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Trauer um Heidelberger Gerontologin Ursula Lehr

Im Alter von 91 Jahren ist am 25. April 2022 Alumna Prof. Dr. Ursula Lehr gestorben, die die Alternsforschung als Disziplin in Deutschland etabliert hat. 1986 übernahm Ursula Lehr, die von 1988 bis 1991 als Ministerin der Bundesregierung angehörte, in Heidelberg den ersten deutschen Lehrstuhl für Alternsforschung, aus dem das Institut für Gerontologie (IfG) als deutschlandweit erste derartige Einrichtung hervorging.

Als Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit weitete Ursula Lehr die Seniorenpolitik aus und initiierte 1989 den ersten Altenbericht der Bundesregierung, bevor sie 1991 mit dem Ausscheiden aus dem Ministeramt an die Ruperto Carola zurückkehrte, wo sie 1998 emeritiert wurde. Neben der Leitung des Gerontologischen Instituts war sie von 1995 bis 1998 Akademische Direktorin des Deutschen Zentrums für Alternsforschung, das bis 2005 an der Ruperto Carola bestand.

„Ursula Lehr hat die internationale Alternsforschung als exzellente, ungemein innovative Forscherin wie kaum eine andere Wissenschaftlerin, wie kaum ein anderer Wissenschaftler geprägt“, sagt Prof. Dr. Andreas Kruse, als langjähriger Direktor des Instituts für Gerontologie Ursula Lehrs Nachfolger. „Als hochgeschätzte akademische Lehrerin gelang es ihr immer wieder, Studentinnen und Studenten für ihre Disziplin zu begeistern. Und sie war eine zutiefst humane Person, die sich auch von den ganz praktischen Anliegen und Sorgen alter Menschen berühren ließ.“ In einem Interview in den „Heidelberger Profilen“ aus dem Jahr 2017 berichtet Ursula Lehr unter anderem über ihre Zeit an der Universität Heidelberg und ihren Werdegang.

Porträt Ursula Lehr