Namen und Nachrichten
April 2026
ZuR honorarprofessorIN wurde bestellt
Prof. Dr. Ruth Ebach, Universität Lausanne, auf die W3-Professur „Alttestamentliche Theologie“ (Theologische Fakultät)
DIE BEZEICHNUNG „AUSSERPLANMÄSSIGE PROFESSORIN“ WURDE VERLIEHEN AN (FÜR DIE DAUER DER LEHRBEFUGNIS)
Priv.-Doz. Dr. Isabelle Ayx (Medizinische Fakultät Mannheim)
SENIORPROFESSUREN
Prof. Dr. Manfred Oeming, Theologische Fakultät
Theologisches Seminar
Laufzeit: 1. April 2026 bis 30. September 2027
Prof. Dr. Bernd Schneidmüller, Philosophische Fakultät
Historisches Seminar
Laufzeit: 1. April 2026 bis 31. März 2029 (Verlängerung)
ALEXANDER VON HUMBOLDT-STIFTUNG PREISTRÄGER / STIPENDIATEN AN DER UNIVERSITÄT HEIDELBERG
Dr. Leticia Dias Mattos (Kombinatorik), University of Illinois at Urbana-Champaign (USA)
Humboldt-Forschungsstipendium für Postdocs
Gastgeber: Prof. Dr. Felix Joos, Universität Heidelberg, Institut für Informatik
EHRUNGEN – AUSZEICHNUNGEN – ERNENNUNGEN
Rolf-Kentner-Dissertationspreis
Für ihre an der Ruperto Carola entstandene Doktorarbeit zur Rolle amerikanischer Unternehmen bei der Prägung des Verständnisses von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz ist die Heidelberger Historikerin Dr. Nicole Colaianni mit dem Rolf-Kentner-Dissertationspreis geehrt worden. Die mit einem Preisgeld von 1.000 Euro verbundene Auszeichnung wird jährlich vom Heidelberg Center for American Studies (HCA) der Universität Heidelberg vergeben. Nicole Colaianni studierte Geschichte und Anglistik an der Universität Heidelberg. Nach ihrem Staatsexamen im Jahr 2020 war sie Doktorandin im Graduiertenkolleg „Autorität und Vertrauen in der Amerikanischen Kultur, Gesellschaft, Geschichte und Politik“, das am HCA angesiedelt ist. Ihre Dissertation mit dem Titel „Obviously Bad for Business. The Role of the U.S. Private Sector in Conceptualizing Sexual Harassment in the Workplace, 1975–2017“ schloss sie 2024 ab. Derzeit forscht Dr. Colaianni am Historischen Seminar zu der Frage, wie die medizinische Versorgung in den USA seit dem späten 18. Jahrhundert finanziert und organisiert wurde. Die Veranstaltung zur Verleihung des Dissertationspreises hat am 23. April 2026 in den Räumlichkeiten des Heidelberg Center for American Studies stattgefunden.

Marie-Luise Jung-Preis
Als herausragende Masterabsolventin der Universität Heidelberg ist Franziska Gießler ausgezeichnet worden. Für ihr wissenschaftliches Potential im Hinblick auf ihre inzwischen begonnene Promotionsphase und eine anschließende Karriere in der akademischen Forschung erhielt sie den Marie-Luise Jung-Preis. Die von der Universität gemeinsam mit der Verfassten Studierendenschaft und dem Doktorandenkonvent initiierte Auszeichnung wird von der Fakultät für Biowissenschaften vergeben; der Preis erinnert an die bei einer Amoktat vor vier Jahren getötete Biologiestudentin, deren ausdrücklicher Wunsch es war, diesen Weg in die Wissenschaft an der Universität Heidelberg einzuschlagen. Preisträgerin Franziska Gießler studierte in Heidelberg Biochemie und arbeitet nun in Amsterdam an ihrer Doktorarbeit. Entscheidend für die Wahl der Preisträgerin waren neben Bestleistungen während ihres Studiums mit dem Schwerpunkt RNA-Nanotechnologie die besondere Qualität ihrer Masterarbeit, die Franziska Gießler am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH) in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Kerstin Göpfrich angefertigt hat. Der Marie-Luise Jung-Preis ist mit einem Preisgeld von 1.500 Euro verbunden. Die akademische Feier zur Verleihung des Preises hat am 21. April 2026 in der Aula der Alten Universität stattgefunden.

Vis Moot Courts in Hongkong und Wien
Das Team der Universität Heidelberg hat bei einem studentischen Rechtswettbewerb zu schiedsrechtlichen Fragen – dem 23. Vis East Moot in Hongkong – mehrere Auszeichnungen errungen. Die Heidelberger Studentinnen und Studenten Anna Louisa Hassel, Mira Lehmann, Lilli Petirsch, Noah Rosenbohm, Emma Sendler und Vladislava Serzhenko wurden in der Simulation eines fiktiven Falls für ihren Beklagtenschriftsatz mit dem ersten Platz ausgezeichnet; mit dem Klägerschriftsatz erreichten sie den zweiten Platz. Damit setzte sich das Team gegen mehr als 180 teilnehmende Universitäten aus aller Welt durch. Auch bei einem Wettbewerb in Wien (Österreich), dem 33. Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot, konnten die Jurastudierenden der Ruperto Carola Erfolge erzielen. Das Heidelberger Team qualifizierte sich als 17. Teilnehmerteam aus mehr als 400 studentischen Teams weltweit für die Round of 64, die sogenannte Ausscheidungsrunde. Den Erfolgen in Hongkong und Wien – die Wettbewerbe fanden vom 15. bis 22. März sowie vom 27. März bis 2. April 2026 statt – gingen zahlreiche starke Auftritte bei internationalen Vorbereitungswettbewerben voraus. Betreut wurde das Heidelberger Team von Moritz Böbel, Carolina Radke, Moritz Barth, Tobias Caspers und Elena Stegmann unter der akademischen Leitung von Prof. Dr. Christoph A. Kern, Prof. Dr. Thomas Pfeiffer und Prof. Dr. Marc-Philippe Weller vom Institut für ausländisches und internationales Privat- und Wirtschaftsrecht der Universität Heidelberg.
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
Der Heidelberger Molekularbiologie Prof. Dr. Henrik Kaessmann ist in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina gewählt worden. Die Mitgliedschaft in der Leopoldina gilt als eine der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen in Deutschland. Neue Mitglieder werden ausschließlich auf Nominierung durch bestehende Mitglieder aufgenommen. Die Auswahl erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren, das sich über etwa ein Jahr erstreckt. Henrik Kaessmann ist Forschungsgruppenleiter am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH). Er studierte Biologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Universität Uppsala in Schweden. Promoviert wurde er im Jahr 2001 an der Universität Leipzig mit einer Dissertation auf dem Gebiet der Evolutionsanthropologie. Es folgten Auslandsaufenthalte an der Universität Chicago (USA) sowie der Universität Lausanne (Schweiz), an der er von 2003 an zunächst als Assistenzprofessor und anschließend als ordentlicher Professor tätig war. 2015 folgte Henrik Kaessmann einem Ruf an die Universität Heidelberg. Am Zentrum für Molekulare Biologie leitet er die Forschungsgruppe Evolutionäre Genomik. Für seine bahnbrechenden wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der molekularen Evolutionsbiologie wurde Henrik Kaessmann bereits mit verschiedenen Preisen und Förderungen ausgezeichnet. Seine Wahl in die Leopoldina hat die Akademie im April 2026 bekanntgegeben.
