heiONLINE Screenwall WS 2020/2021

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Antworten auf die großen Fragen der Menschheit zu suchen und mit den Beteiligten in Politik und Gesellschaft in einen Diskussionsprozess über universitäre Forschung und ihre Ergebnisse einzutreten, sind wesentliche Aufgaben von Wissenschaft. Die Universität Heidelberg möchte auch in Zeiten der Corona-Pandemie mit digitalen Formaten diesen wichtigen Diskurs mit der Öffentlichkeit aufrechterhalten. Vortragsreihen als Videoangebote und Podcasts ersetzen nicht die persönliche Begegnung mit der Wissenschaft und ihren Vertretern, aber sie können wichtige Anregungen und Impulse geben. Bewusst richtet sich heiONLINE nicht allein an den Kreis von Expertinnen und Experten, sondern an eine breite Öffentlichkeit. Neben Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitern sind alle Interessierten herzlich willkommen.

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IM FOKUS: FREUND UND FEIND

Mit ihrem Konzept von Fokusthemen trägt die Universität Heidelberg zweimal jährlich gesellschaftlich relevante Forschungsfragen in unterschiedlichen Formaten an die breite Öffentlichkeit heran. Zu den Angeboten im Wintersemester 2020/2021 und Sommersemster 2021, die unter der Überschrift „Freund und Feind“ stehen, gehören unter anderem die Ruperto Carola Ringvorlesung sowie das Forschungsmagazin „Ruperto Carola“.


Ruperto Carola Ringvorlesung
Otto Meyerhof – Ein Wissenschaftlerleben zwischen Ruhm und Vertreibung

Aufzeichnungen der Vorträge wöchentlich abrufbar ab 31. Mai 2021

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RuCa Ringvorlesung Otto Meyerhof 1:1

Vor 100 Jahren wurde Otto Meyerhof (1884 bis 1951) der Nobelpreis für Medizin zugesprochen, der ihm im darauffolgenden Jahr 1922 für seine bahnbrechenden Arbeiten zum Glykogenstoffwechsel verliehen wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus verlor der Heidelberger Biochemiker seine Lehrbefugnis, musste angesichts immer schwieriger werdender Lebensbedingungen Deutschland verlassen und floh schließlich in die USA. Mit der Ruperto Carola Ringvorlesung „Otto Meyerhof – Ein Wissenschaftlerleben zwischen Ruhm und Vertreibung“ will die Universität Heidelberg an die Forscherpersönlichkeit erinnern und gleichzeitig das Thema Antisemitismus und Diskriminierung in historischer und aktueller Perspektive an eine breite Öffentlichkeit herantragen. Dazu werden im Sommersemester 2021 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen aus der Sicht ihrer Disziplin beitragen.

LAUTENSCHLÄGER-FORSCHUNGSPREIS

Der Lautenschläger-Forschungspreis – mit einer Dotierung von 250.000 Euro der höchstdotierte Forschungspreis eines privaten Stifters in Deutschland – wird alle zwei Jahre für besondere Leistungen in der Spitzenforschung vergeben. Ein zweiter mit 25.000 Euro ausgestatteter Preis, ebenfalls von Dr. h.c. Manfred Lautenschläger gestiftet, wendet sich an herausragende Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher. Die Verleihung der Preise 2020/2021 an die international renommierte Neurobiologin Prof. Dr. Hannah Monyer sowie Juniorprofessor Dr. Felix Joos vom Institut für Informatik der Universität Heidelberg wird im Livestream aus der Aula der Alten Universität übertragen.

Preisverleihung
Lautenschläger-Forschungspreis 2020/2021
Lautenschläger-Forschungspreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs 2020/2021

7. Mai 2021, 17.00 Uhr

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Lautenschläger Forschungspreis Symbolbild

Die Festveranstaltung anlässlich der Verleihung des Lautenschläger Forschungspreises eröffnet der Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Bernhard Eitel. Aus ihren Forschungsarbeiten berichten anschließend die Materialchemikerin Dr. Claudia Backes vom Physikalisch-Chemischen Institut – sie erhielt im Jahr 2018 den Preis für den wissenschaftlichen Nachwuchs – sowie Dr. Johannes Schemmel vom Kirchhoff-Institut für Physik. Er leitet die Arbeitsgruppe „Electronic Vision(s)“ des Experimentalphysikers Prof. Dr. Karlheinz Meier, der 2018 posthum mit dem Lautenschläger-Forschungspreis ausgezeichnet wurde. Es folgt ein Wissenschaftsgespräch, an dem neben den beiden aktuellen Preisträgern zwei weitere Wissenschaftler der Universität Heidelberg teilnehmen werden – der Neurophysiologe Prof. Dr. Andreas Draguhn als Laudator für Prof. Monyer und Prof. Dr. Johannes Walcher aus der Mathematischen Physik als Laudator für Prof. Joos. Die Veranstaltung schließt mit einer Ansprache von Manfred Lautenschläger, Preisstifter und Ehrensenator der Ruperto Carola.

Montagskonferenz

Seit mehr als 80 Jahren lädt das Institut für Übersetzen und Dolmetschen jedes Semester ein breites Publikum zur wöchentlichen „Montagskonferenz“ ein. Die Reihe widmet sich aktuellen gesellschaftlichen Themen, zu denen Experten aus dem In- und Ausland referieren. In diesem Semester steht die Frage „Kleine Idee – große Wirkung: Handeln für die Welt von morgen“ im Mittelpunkt. Als öffentliche Lehrveranstaltung verfolgt die „Montagskonferenz“ das Ziel, für die angehenden Konferenzdolmetscher des Instituts eine realistische Arbeitssituation zu schaffen.

