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Transfer Digitales Ausstellungsprojekt: „Antike zum Anfassen“

Pressemitteilung Nr. 131/2025
25. November 2025

Virtual-Reality-Angebot ermöglicht spielerischen Zugang zu historischen Sammlungen der Universität Heidelberg – Vier Termine im Advent

Seit geraumer Zeit liegen sie im Verborgenen, nun rücken sie wieder ans Licht: Vier einzigartige Objekte aus den altertumswissenschaftlichen Sammlungen der Universität Heidelberg stehen im Zentrum des digitalen Ausstellungsprojekts „Antike zum Anfassen“. An den Adventssonntagen 2025 können Besucherinnen und Besucher mit einer Virtual-Reality-Brille im Foyer der Neuen Universität auf interaktive Spurensuche gehen und in einem virtuellen Museumsdepot spielerisch die vielschichtigen Geschichten dieser Artefakte erkunden, darunter das Innere eines Sarkophags. Die vier Veranstaltungen, zu denen das Heidelberg Zentrum Kulturelles Erbe (HCCH) der Ruperto Carola einlädt, bieten bereits einen Ausblick auf die Wiedereröffnung der realen Sammlungen im kommenden Jahr. Für die Teilnahme stehen einzelne Zeitslots zur Verfügung, eine Anmeldung im Voraus wird empfohlen.

Die vier Objekte des Ausstellungsprojektes stammen aus der Antikensammlung, der Uruk-Warka-Sammlung, der Ägyptischen Sammlung sowie der Papyrussammlung. Besucherinnen und Besucher sind an den vier Adventssonntagen eingeladen, Wissenschaft spielerisch zu erfahren. Sie begeben sich auf eine digitale Expedition zwischen vergessenen Kisten, Schubladen und Regalen. Durch das Lösen interaktiver Aufgaben und Rätsel rund um die Artefakte gelangen sie schließlich zu einem digitalen Zahlenschloss, dessen Öffnung einen exklusiven Ausblick auf die Wiedereröffnung der realen Sammlungen ermöglicht. Nach umfangreichen Bau- und Sanierungsarbeiten sollen diese vom Frühjahr 2026 an wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. „Unser Ausstellungsprojekt ist mehr als ein digitales Experiment. Es ist ein Vorgeschmack auf die spannenden Entdeckungsreisen, die die historischen Sammlungen künftig bieten werden“, betonen Kristina Sieckmeyer und Michaela Böttner, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am HCCH. Sie haben das Projekt gemeinsam konzipiert.

Die altertumswissenschaftlichen Sammlungen der Universität Heidelberg dienen der Forschung und Lehre und zählen jeweils zu den bedeutendsten ihrer Art. Mit ihrer Kombination aus Originalobjekten und Gipsabgüssen eröffnet die Antikensammlung einen Blick auf die Kulturen des Mittelmeerraums, der vom 3. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung bis in die römische Kaiserzeit reicht. Aus der einstigen antiken mesopotamischen Metropole Uruk im heutigen Irak stammen die archäologischen Fundstücke der Uruk-Warka-Sammlung, darunter Keramik, Siegel und zahlreiche Keilschrifttexte. Sie belegen die frühe Urbanisierung und Schriftentwicklung im Alten Orient. Einen ganz anderen kulturhistorischen Horizont erschließt die Ägyptische Sammlung, deren Objekte – von Relieffragmenten und Skulpturen über Mumienporträts bis zu Alltagsgegenständen – nahezu vier Jahrtausende der Geschichte Ägyptens widerspiegeln. Ergänzt wird dieses Spektrum durch die Papyrussammlung mit Papyri, Pergamenten und beschrifteten Tonscherben – sogenannten Ostraka – aus dem alten Ägypten.

Die digitale Spurensuche wird an den vier Adventssonntagen – am 30. November, 7., 14. und 21. Dezember – jeweils zwischen 14 und 19 Uhr angeboten. Die Anmeldung erfolgt online. Darüber hinaus steht an den Veranstaltungstagen jeweils ein Kontingent an frei verfügbaren Plätzen ohne vorherige Terminreservierung zur Verfügung. Eine Teilnahme wird ab zehn Jahren empfohlen.