Netzwerk Alternsforschung NAR-Seminar: Digital-gestützte Prävention im höheren Lebensalter – Ergebnisse der Studie SMART-AGE
- Date in the past
- Tuesday, 24 March 2026, 17:00 - 19:00
- Neue Universität, Hörsaal 13, Grabengasse 3-5, 69117 Heidelberg
- Moderation: Prof. Dr. Cornelia Wrzus, Universität Heidelberg, Netzwerk AlternsfoRschung
Wie digitale Technologien ältere Menschen dabei unterstützen, gesund, aktiv und sozial eingebunden zu bleiben, ist Thema einer öffentlichen Veranstaltung, zu der das Netzwerk AlternsfoRschung (NAR) der Universität Heidelberg einlädt. Auf dem Programm des NAR-Seminars stehen nach einem Grußwort von Bürgermeisterin Stefanie Jansen der Stadt Heidelberg drei Vorträge Heidelberger Forscher:innen, in denen die zentralen Ergebnisse der Studie SMART-AGE vorgestellt werden. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, sich an Infoständen zu Angeboten der Stadt Heidelberg rund um die Themen Digitalisierung, Pflege und Demenz zu informieren. Der Eintritt ist frei. Die Redebeiträge werden auch im Livestream übertragen. Dafür ist eine Anmeldung erforderlich.

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Neue Universität
Hörsaal 13
Grabengasse 3-5
69117 HeidelbergLive-stream
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Talk
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Online-Teilnahme
Für die Teilnahme am Livestream ist eine Anmeldung erforderlich an kontakt@nar.uni-heidelberg.de.
Programm
- Ab 16 Uhr | Infostände der Stadt Heidelberg
Netzwerk Demenz Heidelberg, Pflegestützpunkt Baden-Württemberg, Amt für Soziales und Senioren
- Ab 17 Uhr | Grußwort
Bürgermeisterin Stefanie Jansen (Stadt Heidelberg), Dezernentin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit
- Vortrag | Konzept und Ziele der Studie SMART-AGE – zentrale Ergebnisse
Prof. Dr. Jürgen M. Bauer, Prof. Dr. Hans- Werner Wahl und SMART-AGE-Konsortium
Im interdisziplinären Forschungsprojekt SMART-AGE haben Wissenschaftler:innen der Universität Heidelberg in Zusammenarbeit mit anderen Universitäten untersucht, inwiefern Menschen im höheren Lebensalter vom Einsatz digitaler Technologien profitieren können. Im Mittelpunkt stand die Wirkung studienspezifischer Apps zur Förderung sozialer Teilhabe, körperlicher Fitness und des Gesundheitsbewusstseins. An der kürzlich erfolgreich abgeschlossenen Hauptstudie nahmen insgesamt 649 Bürger:innen der Städte Heidelberg und Mannheim im Alter von 67 Jahren und älter teil. Im Rahmen der Studienteilnahme erhielten die Teilnehmer:innen sechs Monate lang Zugang zu den Apps. Vor Beginn, nach drei und nach sechs Monaten fanden umfangreiche Befragungen und Tests statt, um die Wirkung der Apps in unterschiedlichen Lebensqualitätsbereichen zu erfassen. Der Vortrag gibt vertiefende Einblicke in die unterschiedlichen Effekte der Nutzung dieser Technologien.
- Vortrag | Die SMART-AGE Apps: smartVERNETZT, KOKU und smartIMPULS
Dr. Katharina Gordt-Oesterwind, Verena Kölsch, Nicole Memmer und SMART-AGE-Konsortium
Im Rahmen der SMART-AGE Studie wurden die Apps smartVERNETZT, smartIMPULS und KOKU eingesetzt und wissenschaftlich begleitet. smartVERNETZT hatte zum Ziel, die soziale Vernetzung zu fördern und den Zugang zu lokalen Angeboten zu erleichtern. smartIMPULS sollte die Aufmerksamkeit für die eigene Gesundheit stärken und zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil durch gezielte Hinweise anregen. KOKU bot ein individuelles Kraft- und Gleichgewichtstraining, das selbstständig zuhause durchgeführt werden konnte. Die Studie untersuchte dabei Nutzung, Akzeptanz und Potenziale dieser Anwendungen zur Förderung von Teilhabe und Selbstständigkeit im Alter.
- Vortrag | Ethische Fragen der App-Nutzung und App-Nutzung im Alltag
David Hansen, Dr. Carl-Philipp Jansen und SMART-AGE-Konsortium
Durch Interviews mit Teilnehmer:innen der SMART-AGE-Studie wurde die bisher in der Forschung wenig beachtete ethische Relevanz von Designaspekten und einem relationalen Autonomiebegriff identifiziert. Diese Aspekte sollen diskutiert und eingeordnet werden, um zu einer Einschätzung zu gelangen, wie sie in der Entwicklung neuer Technologien berücksichtigt werden sollten. Darüber hinaus wird diskutiert, ob die vermehrte Nutzung von Apps zu einem aktiveren Lebensstil beitragen kann, oder ob die gesteigerte Nutzung nicht sogar zu einem inaktiveren, durch längeres Verweilen in der digitalen Welt gekennzeichneten Verhalten führen kann.