Transfer NAR-Seminar: Wie digitale Technologien Menschen im höheren Lebensalter unterstützen können
Pressemitteilung Nr. 20/2026
17. März 2026
Veranstaltung des Netzwerks AlternsfoRschung an der Universität Heidelberg
Wie digitale Technologien ältere Menschen dabei unterstützen können, gesund, aktiv und sozial eingebunden zu bleiben, ist Thema einer öffentlichen Veranstaltung des Netzwerks AlternsfoRschung (NAR) der Universität Heidelberg. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des NAR stellen dabei zentrale Ergebnisse des interdisziplinären Forschungsprojekts SMART-AGE vor. In einer repräsentativen Praxisstudie haben sie untersucht, welchen Nutzen Apps zur sozialen Vernetzung und zur Förderung eines gesundheitsbewussten Lebensstils bieten. Das NAR-Seminar mit dem Titel „Digital-gestützte Prävention im höheren Lebensalter“ findet am 24. März 2026 von 17 bis 19 Uhr statt. Veranstaltungsort ist der Hörsaal 13 der Neuen Universität. Bereits ab 16 Uhr besteht Gelegenheit, im Foyer Infostände der Stadt Heidelberg zu den Themen Digitalisierung, Pflege und Demenz zu besuchen.
Den Auftakt des NAR-Seminars bildet ein Vortrag des Mediziners Prof. Dr. Jürgen M. Bauer und des Psychologen Prof. Dr. Hans-Werner Wahl. Sie geben einen Überblick über die Konzeption und die Ergebnisse der SMART-AGE-Studie und zeigen, in welchen Bereichen digitale Technologien ältere Menschen tatsächlich unterstützen können – und wo hier die Grenzen liegen. Anschließend stellen die Physiotherapeutin Dr. Katharina Gordt-Oesterwind, die Psychologin Verena Kölsch und die Soziologin Nicole Memmer die drei im Projekt eingesetzten Apps vor: Sie sollen die soziale Vernetzung fördern und den Zugang zu lokalen Angeboten erleichtern, einen gesundheitsbewussten Lebensstil unterstützen sowie ein individuell angepasstes Kraft- und Gleichgewichtstraining ermöglichen.
In einem dritten Vortrag thematisiert der Medizinethiker David Hansen ethische Fragen rund um die Nutzung digitaler Anwendungen. Privatdozent Dr. Carl Philipp Jansen stellt als Sportwissenschaftler zudem die Ergebnisse einer Ergänzungsstudie zur App-Nutzung im Alltag vor. Das Publikum ist eingeladen, mitzudiskutieren. Die Veranstaltung wird moderiert von Prof. Dr. Cornelia Wrzus, Psychologin und geschäftsführende Direktorin des NAR. Ein einleitendes Grußwort spricht die Heidelberger Bürgermeisterin Stefanie Jansen.
An der kürzlich abgeschlossenen Hauptdatenerhebung der Studie SMART-AGE nahmen insgesamt knapp 650 Bürgerinnen und Bürger aus Heidelberg und Mannheim im Alter von 67 Jahren und älter teil. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten für einen Zeitraum von sechs Monaten Zugang zu studienspezifischen Apps. Um mögliche Effekte auf verschiedene Aspekte der Lebensqualität zu erfassen, wurden umfangreiche Befragungen und Tests durchgeführt. Die Carl-Zeiss-Stiftung hat das Projekt über einen Zeitraum von fünf Jahren gefördert.
Im Netzwerk AlternsfoRschung der Universität Heidelberg widmen sich Forscherinnen und Forscher aus den Geistes- und Naturwissenschaften sowie Expertinnen und Experten aus den Bereichen Medizin und Ökonomie verschiedenen Aspekten des Alterns. Die Teilnahme am NAR-Seminar „Digital-gestützte Prävention im höheren Lebensalter – Ergebnisse der SMART-AGE-Studie“ ist auch online möglich. Dafür ist eine Anmeldung per E-Mail an kontakt@nar.uni-heidelberg.de erforderlich.