissenschaftlichen Forschung liegt in den Gebieten der kognitiven Sprachtypologie, der vergleichenden Psycholinguistik und des Zweitspracherwerbs. Die Forschung ist interdisziplinär ausgerichtet; so gibt es gemeinsame Forschungsinitiativen beispielsweise mit Psychologen, Medizinern, Informatikern und Pädagogen.

Derzeit bestehen Projekte zu den Themengebieten:

  • Sprachtypologische Forschung zum Ausdruck von Raum- und Zeitkonzepten sowie zum Informationsaufbau
  • Ereigniskognition und sprachlicher Ausdruck unter sprachvergleichender Perspektive
  • Sprachverarbeitungsprozesse unter Einsatz experimenteller Methoden
  • Sprache im Alter (Kooperation mit NAR)
  • Zweitspracherwerb und Entwicklung von Sprachförderkonzepten

In der Literaturwissenschaft richten sich die Forschungsvorhaben auf interkulturell und komparatistisch relevante sowie auf sozialhistorische, mediengeschichtliche und kulturwissenschaftliche Felder.

Die Forschung konzentriert sich derzeit auf die Bereiche:

  • internationale Kinder- und Jugendliteratur
  • (Unterhaltungs-)Theater um 1800
  • deutsch-französische und deutsch-italienische Literaturbeziehungen
  • Literatur und Mentalitätsgeschichte
  • deutschsprachige Literatur seit 1945 im internationalen Kontext
  • wirklichkeitsbezogenes Erzählen

Berufsfelder

Spätere Berufsfelder sind (Lehr-)Tätigkeiten im Umfeld von Deutsch als Fremd- und Zweitsprache sowie die Vermittlung der deutschen Kultur im Ausland und in der Erwachsenenbildung. Die Abschlüsse qualifizieren die Absolventinnen und Absolventen außerdem für Tätigkeiten in international agierenden Unternehmen und Organisationen, sowie – im Falle der Masterstudiengänge – für eine wissenschaftliche Laufbahn in den Bereichen germanistische Linguistik und Literaturwissenschaft.

Insights

Ich studiere Germanistik im Kulturvergleich, weil ich ein großes Interesse an Sprache und Kultur habe. Geweckt wurde mein Interesse bereits in der Kindheit – lustigerweise durch meine Begeisterung für Fußball – und hat meine Neugier auf Deutschland verstärkt.

Yuan Liu, 23, Germanistik im Kulturvergleich, 2. Semester Master

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