Namen und Nachrichten
März 2026
EINEN RUF NACH HEIDELBERG HAT ANGENOMMEN
Prof. Dr. Ruth Ebach, Universität Lausanne, auf die W3-Professur „Alttestamentliche Theologie“ (Theologische Fakultät)
DIE BEZEICHNUNG „AUSSERPLANMÄSSIGER PROFESSOR“ WURDE VERLIEHEN AN (FÜR DIE DAUER DER LEHRBEFUGNIS)
Priv.-Doz. Dr. Ali Darwich (Medizinische Fakultät Mannheim)
Priv.-Doz. Dr. Markus Haun (Medizinische Fakultät Heidelberg)
Priv.-Doz. Dr. Ellen Krautkrämer (Medizinische Fakultät Heidelberg)
Priv.-Doz. Dr. Julius Moratin (Medizinische Fakultät Heidelberg)
Priv.-Doz. Dr. Stefaniya Ptashnyk (Neuphilologische Fakultät)
ALEXANDER VON HUMBOLDT-STIFTUNG PREISTRÄGER / STIPENDIATEN AN DER UNIVERSITÄT HEIDELBERG
Dr. Ranit Das (Elementarteilchenphysik), Rutgers University, New Brunswick (USA)
Humboldt-Forschungsstipendium für Postdocs
Gastgeber: Prof. Dr. Tilman Plehn, Universität Heidelberg, Institut für Theoretische Physik
Dr. Giulia Mingardi (Physik des Erdkörpers), École Normale Supérieure de Paris (Frankreich)
Humboldt-Forschungsstipendium für Postdocs
Gastgeberin: Prof. Dr. Lucie Tajčmanová, Universität Heidelberg, Institut für Geowissenschaften
Dr. Jonathan Zimmerman (Thermodynamik und Kinetik), Technion – Israel Institute of Technology, Haifa (Israel)
Humboldt-Forschungsstipendium für Postdocs
Gastgeber: Prof. Dr. Peer Fischer, Universität Heidelberg, Institute for Molecular Systems Engineering and Advanced Materials
Mitgliedschaft in akademien / EXPERTENGremien / FACHGESELLSCHAFTEN
Prof. Dr. Nina Jude, Institut für Bildungswissenschaft – Mitglied im Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD)
EHRUNGEN – AUSZEICHNUNGEN – ERNENNUNGEN
Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis
Mit Prof. Dr. Klaus Blaum hat ein herausragender Heidelberger Physiker den mit 2,5 Millionen Euro dotierten Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), den wichtigsten Forschungsförderpreis in Deutschland, erhalten. Gewürdigt werden damit seine Arbeiten zu physikalischen Konstanten sowie Symmetrien der Natur, die auf Präzisionsmessungen mithilfe von Ionen in elektromagnetischen Fallen beruhen. Sie eröffnen, so die DFG, „maßgebliche Einblicke in die quantenphysikalischen Grundlagen unserer Welt“. Klaus Blaum forscht als Direktor am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg und ist Honorarprofessor an der Fakultät für Physik und Astronomie der Universität Heidelberg. Die insgesamt zehn Auszeichnungen der DFG wurden am 18. März 2026 in Berlin übergeben; bekanntgegeben hat die DFG die Preisträger am 11. Dezember 2025.

Große Universitätsmedaille
Der langjährige Vorsitzende des Academic Advisory Council (AAC) der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Geoffrey Boulton, ist für seine hervorragenden Verdienste um die Ruperto Carola mit der Großen Universitätsmedaille geehrt worden. „Als herausragender akademischer Ratgeber hat Geoffrey Boulton die Entwicklung der Universität Heidelberg zwei Jahrzehnte nachhaltig unterstützt. Insbesondere hat der AAC von Anfang an die Universität in allen Runden des Exzellenzwettbewerbs des Bundes und der Länder beraten und begleitet. Dem Wissen und dem Engagement von Geoffrey Boulton hat die Ruperto Carola viel zu verdanken“, betonte Rektorin Prof. Dr. Frauke Melchior. Sie überreichte die Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde, mit der Geoffrey Boulton gleichzeitig aus dem AAC verabschiedet wurde. Geoffrey Boulton lehrte und forschte von 1986 bis 2008 als Professor für Geologie an der University of Edinburgh. Für sein wissenschaftliches Wirken wurde er vielfach ausgezeichnet; er erhielt mehrere Ehrendoktorwürden, darunter auch von der Fakultät für Chemie und Geowissenschaften der Universität Heidelberg. Er ist Mitglied der Royal Society of Edinburgh sowie der Royal Society, der nationalen Akademie der Wissenschaften des Vereinigten Königreichs. Zudem wirkte er in hochrangigen Beratungsgremien mit. Die Feierstunde zur Verleihung der Großen Universitätsmedaille an Geoffrey Boulton hat am 30. März 2026 in Heidelberg stattgefunden.

