Neuphilologische FakultätSpanisch/Iberoamerikanische Studien. Kontakt – Theorien und Methoden

Die Romanistik beschäftigt sich mit den romanischen Sprachen, Literaturen und Kulturen. Im Fach Spanisch liegt hierbei der Fokus auf dem hispanophonen Raum.

Die Romanistik beinhaltet die Forschung und Lehre auf dem Gebiet der romanischen Sprachen, Literaturen und Kulturen. Die wichtigsten romanischen Sprachen, deren gemeinsame Wurzel das Latein ist, sind Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Rumänisch, Okzitanisch, Katalanisch, Galicisch, Sardisch und Rätoromanisch. Beachtung finden auch die romanischen Sprachvarietäten, Literaturen und Kulturen außerhalb Europas, etwa in Lateinamerika, Kanada sowie Nord- und Westafrika. 

Das Fach Spanisch umfasst die drei Teilbereiche Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft. Flankiert werden diese wissenschaftlichen Teilgebiete von der sprachpraktischen Ausbildung, die in Heidelberg ausschließlich durch muttersprachliche Lehrende aus Spanien und Lateinamerika erfolgt.  

Besonderheiten und Merkmale

  • Erasmuskooperationen mit 14 spanischen Universitäten, Universitätskooperationen mit dem Colegio de México in Mexiko-Stadt und mit der Universidad de Chile in Santiago
  • Interdisziplinäre und internationale Forschungsvernetzung im Iberoamerika-Zentrum Heidelberg
  • Inner- wie außeruniversitäre Verknüpfung mit verschiedenen Forschungszentren, z.B. dem Europäischen Zentrum für Sprachwissenschaften (EZS)
  • Zahlreiche internationale Forschungskontakte, beispielsweise mit dem Departamento de Filología Española der Universidad de La Laguna (Tenerife); Beteiligung am internationalen Forschernetzwerk Plataforma hispanoalemana: Saberes humanísticos y formas de vida und am internationalen Projekt Sujeto e Institución Literaria en la Edad Moderna (angesiedelt in der Universidad de Córdoba, Spanien)
  • Beteiligung am Doktorandenkolleg Was ist Tradition?
  • Sonderforschungsbereich 933, Materiale Textkulturen, TP C09: Körperbeschriftungen: Text und Körper in den iberischen Literaturen der Vormoderne
  • Spezifische Lehrveranstaltungsformate 

Forschung

Die Forschungsschwerpunkte der Sprachwissenschaft sind: 

  • Sprachgeschichte, Sprachwandel und Sprachkontakte des Spanischen 
  • synchronische und diachronische Untersuchungen der Syntax, Semantik und Morphologie 
  • Variationslinguistik  
  • Historische Soziolinguistik und Pragmatik, Diskurslinguistik 
  • Sprachnormierung und Sprachkritik 
  • Evidentialität 

Die Literaturwissenschaft ist anthropologisch, poetologisch und komparatistisch ausgerichtet. Die Forschungsschwerpunkte (in Zusammenhang mit der Literaturgeschichte aller großen romanischen Sprachen) sind: 

  • Theater des 16./17. Jahrhunderts 
  • Spanischer Konzeptismus: Góngora, Gracián 
  • Cervantes 
  • Lateinamerikanischer Roman des 20. Jh. 
  • Literaturtheorie 
  • Hermeneutik und Dekonstruktion 
  • Grenzgänge zwischen Literatur und Philosophie 
  • Psychoanalyse und Literatur 
  • Figurative Erkenntnis 
  • Mittelalterliche Historiographie 
  • Novela sentimental (15. Jhd.) 
  • Der spanische Schelmenroman 
  • Koloniales Schrifttum (15. – 18. Jhd.) 
  • Theater Siglo de Oro 
  • Vormoderne Wissenschaft und Literatur 
  • Lateinamerikanische Erzählliteratur 1800 – Gegenwart 
  • Literatur und Subjektivität 
  • Literatur und Ideologie 

Berufsfelder

Absolventen und Absolventinnen des Fachs Spanisch finden Beschäftigung  

  • im Lehramt (Gymnasium) 
  • in Bildungs- und Beratungseinrichtungen 
  • an Hochschulen und Forschungsinstituten 
  • in Medienunternehmen 
  • in Kommunikations- und Übersetzungsagenturen 
  • in Verlagen 
  • im Tourismus 
  • und überall dort, wo vertiefte Kenntnisse der spanischen Sprache, Literatur und Kultur von Bedeutung sind 

Insights

Ich studiere Iberoamerikanische Studien, weil es mein Ziel ist, das Studium über Theorie und Methodologie im Anhang des Begriffs „Kontakt“ zu vertiefen. Die interdisziplinäre Perspektive des Studiums ermöglicht uns ein besseres Verständnis von der Komplexität der sprachlichen, kulturellen, geschichtlichen und aktuellen Phänomene.

Maria Celeste Montiel, 33, Iberoamerikanische Studien, 2. Semester Master

Kontakt