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März 2026 Unispiegel digital

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Studierende, liebe ehemalige,

die Entscheidung der Exzellenzkommission ist gefallen: Die Universität Heidelberg hat ihren Status als Exzellenzuniversität überzeugend verteidigt. Wir sind stolz und glücklich darüber, dass wir diesen bedeutenden Erfolg für unsere Universität und den Wissenschaftsstandort Heidelberg errungen haben. Er ist das Ergebnis einer großartigen Gemeinschaftsleistung, an der zahlreiche Mitglieder aus allen Bereichen unserer Universität mit Begeisterung und Beharrlichkeit über einen langen Zeitraum mitgearbeitet haben. Ihnen allen und unseren Partnern in den Forschungseinrichtungen vor Ort und in der Region gilt unser tiefer Dank. Der heutige Meilenstein ist ohne das engagierte Zusammenwirken vieler Akteure nicht denkbar. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Universität Heidelberg, offen, engagiert – und wie wir es nun wiederum eindrucksvoll bestätigt bekommen haben – mit wissenschaftlicher Exzellenz.

Prof. Dr. Frauke Melchior
Rektorin

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Bekanntgabe der Entscheidung zur Exzellenzstrategie 2026

Im Fokus

Ambitionierte Klimapolitik sorgt für Reduzierung von CO2-Emissionen

Globale Anstrengungen gegen den Klimawandel in den vergangenen zwei Jahrzehnten haben dazu beigetragen, CO2-Emissionen in einem erheblichen Umfang zu reduzieren. Das zeigt eine neue Studie zu klimapolitischen Ansätzen, die Wissenschaftler aus Deutschland und Großbritannien, darunter Experten der Universität Heidelberg, federführend durchgeführt haben. Besonders effektiv waren danach Staaten, die ihre Maßnahmen zielgerichtet auf die größten Emissionsquellen wie Energieerzeugung und Verkehr ausgerichtet haben.

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Forschung

Psychologie-Studie: Was Hänschen lernt, kann auch Hans lernen

Jüngere wie ältere Erwachsene sind gleichermaßen in der Lage, sich neue sozio-emotionale Verhaltensweisen anzueignen. Das zeigt eine Studie der psychologischen Alternsforschung, die Forscherinnen und Forscher aus Deutschland und der Schweiz unter der Leitung von Wissenschaftlerinnen der Universitäten Heidelberg und Mannheim durchgeführt haben. Aus einer Persönlichkeitsintervention, mit der ein anderer Umgang mit Stress und herausfordernden sozialen Situationen trainiert wird, ziehen danach auch Menschen im höheren Alter ihren Nutzen.

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PM 11/2026 260217 Psychologie-Studie: Was Hänschen lernt, kann auch Hans lernen

Mit „Plume Chasing“ die Abgasemissionen von schweren Nutzfahrzeugen im laufenden Verkehr messen

Mit einem mobilen Messverfahren ist es möglich, Abgasemissionen von Fahrzeugen ohne Mitwirken der Fahrer im laufenden Verkehr zu überwachen. Ein von Umweltphysiker:innen der Universität Heidelberg geleitetes internationales Forschungsteam hat die als „Plume Chasing“ bezeichnete Methode in sechs europäischen Ländern erprobt und an fast 5.000 schweren Nutzfahrzeugen getestet. Ein Ergebnis: Nur wenige Fahrzeuge mit defekten oder manipulierten Abgasreinigungssystemen sind für einen großen Teil der Schadstoffemissionen verantwortlich. Die mobile Messmethode könnte Behörden künftig bei der Durchsetzung der von der Europäischen Union festgelegten Emissionsgrenzwerte helfen – und so einen Beitrag dazu leisten, die Luftqualität europaweit zu verbessern.

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Mobile exhaust gas testing

Forschungsförderung

Quellen zum NS-Völkermord an den Sinti und Roma in Europa

Eine groß angelegte digitale Edition führt Quellen zum nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma in Europa zusammen und macht sie für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich. Publiziert werden sollen rund 1.200 Dokumente – Schriftstücke aus dem Verwaltungs- und Verfolgungsapparat, ergänzt um Quellen aus der Perspektive der Opfer. Angesiedelt ist das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg. Für die Gesamtlaufzeit von neun Jahren stehen Fördermittel in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Vorhaben basiert maßgeblich auf der digitalen „Enzyklopädie des NS-Völkermordes an den Sinti und Roma in Europa“, die seit Juli 2020 ebenfalls an der Forschungsstelle entsteht.

