Medizinische Fakultät MannheimTranslational Medical Research

Translationale Medizinische Forschung findet am Übergang zwischen Labor (Grundlagenforschung), Krankenbett (klinische Forschung und Patientenmanagement) und Gesundheitssystem statt und hat das Ziel, die Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten zu verbessern. Innovation, unternehmerisches Handeln und kommerzielle Anwendung spielen eine Schlüsselrolle in der erfolgreichen Translationalen Medizinischen Forschung.

Im Master Translational Medical Research (TMR) lernen Studierende, die Lücke zwischen der Forschung in den Lebenswissenschaften und der Anwendung in der Klinik mit einem wechselseitigen sich wiederholenden Prozess zu überbrücken. Dieser Prozess zielt darauf ab, neue Ansätze für die Diagnose und Therapie von Krankheiten zu entwerfen. Studierende lernen auch, wie die Bereiche Entrepreneurship und Innovation zu effektiver Translation beitragen. Somit bietet der Masterstudiengang eine hervorragende Basis für eine anschließende naturwissenschaftlich orientierte Promotionsphase und eine Karriere in der Wissenschaft.

Besonderheiten und Merkmale

Der Masterstudiengang Translational Medical Research bedient sich einer Mischung aus theoretischen und praktischen Inhalten wie Vorlesungen, Laborpraktika, Workshops und Selbststudiumseinheiten. Er kann eigenständig oder als Teil des International Master in Innovative Medicine (IMIM), ein Erasmus Mundus Joint Master Degree, der von der EU und der European Institute of Technology Health Sektion (EIT Health) unterstützt wird, studiert werden. Lokale und internationale Kontakte verbinden ihn mit leitenden Einrichtungen in Forschung, Lehre und Industrie und tragen maßgeblich zu einer diversen global engagierten medizinischen Forschungsgemeinschaft bei. Kooperierende Einrichtungen in der Rhein-Neckar Region sind beispielsweise das Zentrale Institut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und das Nationale Zentrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg, sowie das Karlsruhe Institute of Technology (KIT). Internationale Kooperationspartner sind u.a. die Uppsala Universitet (Schweden), die Rijksuniversiteit Groningen (Niederlande), die Universidade de Sao Paulo (Brasilien), die Pontificia Universidad Catolica de Chile (Chile), die Universidad de Antioquia (Kolumbien), die Universidad Nacional Autonoma de Mexico (Mexiko) and die Anhui Medical University (China). Durch seinen Fokus auf unternehmerischem Handeln (Entrepreneurship) und Innovation hat das Programm auch eine große Auswahl an Industriepartnern, die sich am Studienprogramm beteiligen.

Die Studierenden können ihre Masterarbeiten außer in Mannheim auch an anderen Universitäten und Forschungszentren in Deutschland, sowie in Frankreich, Spanien, der Schweiz, Großbritannien und den USA anfertigen.

Forschung

Translationale medizinische Forschung wird in vielen verschiedenen Instituten in Mannheim, Heidelberg und der Rhein-Neckar Region durchgeführt. Am Medizinischen Campus in Mannheim fokussiert sich die Forschung traditionell auf Onkologie, Vaskulärmedizin, Neurobiologie und Schmerzforschung, sowie auf Medizintechnologie. Das Heinrich Lanz Zentrum erleichtert die Verbindung zu klinischen Studien, während das Fraunhofer IPA Ingenieurswesen und Automatisierung mit medizinischer Diagnose und Therapie koppelt. Hinzu kommt das breite neurowissenschaftliche Forschungsspektrum des Zentralen Instituts für Seelische Gesundheit (ZI). Darüber hinaus bietet Heidelberg viele Forschungszentren wie das Nationale Zentrum für Tumorerkrankungen (NCT), das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), das Max Planck Institut für Medizinische Forschung, die Medizinische Fakultät Heidelberg, das Zentrum für Molekularbiologie Heidelberg (ZMBH) und das European Molecular Biology Laboratory (EMBL).

Berufsfelder

Die Relevanz von translationaler medizinischer Forschung ist bereits von vielen internationalen Forschungsorganisationen anerkannt und wiederholt von Forschungsinstitutionen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Europäischen Union und den National Institutes of Health (NIH), USA betont worden. 

Die Absolventinnen und Absolventen haben daher attraktive Karrierechancen, beispielsweise in 

  • Forschungszentren aus den Bereichen der molekularen und medizinischen Grundlagenforschung 
  • Interdisziplinären Comprehensive Cancer Centres 
  • Klinischen Studienzentren und Lehrkrankenhäusern 
  • Biotechnologischen und pharmazeutischen Unternehmen 
  • Ihren eigenen Start-Up Firmen

Insights

Um klinische Wissenschaftlerin zu werden, wählte ich als Ärztin das Translational-Medical-Research-Programm an der Universität Heidelberg wegen ihres Ansehens in der medizinischen Forschung.

Ana Sofía Ramírez García Luna, 26, Translational Medical Research, 2. Semester Master

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