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Namen und Nachrichten

Dezember 2025

EINEN RUF NACH HEIDELBERG HABEN ANGENOMMEN

Dr. Felix Elling, Universität zu Kiel, auf die W3-Professur „Organische Umweltgeochemie“ (Fakultät für Chemie und Geowissenschaften)

Prof. Dr. Fabian Hauck, Ludwig-Maximilians-Universität München, auf die W3-Professur „Allgemeine Kinderheilkunde“ (Medizinische Fakultät Mannheim)

Priv.-Doz. Dr. Natascha Köstlin-Gille, Universitätsklinikum Tübingen, auf die W3-Stiftungsprofessur „Perinatale Immunologie“ der Else Kröner-Fresenius-Stiftung (Medizinische Fakultät Heidelberg)

Prof. Dr. Anja Leist, Universität Luxemburg, auf die W3-Professur „Gerontologie“ (Fakultät für Verhaltens- und Empirische Kulturwissenschaften)

Dr. James Peter Sáenz, TU Dresden, auf die W3-Professur „Molekularbiologie“ (Fakultät für Ingenieurwissenschaften)

Prof. Dr. Karina Yaniv, Weizmann Institute, Rehovot, auf die W3-Professur „Systemic AngioCardioScience“ (Medizinische Fakultät Mannheim)

DIE BEZEICHNUNG „AUSSERPLANMÄSSIGER PROFESSOR“ WURDE VERLIEHEN AN (FÜR DIE DAUER DER LEHRBEFUGNIS)

Priv.-Doz. Dr. Julia Blank (Medizinische Fakultät Mannheim)

Priv.-Doz. Dr. Matthias Jung (Medizinische Fakultät Heidelberg)

Priv.-Doz. Dr. Iris Plack (Neuphilologische Fakultät)

Priv.-Doz. Dr. Steffen Seyfried (Medizinische Fakultät Mannheim)

Priv.-Doz. Dr. Cornelis Martinus van Tilburg (Medizinische Fakultät Heidelberg)

Priv.-Doz. Dr. Tilman Walker (Medizinische Fakultät Heidelberg)

Priv.-Doz. Dr. Cleo-Aron Weis (Medizinische Fakultät Heidelberg)

EHRUNGEN – AUSZEICHNUNGEN – ERNENNUNGEN

Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis

Der Heidelberger Physiker Prof. Dr. Klaus Blaum wird mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Gewürdigt werden damit seine Arbeiten zu physikalischen Konstanten sowie Symmetrien der Natur, die auf Präzisionsmessungen mithilfe von Ionen in elektromagnetischen Fallen beruhen. Ziel seiner Arbeiten ist es, die Grenzen des Standardmodells der Teilchenphysik experimentell auszuloten. Klaus Blaum forscht als Direktor am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg und ist Honorarprofessor an der Fakultät für Physik und Astronomie der Universität Heidelberg. Die Auszeichnung – der wichtigste Forschungsförderpreis in Deutschland – ist mit einem Preisgeld von 2,5 Millionen Euro dotiert. Klaus Blaum studierte Physik an der Universität Mainz, an der er auch promoviert wurde. Als Postdoktorand wechselte er an das Europäische Kernforschungszentrum CERN in Genf (Schweiz). Im Jahr 2004 übernahm er die Leitung einer Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe an der Universität Mainz. Nach seiner Habilitation 2006 wurde der Wissenschaftler ein Jahr später als Direktor an das Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg berufen. Seit 2008 lehrt er als Honorarprofessor an der Universität Heidelberg. Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft verliehen. Pro Jahr können bis zu zehn Preise mit einer Preissumme von jeweils 2,5 Millionen Euro vergeben werden. Die Auszeichnungen des Jahres 2026 gehen an drei Preisträgerinnen und sieben Preisträger, unter ihnen Klaus Blaum. Er wurde von der Universität Heidelberg für den Preis vorgeschlagen. Ausgezeichnet wird auch Julia Mahamid, Ph.D., die als Strukturbiologin am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg forscht. Die Verleihung der aktuellen Preise findet am 18. März 2026 in Berlin statt; bekanntgegeben hat die DFG die Preisträger am 11. Dezember 2025.

Porträt Klaus Blaum

Lautenschläger-Forschungspreis, Lautenschläger-Forschungspreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs und Lautenschläger-Preis für das wissenschaftliche Lebenswerk

Als international herausragender Forscher auf dem Gebiet der Biowissenschaften, der sich insbesondere auch für die Entwicklung interdisziplinärer Netzwerke und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses eingesetzt hat, hat Prof. Dr. Jan Lohmann den Lautenschläger-Forschungspreis 2025 erhalten. Am Centre for Organismal Studies der Universität Heidelberg forscht er zur Stammzellbiologie von Pflanzen und ihrer Fähigkeit, sich selbst zu erneuern und zu regenerieren. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 250.000 Euro verbunden. Der Stifter des Preises und Ehrensenator der Ruperto Carola, Dr. h.c. Manfred Lautenschläger, vergibt außerdem einen Preis für herausragende Forscherinnen und Forscher in frühen Karrierestufen. Diese mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung ging an Privatdozent Dr. Dr. Lukas Bunse. Der Neurologe und Mediziner untersucht an der Medizinischen Fakultät Mannheim, wie das körpereigene Immunsystem zur Bekämpfung von Hirntumoren, insbesondere von Gliomen, eingesetzt werden kann. Erstmals wurde zudem der Lautenschläger-Preis für das wissenschaftliche Lebenswerk verliehen. Geehrt wurde damit der Theologe Prof. Dr. Dr. Michael Welker.