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Asperg - Deportation von Sinti und Roma, Marsch über die Königstraße

DFG fördert Forschungsvorhaben in der galaktischen Archäologie

Um die Entstehungsgeschichte und das „Wachstum“ der Milchstraße mithilfe neuartiger Methoden der computergestützten Astrophysik zu rekonstruieren, erhalten Dr. Tobias Buck und Dr. William Oliver eine Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die beiden Wissenschaftler forschen am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen und am Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg auf dem Gebiet der galaktischen Archäologie. Im Rahmen des neuen Projekts wollen sie Algorithmen entwickeln, die die Daten aus großen Himmelsdurchmusterungen wesentlich genauer als bisher abbilden können, um so Rückschlüsse auf die Entwicklung der Milchstraße zu ziehen. Die DFG fördert die Forschungsarbeiten für einen Zeitraum von drei Jahren mit rund 950.000 Euro.

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DFG Funds Research Project in Galactic Archaeology

ERC-Förderung für Hellmut Augustin und Michael Platten 

Um das Anwendungspotential ihrer Forschungsergebnisse zu erschließen, erhalten zwei Heidelberger Wissenschaftler eine Proof-of-Concept-Förderung des Europäischen Forschungsrates (ERC) in Höhe von jeweils 150.000 Euro. Prof. Dr. Hellmut Augustin arbeitet an neuartigen Maus-Tumormodellen für die Krebsforschung, die eine bessere Übertragbarkeit präklinischer Ergebnisse gewährleisten sollen. Mit dem Ziel, die aufwendige Herstellung therapeutischer T-Zellen für die Immuntherapie zu beschleunigen, wird Prof. Dr. Michael Platten einen KI-gesteuerten Klassifikator weiterentwickeln. Die beiden Wissenschaftler – Mitglieder der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg – forschen dazu am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). 

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Collage Portrait Hellmut Augustin und Michael Platten

Dissertation mit großer Relevanz für die Umweltforschung

Für hervorragende Forschungsleistungen mit großer Relevanz für die Umweltforschung ist die Physikerin Dr. Eva-Marie Metz mit dem Umweltpreis der Viktor und Sigrid Dulger Stiftung ausgezeichnet worden. Das Heidelberg Center for the Environment (HCE), das umweltwissenschaftliche Forschungszentrum der Universität Heidelberg, würdigt damit ihre Dissertation zur komplexen Dynamik von Treibhausgasen in der Atmosphäre. Die Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Schwankungen im Kohlendioxidhaushalt der Erde und kann so die Grundlage für präzisere Klimamodelle bilden, so die Begründung des HCE für die Vergabe des mit 10.000 Euro dotierten Preises an Dr. Metz. 

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Awardee Dr Eva-Marie Metz participated in the ceremony from the United States.

Transfer

NXTGN Startup Factory erfolgreich in internationalem Ranking 

Die NXTGN Startup Factory ist der am höchsten bewertete Neueinsteiger Deutschlands im Financial Times Ranking „Europe’s Leading Start-up Hubs 2026“. Die Factory belegt im europäischen Technologie-Segment Platz zwei und in der Gesamtwertung Platz 13. Als Innovationsplattform zählt der strategische Verbund baden-württembergischer Hochschulen und privatwirtschaftlicher Partner unter maßgeblicher Beteiligung der Universität Heidelberg zu den führenden Gründungszentren in Europa.

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Group picture NXTGN Startup Factory

Studium

Alles oder Nichts – Jurastudent Lennart Sass kämpft auf Weltklasseniveau

Als Jugendlicher verlor Lennart Sass sein Augenlicht – heute trainiert der Heidelberger Jurastudent am Olympiastützpunkt Rhein-Neckar und gehört zur Weltelite im Paralympischen Judo: Europameister, Paralympics-Medaillengewinner, Kämpfer mit unbändigem Ehrgeiz. Mit derselben Entschlossenheit, die ihn in seiner sportlichen Karriere vorangebracht hat, bereitet er sich nun auf das erste juristische Staatsexamen vor.

