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hei_onlineVortrag: Chronische Schmerzen

Pressemitteilung Nr. 12/2022
3. Februar 2022

Veranstaltung in der Reihe „Überlebensstrategien“ am 10. Februar 2022

Wie sich chronische Schmerzen auf soziale Beziehungen auswirken und warum seelische Belastungen körperlichen Schmerz verursachen können sind Fragen, denen die nächste Veranstaltung in der Reihe „Überlebensstrategien“ nachgehen wird. Dazu sprechen Prof. Dr. Beate Ditzen und Prof. Dr. Jonas Tesarz vom Universitätsklinikum Heidelberg. Eine Einführung in das Thema Schmerzforschung gibt Prof. Dr. Rohini Kuner, Wissenschaftlerin am Pharmakologischen Institut und Sprecherin des Sonderforschungsbereiches 1158 „Von der Nozizeption zum chronischen Schmerz: Struktur-Funktions-Merkmale neuraler Bahnen und deren Reorganisation“. Der SFB 1158 ist einer von 13 Sonderforschungsbereichen an der Universität Heidelberg, in denen zentrale Fragen der molekularen Lebenswissenschaften bearbeitet werden. Diese großen Forschungsverbünde präsentieren sich seit 2018 in der Veranstaltungsreihe „Überlebensstrategien“, die aktuell ein gemeinsames Projekt mit dem Rhein-Neckar-Fernsehen (RNF) ist. Die Veranstaltung „Chronische Schmerzen“ mit Kurzvorträgen und anschließendem Publikumsgespräch findet am 10. Februar 2022 im Karlstorbahnhof statt. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr.

Plakat Überlebensstrategien Runde 12

Im SFB 1158 „Von der Nozizeption zum chronischen Schmerz: Struktur-Funktions-Merkmale neuraler Bahnen und deren Reorganisation“ untersuchen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie aus akut-physiologischen Schmerzen chronisch-pathologische Schmerzen werden und wie sich dieser Übergang möglicherweise verhindern oder gar umkehren lässt. Prof. Kuner wird in die Thematik des Sonderforschungsbereiches einführen. Aus ihrer Arbeit mit Paaren in der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz berichtet Prof. Ditzen. Vor dem Hintergrund biopsychologischer Grundlagenforschung zeigt sie auf, wie sich chronische Schmerzen auf das soziale Umfeld der Betroffenen, insbesondere auf die Familie, auswirken. Zum komplexen Wechselspiel zwischen chronischen Schmerzen und psychischen Traumata spricht Prof. Tesarz. In seinem Vortrag wird er der Frage nachgehen, warum psychische Belastungen mit körperlichen Schmerzen verbunden sind und welche Ansätze sich daraus für die Behandlung ergeben können. Durch die Veranstaltung mit den Heidelberger Wissenschaftlern – auch Beate Ditzen und Jonas Tesarz forschen am SFB 1158 – führt als Moderator der Journalist Dr. Micha Hörnle.

Sonderforschungsbereiche sind Forschungsverbünde, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden und sich aus 15 bis 20 Arbeitsgruppen zusammensetzen. Während SFBs in der Regel an einer Universität angesiedelt sind, verteilen sich die SFB/Transregio-Verbünde auf zwei oder drei Standorte. Projekte, die innerhalb eines Sonderforschungsbereichs gefördert werden, behandeln eine übergreifende Fragestellung der Grundlagenforschung aus unterschiedlichen Perspektiven und mit unterschiedlichen Techniken über einen Zeitraum von bis zu zwölf Jahren. Derzeit gibt es 13 dieser Forschungsverbünde an der Universität Heidelberg, an denen speziell zu Fragestellungen der molekularen Lebenswissenschaften geforscht wird.

Für die in Präsenz durchgeführte Veranstaltung „Chronische Schmerzen“ steht eine begrenzte Anzahl von Plätzen zur Verfügung. Anmeldungen sind per Mail zu richten an veranstaltungen@rektorat.uni-heidelberg.de. Die Präsenzveranstaltungen werden auf der Basis der jeweils aktuellen Corona-Verordnungen durchgeführt. Zurzeit gilt am Veranstaltungsort Karlstorbahnhof 2G+ mit FFP2-Maskenpflicht. Die aktuellen Beiträge in der Reihe „Überlebensstrategien“ werden aufgezeichnet, vom RNF ausgestrahlt und sind abrufbar über heiONLINE – das zentrale Portal der Ruperto Carola mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Veranstaltungen in digitalen Formaten.