Der Lautenschläger-Forschungspreis wird alle zwei Jahre für besondere Leistungen in der Spitzenforschung vergeben. Die Auszeichnung wendet sich an Wissenschaftler der Universität Heidelberg sowie an Forscherinnen und Forscher aus dem In- und Ausland, die der Ruperto Carola durch Wissenschaftskooperationen in besonderer Weise verbunden sind. Im Jahr 2018 wurde erstmals der Forschungspreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs verliehen. Ausgezeichnet werden können Habilitandinnen und Habilitanden, Leiterinnen und Leiter von Nachwuchsgruppen oder Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren, die herausragende wissenschaftliche Leistungen und besonders innovative Forschungsansätze vorweisen können. Die festliche Veranstaltung zur Verleihung des höchstdotierten Forschungspreises eines privaten Stifters in Deutschland hat am 5. Dezember 2025 in der Aula der Alten Universität stattgefunden.

Hochschullehrer des Jahres

Unter schwierigsten Bedingungen setzt sich der Assyriologe Prof. Dr. Stefan Maul für die Erforschung und Sicherung des bedeutenden vorislamischen Kulturerbes im Irak ein. Dafür wird der Wissenschaftler, Altorientalist an der Universität Heidelberg, jetzt als „Hochschullehrer des Jahres 2026“ ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt der Deutsche Hochschulverband den außergewöhnlichen Einsatz von Prof. Maul für den Erhalt von Kulturgut in der antiken Stadt Ninive, der einstigen Hauptstadt des Assyrischen Reiches. Seit 2018 ist er maßgeblich an den dortigen Ausgrabungen beteiligt und leistet einen wichtigen Beitrag dazu, das Erbe Mesopotamiens für heutige Generationen zugänglich zu machen. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert. Stefan Maul studierte Assyriologie, Vorderasiatische Archäologie und Ägyptologie an der Universität Göttingen, an der er auch promoviert wurde. Seine Habilitation erfolgte an der Freien Universität Berlin. 1995 wurde er auf eine Professur für Assyriologie an die Universität Heidelberg berufen. Seit April 2025 forscht er als Seniorprofessor am Seminar für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients der Ruperto Carola. Der Deutsche Hochschulverband ist die Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland. Mit der Auszeichnung „Hochschullehrer/-in des Jahres“ würdigt er seit 2007 außergewöhnliches Engagement, das in herausragender Weise das Ansehen des Berufsstandes in der Öffentlichkeit fördert. Die Auszeichnung für Stefan Maul hat der Verband am 4. Dezember 2025 bekanntgegeben. Die Preisverleihung findet am 23. März 2026 in Berlin statt.

Porträt Stefan Maul

Rhodes Scholarship

Herausragende Studienleistungen und vielfältiges Engagement: Dafür wird die Heidelberger Studentin Marianne Riering mit dem renommierten Rhodes Scholarship ausgezeichnet. Das Stipendium gilt als eines der ältesten und bedeutendsten weltweit. Finanziert wird damit ein Postgraduiertenstudium an der University of Oxford (Großbritannien). Marianne Riering studiert derzeit im Masterstudiengang Molecular Biosciences an der Universität Heidelberg. In Oxford möchte sie ihre Promotion im Bereich der Krebsforschung beginnen. Marianne Riering hat ihr Bachelorstudium in Biowissenschaften an der Universität Heidelberg sowie am Karolinska Institut Stockholm (Schweden) absolviert. Im Rahmen ihres Masterstudiums an der Ruperto Carola war sie bereits für einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt zu Gast an der University of Oxford. Das Rhodes Scholarship ermöglicht seit 1903 herausragenden Studierenden aus aller Welt ein weiterführendes Studium an der University of Oxford. Das Stipendium deckt nicht nur die Studiengebühren, sondern auch die Lebenshaltungskosten für bis zu drei Jahre. Jährlich erhalten knapp 100 Studierende aus mehr als 20 Ländern diese Auszeichnung, darunter jeweils zwei aus Deutschland. Die Auszeichnung für Marianne Riering hat der Rhodes Trust im November 2025 bekanntgegeben.

Porträt Marianne Riering

DAAD-Preis für ausländische Studierende

Mit dem DAAD-Preis für ausländische Studierende ist Diana Zhunussova ausgezeichnet worden. Die Ehrung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro verbunden. Die vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) vergebene Auszeichnung würdigt neben bemerkenswerten akademischen Leistungen auch besonderes soziales Engagement. Die aus Kasachstan stammende Studentin der Geoarchäologie setzt sich intensiv für Chancengleichheit im Bildungssystem ein. Nach dem Schulabschluss führte Diana Zhunussovas Weg zunächst an das Internationale Studienkolleg der Universität Heidelberg. Zum Wintersemester 2017/2018 schrieb sie sich im Bachelorstudiengang Geographie an der Ruperto Carola ein. Es folgte das Masterstudium in der Geoarchäologie, das sie im Wintersemester 2025/2026 erfolgreich abschließen konnte. Studienaufenthalte führten sie an die Kyoto University (Japan), die Universität Warschau (Polen) und die National Taiwan University (Taiwan). Überreicht wurde ihr der Preis im Rahmen einer kleinen Feierstunde am 16. Dezember 2025 in der Alten Universität von Prof. Dr. Marc-Philippe Weller, Prorektor für Internationales und Diversität der Universität Heidelberg, und Dr. Alexander Au, Leiter des Dezernats Internationale Beziehungen der Ruperto Carola.

DAAD Preis 2025 Diana Zhunussova