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Porträt Lennart Sass

Zonta-Preis für herausragende Masterarbeit in der Chemie

Für ihre herausragende, an der Universität Heidelberg entstandene Masterarbeit in der Chemie hat Lilliana Flórido Martins den mit 3.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis des Zonta Clubs Heidelberg erhalten. Die Präsidentin des Clubs, Dr. Monika Mölders-Felgenhauer, überreichte die Auszeichnung, die in Kooperation mit der Ruperto Carola vergeben wird. An der kleinen Feierstunde anlässlich der Preisverleihung nahmen auch der Prorektor für Internationales und Diversität der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Marc-Philippe Weller, sowie der Studiendekan der Fakultät für Chemie und Geowissenschaften, Prof. Dr. Milan Kivala, teil.

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m260305 Wissenschaftspreis für herausragende Masterarbeit in der Chemie

Auf dem Campus

„Wissen, das schützt“: Aktionsmonat zur Darmkrebsvorsorge

Früherkennung kann Leben retten: Im Darmkrebsmonat März lädt Univital, das Gesundheitsmanagement der Universität Heidelberg, dazu ein, sich mit Präventionsangeboten auseinanderzusetzen. Studierende und Beschäftigte haben die Möglichkeit, an einer digitalen Risikoeinschätzung mit persönlichen Handlungsempfehlungen zu Vorsorge und Beratung teilzunehmen. Zudem informiert der Heidelberger Mediziner Prof. Dr. Ronald Koschny in einem Online-Vortrag über den Ablauf einer Koloskopie und erklärt, für wen eine Darmspiegelung sinnvoll ist. Der englischsprachige Vortrag wird am Mittwoch, 18. März, um 11.30 Uhr digital übertragen. 

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„Wissen, das schützt“: Univital startet Aktionsmonat zur Darmkrebsvorsorge

VERANSTALTUNGSTIPPS

Kunstwerk „mare nostrum“: Reflexionen zu Flucht und Migration

Mit einem Kunstwerk zu Flucht und Migration haben sich Studierende aus aller Welt am Internationalen Studienzentrum der Universität Heidelberg auseinandergesetzt. Ihre Reflexionen zur Installation „mare nostrum“ des Heidelberger Künstlers Markus Kaesler sind in Gedichte und Kurztexte eingeflossen. Ihre Eindrücke und Gedanken, die sie in deutscher Sprache zu Papier gebracht haben, stellen die Studentinnen und Studenten am 12. März 2026 im Rahmen einer interaktiven Lesung vor. Die Veranstaltung, bei der auch der Künstler anwesend sein wird, ist Teil der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Heidelberg. Sie findet im Max-Weber-Haus, Ziegelhäuser Landstraße 17, statt und beginnt um 18 Uhr.

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Detailaufnahme des Kunstwerks „mare nostrum“

Eröffnung des neuen Hörsaal- und Lernzentrums audiMAX

Die Universität lädt alle ihre Mitglieder zur feierlichen Eröffnung des neuen Hörsaal- und Lernzentrums audiMAX auf dem Campus Im Neuenheimer Feld ein. Der von der Klaus Tschira Stiftung errichtete Gebäudekomplex setzt ein Zeichen für modernes, zukunftsorientiertes Lehren und Lernen. Er bietet Raum für die audiMAX-Bibliothek, große Lehrveranstaltungen, flexible Lernformate und Begegnungen über Fächergrenzen hinweg. Unter dem Titel heiCOLLECTIONS werden im Foyer des Gebäudes zudem Wechselausstellungen – analog und digital – Einblicke in die universitären Sammlungen und Museen geben. Die feierliche Eröffnung findet am Donnerstag, 16. April 2026, um 17 Uhr statt.

audiMAX Visualisierung Architekten Bernhardt + Partner

Universität lädt zu Vergabe des Marie-Luise Jung-Preises

Als herausragende Masterabsolventin der Universität Heidelberg wird Franziska Gießler mit dem diesjährigen Marie-Luise Jung-Preis gewürdigt. Die von der Universität gemeinsam mit der Verfassten Studierendenschaft und dem Doktorandenkonvent initiierte Auszeichnung wird von der Fakultät für Biowissenschaften verliehen; sie erinnert an die bei einer Amoktat vor vier Jahren getötete Biologiestudentin, deren ausdrücklicher Wunsch es war, einen Weg in die Wissenschaft an der Universität Heidelberg einzuschlagen. Die akademische Feier zur Preisverleihung findet am Dienstag, 21. April 2026, in der Aula der Alten Universität, Grabengasse 1, statt. Beginn ist um 18.30 Uhr.

Marie-Luise Jung-Preis