Wissenschaftspreis des Zonta Clubs Heidelberg
Für ihre herausragende, an der Universität Heidelberg entstandene Masterarbeit in der Chemie hat Lilliana Flórido Martins den mit 3.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis des Zonta Clubs Heidelberg erhalten. In ihrer Masterarbeit befasste sich Lilliana Flórido Martins mit der Entwicklung neuer Shape-Memory-Polymere. Dabei handelt es sich um druckbare Kunststoffe, die auf mikroskopischer Ebene ihre Form, Steifigkeit und Struktur in Folge bestimmter Außeneinwirkungen ändern und in ihre ursprüngliche Form zurückkehren können. Lilliana Flórido Martins studierte Chemie an der Universität Heidelberg. Ihr Masterstudium beendete sie im Dezember 2024. Aktuell forscht sie als Doktorandin in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Eva Blasco am Institute for Molecular Systems Engineering and Advanced Materials sowie am Exzellenzcluster 3D Matter Made to Order. Zonta International ist ein weltweiter Zusammenschluss von Frauen, die selbstständig oder in verantwortlicher Position tätig sind und das Ziel verfolgen, die rechtliche, politische, wirtschaftliche und berufliche Stellung der Frau zu stärken. Der Wissenschaftspreis des Zonta Clubs Heidelberg wird alle zwei Jahre gemeinsam mit der Ruperto Carola für eine herausragende Arbeit einer Studentin oder Doktorandin der Universität Heidelberg vergeben. Die Feierstunde zur Vergabe des diesjährigen Preises hat am 5. März 2026 in der Alten Universität stattgefunden.

Kommission für geschichtliche Landeskunde Baden-Württemberg
Der Heidelberger Historiker Prof. Dr. Jörg Peltzer ist für eine weitere fünfjährige Amtszeit in den Vorstand der Kommission für geschichtliche Landeskunde Baden-Württemberg berufen worden. Zentrales Anliegen der historischen Fachkommission ist es, die Geschichte, den Raum und die Bevölkerung Südwestdeutschlands zu erforschen und wissenschaftliche Arbeiten in diesem Bereich zu fördern. Zu den regelmäßigen Veröffentlichungen der Kommission zählen Quelleneditionen und biographische Nachschlagewerke; zudem veranstaltet sie wissenschaftliche Tagungen, Symposien und Konferenzen. Jörg Peltzer ist seit 2012 Professor für vergleichende Landesgeschichte in europäischer Perspektive mit dem Schwerpunkt Spätmittelalter an der Universität Heidelberg. Dem Vorstand der Kommission für geschichtliche Landeskunde gehört er seit 2021 an; seine zweite Amtszeit beginnt am 21. Februar 2026.
Weitere Heidelberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Kommission für geschichtliche Landeskunde Baden-Württemberg sind Prof. Dr. Barbara Beßlich (Germanistisches Seminar), Prof. Dr. Frank Engehausen (Historisches Seminar), Prof. Dr. Christian Hattenhauer (Institut für geschichtliche Rechtswissenschaft), Prof. Dr. Thomas Maissen (Historisches Seminar) und Prof. Dr. Bernd Schneidmüller (Historisches Seminar).
