Philosophische Fakultät Cultural Heritage und Kulturgüterschutz

Der Studiengang Cultural Heritage und Kulturgüterschutz vermittelt grundlegende Kompetenzen im Umgang mit materiellem und immateriellem Kulturerbe und Grundlagen des Kulturgüterschutzes. Die Studierenden beschäftigen sich mit den Grundlagen des materiellen und immateriellen Kulturerbes auseinander, einschließlich seiner sozialwissenschaftlichen Reflexion auch im Sinne der Critical Heritage Studies. Hinzu kommen Einführungen in die Praxis des Kulturgüterschutzes, des Objekthandlings und des Sammlungsmanagements sowie in die Arbeit mit Orten des World Heritage.

Der Masterstudiengang wendet sich vornehmlich an Absolventen der Geistes- und Kulturwissenschaften und befähigt die Studierenden zur Herausbildung eines eigenständigen Forschungsprofils im Bereich des Cultural Heritage. Studierende aus anderen Fächern erwerben Schlüsselkompetenzen aus dem Bereich der Geisteswissenschaften.

 

Das Fach ist interdisziplinär angelegt. Es bietet zum einen Einblicke in die verschiedenen Formen kulturellen Erbes und zum anderen vertiefende Kenntnisse zu spezifischen Kulturen der Welt. Im Pflichtbereich vermittelt das Fach sowohl einen Überblick über Formen des materiellen und immateriellen Kulturerbes als auch naturwissenschaftliche Grundlagen für die Erforschung und den Schutz von Kulturerbe. Darüber hinaus erwerben die Studierenden Grundkenntnisse im Umgang mit Sammlungen und der Museologie sowie der juristischen und kriminologischen Grundlagen des Kulturgüterschutzes. Ein Wahlpflichtbereich ermöglicht die Spezialisierung auf bestimmte Aspekte des Kulturerbes, auf die Vermittlung und Präsentation von Kulturerbe, auf Provenienz- und Fälschungsforschung oder auf relevantes juristisches Wissen.

Palmyra

Besonderheiten und Merkmale

Ziel ist es, das Feld des Cultural Heritage und Kulturgüterschutzes in seiner ganzen Breite abzudecken, wobei an der Universität Heidelberg auf ein breites Lehrangebot aus den zahlreichen Fächern, die sich mit verschiedenen Formen des materiellen oder immateriellen Kulturerbes auseinandersetzen, zurückgegriffen werden kann. Viele der angebotenen Veranstaltungen sind daher interdisziplinär. Das HCCH ist in Südwestdeutschland ebenso wie auf internationaler Ebene mit einer großen Anzahl von Kooperationspartnern vernetzt, die an Lehrveranstaltungen mitwirken, was eine praxisorientierte Ausbildung garantiert. Das Mitwirken von Studierenden an projektbezogenen Lehrveranstaltungen fördert den Wissenstransfer und die Wissensvermittlung in den öffentlichen Raum.

Forschung

Die Universität Heidelberg vereinigt eine Vielzahl von Fächern, die sich theoretisch und praktisch mit der Kulturerbeforschung befassen. Das Heidelberg Center for Cultural Heritage (HCCH) bündelt die an der Universität vorhandenen Kompetenzen in diesem Bereich und bietet eine Infrastruktur für interdisziplinäre Forschung, insbesondere in den Bereichen regionales Kulturerbe, Kulturerbetheorie, Transfer und Vermittlung. Das Heidelberg Center for Transcultural Studies (HCTS) legt einen Schwerpunkt auf den Forschungsbereich „Historicities & Heritage“. Die Flagship-Initiative „Transforming Cultural Heritage legt ihren Fokus auf die kritische, inter- und transdisziplinäre Reflektion und Neuinterpretation des Kulturerbebegriffs. Im Rahmen der Initiative werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften neue theoretische und methodische Ansätze zur Befassung mit Kulturerbe erarbeiten und zur Erprobung bringen.

Berufsfelder

Die gegenstandsbezogenen, fachlichen und überfachlichen Qualifikationsziele des Fachs befähigen die Absolventinnen und Absolventen zur selbständigen praktischen Tätigkeit in zahlreichen Berufsfeldern sowie zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation im Rahmen einer Promotion. Mögliche berufliche Perspektiven umfassen die folgenden, exemplarisch unter vielen anderen genannten, Bereiche:

  • Universitäten und Forschungsinstitute
  • Museen und Ausstellungen
  • Staatliche und privatwirtschaftliche Archive
  • Welterbestätten
  • Kulturgüterschutz
  • Politische Institutionen und nichtstaatliche Organisationen
  • Denkmalpflege
  • Kultureinrichtungen und Kultursponsoring
  • Journalismus und Fachjournalismus
  • Beratung in den Bereichen Politik und Kultur
  • Erwachsenenbildung und Weiterbildung

Für einige Berufsfelder ist eine Promotion notwendig oder erwünscht. Bei der Gestaltung des Studiums sollten daher sowohl die Zulassungsbedingungen für eine eventuell angestrebte Promotion als auch die Zugangsvoraussetzungen für mögliche Berufe beachtet werden.