Ruperto Carola Ringvorlesung Was Verschwörungstheorien anrichten und was wir dagegen tun können
22. Juni 2026
Verschwörungstheorien können mit menschenfeindlichen Vorstellungen wie Antisemitismus und Rassismus verknüpft sein. Sie können zu Radikalisierung und Gewalt führen und das Vertrauen in demokratische Institutionen und Prozesse beschädigen. Doch zum einen sind nicht alle Verschwörungstheorien gleichermaßen gefährlich, und zum anderen sollten auch problematische Verschwörungstheorien als Symptome für reale Sorgen und Nöte verstanden werden. Maßnahmen gegen Verschwörungstheorien sollten deshalb einerseits differenzieren und nicht in Alarmismus verfallen und andererseits nicht nur auf der Ebene der Verschwörungstheorien selbst, sondern auch bei deren Ursachen ansetzen.
Michael Butter
Michael Butter ist seit 2014 Professor für amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Tübingen. Er promovierte 2007 an der Universität Bonn und habilitierte sich 2012 an der Universität Freiburg. Er ist Autor von sechs Monografien: The Epitome of Evil: Hitler in American Fiction, 1939–2002 (New York: Palgrave, 2009), Plots, Designs, and Schemes: American Conspiracy Theories from the Puritans to the Present (Berlin/Boston: de Gruyter, 2014), Der »Washington-Code«: Zur Heroisierung amerikanischer Präsidenten, 1775–1865 (Göttingen: Wallstein, 2016), „Nichts ist, wie es scheint“: Über Verschwörungstheorien (Berlin: Suhrkamp, 2018), eine für ein breites Publikum bestimmte Einführung in Verschwörungstheorien, die ins Polnische, Portugiesische und Englische übersetzt wurde als The Nature of Conspiracy Theories (London: Polity, 2020), From Panem to the Pandemic: An Introduction to Cultural Studies (Tübingen: Narr, 2023), ein Lehrbuch für Studienanfänger, und Die Alarmierten: Was Verschwörungstheorien anrichten (Berlin: Suhrkamp, 2025).