Thomas und Doris Ammann-Preis
Für seine wegweisenden Beiträge zur Erforschung kindlicher Hirntumoren hat der Heidelberger Wissenschaftler und Kinderonkologe Prof. Dr. Stefan Pfister den gleichnamigen Preis der Thomas und Doris Ammann Stiftung erhalten. Das Universitäts-Kinderspital Zürich (Schweiz) vergibt die mit 200.000 Schweizer Franken dotierte Auszeichnung für herausragende Leistungen in der pädiatrischen Neuroonkologie. Gewürdigt werden damit Prof. Pfisters Arbeiten zur Entwicklung neuer Diagnose- und Therapieverfahren. Stefan Pfister ist Abteilungsleiter am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), Professor an der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und einer der drei Direktoren des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg (KiTZ). Als Kinderonkologe ist er auch am Universitätsklinikum Heidelberg tätig. Mit seiner Forschung hat Prof. Pfister grundlegende neue Erkenntnisse zu den molekularen Eigenschaften von kindlichen Hirntumoren hervorgebracht, so das Universitäts-Kinderspital Zürich. Dazu gehört die Identifizierung mehrerer bislang unbekannter genetischer Veränderungen, die zur Entstehung verschiedener Hirntumorarten bei Kindern und Jugendlichen beitragen. Darunter sind Mutationen, die neue therapeutische Angriffspunkte eröffnen, ebenso wie genetische Veränderungen, die auf eine erbliche Krebsveranlagung hinweisen. Die Preisverleihung hat am 12. März 2026 in Zürich stattgefunden.

Große Universitätsmedaille
In Anerkennung ihres langjährigen ideellen und finanziellen Engagements für die Philosophische Fakultät der Ruperto Carola ist Dr. Dorothee Supp mit der Großen Universitätsmedaille ausgezeichnet worden. Gemeinsam mit ihrem im Jahr 2012 verstorbenen Bruder Dr. Martin Supp hat sie die Geschwister Supp-Stiftung ins Leben gerufen. Die Stiftung unterstützt wissenschaftliche Projekte an der Universität Heidelberg, insbesondere Promotionsvorhaben, die zu einer interkulturellen Verständigung in einer globalisierten Welt beitragen. Dazu zählen etwa Forschungsarbeiten zum Dialog zwischen europäischen und außereuropäischen Kulturen. „Die Geschwister Supp-Stiftung steht nicht nur für wichtige finanzielle Förderung. Sie steht auch für die Überzeugung, dass wissenschaftliche Erkenntnis und kulturelles Verständnis grundlegende Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben sind. Dafür steht auch die Universität Heidelberg: Wissenschaft als Raum der Begegnung, des Austauschs und der Verständigung“, betonte Rektorin Prof. Dr. Frauke Melchior anlässlich der Verleihung der Universitätsmedaille. Dorothee Supp studierte an der Universität Heidelberg und wurde hier auch promoviert. Anschließend wirkte sie jahrzehntelang als Gymnasiallehrerin für Englisch und Französisch. Nach ihrem Eintritt in den Ruhestand legte sie im Jahr 2005 mit ihrem Bruder Martin Supp – ebenfalls ein Alumnus der Ruperto Carola – den Grundstock für das Stiftungsvermögen der gemeinnützigen Geschwister Supp-Stiftung. Rektorin Melchior überreichte die Auszeichnung am 10. März 2026 im Rahmen eines kleinen Festakts in der Alten Universität.
Vorsitzender der Academic Advisory Council der Universität Heidelberg
Prof. Dr. Henrik C. Wegener ist neuer Vorsitzender des Academic Advisory Council (AAC) der Universität Heidelberg. Der renommierte Hochschulmanager und frühere Rektor der Universität Kopenhagen (Dänemark) wurde einstimmig in dieses Amt gewählt. Der weltweit anerkannte Forscher auf dem Gebiet der Epidemiologie von Zoonosen gehört dem AAC seit 2024 an. Das 15-köpfige Gremium mit internationaler Expertise berät das Rektorat der Ruperto Carola in strategischen Fragen der Hochschulentwicklung. Der Academic Advisory Council wurde im Jahr 2006 im Vorfeld der neu etablierten Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gegründet, um die Hochschule mit externer Expertise im Wettbewerb um den Titel Exzellenzuniversität zu unterstützen. Seitdem begleitet der AAC die Umsetzung der Zukunftsstrategie und berät das Rektorat in allen grundlegenden Fragen, die die Weiterentwicklung der Universität Heidelberg betreffen. Henrik C. Wegener – von 2017 bis 2025 Rektor der Universität Kopenhagen – ist Geschäftsführender Direktor der von der Novo Nordisk Foundation finanzierten Global Pathogen Analysis Platform. Als Professor für Zoonose-Epidemiologie lehrt und forscht er an der Technischen Universität Dänemark. Die Wahl von Henrik C. Wegener zum Vorsitzenden des AAC hat im Rahmen der Sitzung des Gremiums am 31. März 2026 in Heidelberg stattgefunden.
