Ruperto Carola Ringvorlesung Krise der Demokratie? Zeithistorische Schlaglichter auf eine (nicht nur) aktuelle Debatte
8. Juni 2026
Angesichts des Aufstiegs populistischer Bewegungen, der Wahlerfolge rechter Parteien und der abnehmenden Bindekraft klassischer Volksparteien ist seit geraumer Zeit von einer „Krise der Demokratie“ die Rede. Mehr noch als die wissenschaftliche Analyse prägen solche Diagnosen die Auseinandersetzungen in Politik, Gesellschaft und Medien, und das nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Ländern Europas und darüber hinaus. Der Vortrag beleuchtet diese Debatten aus einer zeithistorischen Perspektive und sucht sie historisch zu kontextualisieren. Wie neu ist das Reden von der „Krise der Demokratie“, und welche Befunde stecken dahinter?
Silke Mende
Silke Mende ist Professorin für Zeitgeschichte am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Ihre Forschungsinteressen liegen in der deutschen, französischen und westeuropäischen Geschichte des „langen 20. Jahrhunderts“, mit einem Schwerpunkt auf der Zeitgeschichte nach 1945. Aktuell steht die Demokratiegeschichte des zeitgenössischen Europas im Mittelpunkt.