Medizinische Fakultät HeidelbergInterprofessionelle Gesundheitsversorgung

Ausbildung und Studium miteinander kombinieren – Studierende des Fachs Interprofessionelle Gesundheitsversorgung ergänzen ihr berufliches Wissen durch wissenschaftliche Grundlagen. Dabei erlernen und erfahren sie berufsübergreifendes Denken und Handeln, um in unserem heutigen komplexen Gesundheitssystem die bestmögliche Versorgung für Patienten zu gewährleisten.

Studierende des Fachs Interprofessionelle Gesundheitsversorgung kombinieren die Ausbildung in einem von ihnen gewählten Gesundheitsberuf (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege/Kinderkrankenpflege, Hebammenwesen, Logopädie, Medizinisch-Technische Laboratoriums- oder Radiologieassistenz, Physiotherapie, Orthoptik) mit wissenschaftlichen Grundlagen. Dieser Studiengang richtet sich an alle, die gesundheitswissenschaftliche Grundlagen, praktische Handlungskompetenz und kritisches Urteilsvermögen im berufsübergreifenden Austausch erwerben möchten. Dies ist notwendig für eine patientenorientierte und effiziente Gesundheitsversorgung der Bevölkerung.

Besonderheiten und Merkmale

Zwei Abschlüsse: Das Studium wird von der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg in Kooperation mit der Akademie für Gesundheitsberufe gGmbH und der Physiotherapieschule der Universität Mannheim durchgeführt. Die Absolventinnen und Absolventen erhalten dadurch einen staatlichen Abschluss in einem Gesundheitsberuf, der zur beruflichen Tätigkeit qualifiziert, und einen Bachelor of Science. Den zweiten wichtigen Aspekt des Studiums, neben der Verknüpfung von Theorie und Praxis, bilden die interprofessionell angelegten Lehrveranstaltungen. Die Studierenden lernen hier gemeinsam mit, von und übereinander. Zudem werden einzelne Lehrveranstaltungen mit Studierenden der Human- und/oder Zahnmedizin durchgeführt. Dies fördert die Kommunikation und die zukünftige patientenzentrierte Zusammenarbeit im Berufsalltag.

Voraussetzung für die Bewerbung ist ein Ausbildungsplatz an einer kooperierenden Berufsfachschule. Bei abgeschlossener dreijähriger Ausbildung in einem Gesundheitsberuf besteht die Möglichkeit direkt in das sechste Fachsemester einzusteigen. Neben dem Studium kann die Berufstätigkeit mit einem Stellenanteil von ca. 25 - 40% fortgeführt werden. Wird aus beruflichen oder privaten Gründen eine größere Flexibilität benötigt, besteht auch die Möglichkeit das Studium nach dem Quereinstieg in Teilzeit zu absolvieren.

Forschung

Der zunehmende Bedarf professionsspezifische Fragestellungen in den Gesundheitsberufen wissenschaftlich zu bearbeiten sowie die Zunahme an Studiengängen führt dazu, dass der noch recht junge Bereich der Forschung im Bereich der Gesundheitsberufe rasant zunimmt. Aktuelle Forschungsbereiche in Heidelberg richten sich an Fragestellungen der klinischen Versorgung (Nutzen und Wirksamkeit professionsspezifischer Interventionen), der aktuellen und zukünftigen Aufgabenverteilung in den Gesundheitsberufen (Übertragung heilkundlicher Tätigkeiten) sowie der Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Instrumenten zur Erfassung interprofessioneller Kompetenzen im Bereich der Lehre und der Versorgung.

Berufsfelder

Der Studiengang ermöglicht den Einstieg in einen Gesundheitsberuf sowie die Möglichkeit, einen akademischen Karriereweg einzuschlagen: Der Abschluss qualifiziert Studierende für vielfältige Tätigkeiten in ihrem gewählten Berufsfeld der klinischen Praxis (Praxen, ambulante Dienste, stationärer Bereich, Prävention und Rehabilitation). Zusätzliche Tätigkeitsfelder eröffnen sich kurz- oder mittelfristig beispielsweise in der Steuerung komplexer Prozesse, in den Bereichen Patientenversorgung, Forschung und Qualitätsförderung sowie bei der interprofessionellen Zusammenarbeit. Die wissenschaftliche Kompetenz eröffnet die Möglichkeit dem Forschungsbedarf in den Gesundheitsberufen adäquat zu begegnen. Es bestehen Anschlussmöglichkeiten an Masterstudiengänge bis hin zur Promotion.

Abschlussvarianten

Bachelor 100%

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Insights

Angesichts immer komplexerer Krankheitsbilder wird die interprofessionelle Zusammenarbeit immer wichtiger – der Studiengang verknüpft optimal Ausbildung und Praxis. Da Logopädie in anderen Ländern in einem akademischen Abschluss mündet, wertet das Studium der Interprofessionellen Gesundheitsversorgung meine Ausbildung auf und eröffnet mir internationale Perspektiven.

Lea Fröhlich, 23, Interprofessionelle Gesundheitsversorgung, 6. Semester Bachelor

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