Konferenz im Livestream
Kleine Idee – große Wirkung: Handeln für die Welt von morgen

Ab 19. April 2021, montags ab 16.00 Uhr c.t.

Videos

Montagskonferenz SoSe 2021

Wie entsteht und worin mündet gesellschaftliches Engagement? Die Montagskonferenz des Instituts für Übersetzen und Dolmetschen befasst sich im Sommersemester 2021 unter der Überschrift „Kleine Idee – große Wirkung: Handeln für die Welt von morgen“ mit der Frage, was das Individuum in der Gesellschaft oder für die Gesellschaft bewegen kann. Das Spektrum der Themen reicht vom Heidelberger Projekt Collegium Academicum über politischen Aktivismus in Brasilien bis hin zu Crowdfunding in Italien. Die Referenten sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachdisziplinen sowie Experten aus der Praxis.

wissenschaft.leben

Die vom Centre for Organismal Studies (COS) veranstaltete Reihe „wissenschaft.leben“ will mit Vorträgen und Podcasts Einblicke in die Grundlagenforschung an der Universität Heidelberg bieten. Neben verschiedenenen fachlichen Fragestellungen sollen dabei auch die Methodik des wissenschaftlichen Arbeitens und der Alltag eines Wissenschaftlers mit seinen besonderen Herausforderungen vorgestellt werden. Die Reihe ist Teil des Projekts „Bertalanffy at COS“, das seit 2012 von der Klaus Tschira Stiftung gefördert wird und mit einer Vorlesungsreihe für Schülerinnen und Schüler gestartet ist.

Podiumsdiskussion
Universität und Gesundheitsamt: Mit Tests gemeinsam gegen Corona

Am 22. April 2021 um 18.00 Uhr 

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Corona-Virus

Unter der Überschrift „Universität und Gesundheitsamt: Mit Tests gemeinsam gegen Corona“ bietet das Centre for Organismal Studies interessierten Bürgerinnen und Bürgern Einblicke in Fragen der Corona-Forschung und der Corona-Bekämpfung. Dabei geht es insbesondere um ein an der Universität entwickeltes Testverfahren zum Nachweis des Virus und die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis beim Gesundheitsschutz. In einer Podiumsdiskussion werden drei Experten über ihre Arbeit berichten und über aktuelle Herausforderungen diskutieren. Sie beantworten Bürger-Fragen, die im Vorfeld der Veranstaltung gesammelt wurden.

Podcast Heidelberg Center for American Studies

Das Heidelberg Center for American Studies (HCA) ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Heidelberg. An dem im Jahr 2003 gegründeten multidisziplinären Zentrum werden historische, kulturelle, wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entwicklungen in den USA erforscht und in verschiedenen Studiengängen interkulturell qualifizierte Amerikaexperten ausgebildet. . Das HCA fördert zudem den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit und trägt zur Schaffung und Stärkung transatlantischer Netzwerke bei.

Podcast
Quo Vadis USA?

Seit 30. April 2020, alle vierzehn Tage mittwochs

Podcast

heiONLINE: HCA-Podcast Quo Vadis USA

„Quo Vadis USA?“, der Podcast des HCA, nimmt alle vierzehn Tage aktuelle Herausforderungen für die amerikanische Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft in den Blick. Er bietet Wissenschaftler*innen und anderen USA-Expert*innen ein Forum, um diese Themen aus der Perspektive ihrer Disziplin zu diskutieren und ihre Forschungsergebnisse in die Öffentlichkeit zu tragen.

Neue Beiträge des Podcast werden jeweils mittwochs veröffentlicht und von Dr. Anja Schüler moderiert. Die Dateien im MP3-Format können online gestreamt oder heruntergeladen werden.

Marsilius kontrovers

Mit seinem Veranstaltungsformat „Marsilius kontrovers“ rückt das Marsilius-Kolleg gesellschaftlich relevante Fragen der interdisziplinären Forschung stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Die Veranstaltungen sollen ein Forum bieten, in dem Wissenschaftler/innen unterschiedliche Sichtweisen auf ein Thema verdeutlichen, Argumente austauschen und in einen Diskurs mit dem Publikum eintreten – sachlich, differenziert, aber durchaus kontrovers.​​

Podiumsdiskussion
Corona - Was wird sich ändern?

Am 27. Mai 2020 um 18:00 Uhr

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Podiumsdiskussion
Corona - Nachteile und Chancen für Kinder, Frauen und Familien

Am 30. Juni 2020 um 18:00 Uhr

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Podiumsdiskussion
Corona - Globale Zusammenarbeit in Zeiten von Pandemien

Am 29. Juli 2020 um 18 Uhr

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Marsilius Kolleg: Marsilius kontrovers – Corona - Nachteile und Chancen für Kinder, Frauen und Familien

In der öffentlichen Debatte wird die Corona-Epidemie oft als die größte Herausforderung seit dem 2. Weltkrieg bezeichnet. Wie viel und was wird sich mittel- und langfristig ändern – im Gesundheitswesen, in der Wirtschaft oder in unserm kulturellen Miteinander? Was wissen wir aus früheren Pandemien? Welche Risiken sind erkennbar und welche Chancen könnten aus der Krise erwachsen? In der Veranstaltung Marsilius kontrovers online diskutieren ein Epidemiologe, ein Politikwissenschaftler und eine Medizinhistorikerin über die Auswirkungen und die Bedeutung der aktuellen Krise.