Philosophische FakultätAmerican Studies

Studierende des Fachs American Studies beschäftigen sich mit der Politik, Literatur, Kultur, Geographie, Geschichte und Gesellschaft Nordamerikas sowie dessen ethnischer Vielfalt und religiösen Prägungen in Raum und Zeit von der frühen Kolonialzeit bis ins 21. Jahrhundert. Um der Komplexität des Forschungsgegenstandes stärker gerecht zu werden, ist das Lehrprogramm multi- und interdisziplinär angelegt.

Das Fach vermittelt den Studierenden ein umfassendes empirisches Wissen über Nordamerika, gründliche methodische Kenntnisse in sechs Einzeldisziplinen, intensive englische Sprachpraxis in enger Verknüpfung mit dem Gegenstand des Studiums und elementare, fachübergreifende Kompetenzen für ein lebenslanges Lernen. Im Kontext von Globalisierungsprozessen gewinnen genaue Kenntnisse lokaler, regionaler sowie transnationaler und transkultureller Beziehungen an Bedeutung. Die Area Studies und ihre Erfahrungen mit anderen Weltregionen können hier hilfreich sein, weil sie von unterschiedlichen Disziplinen geprägt und in der Lage sind, mit verschiedenen Methoden und Instrumentarien zur Entwicklung konkreten Wissens über bestimmte geographische Räume und Kulturen beizutragen.

Besonderheiten und Merkmale

Die American Studies an der Universität Heidelberg sind in ihrer thematischen Breite einzigartig. Insbesondere die geographischen und religionsgeschichtlichen Lehranteile sowie die Möglichkeit, im Bachelorstudiengang ein juristisches Zusatzzertifikat zu erwerben, bilden ein Alleinstellungsmerkmal auch über Deutschland und Europa hinaus.

Dem Heidelberg Center for American Studies (HCA) ist es in wenigen Jahren gelungen, sich als eines der wichtigen europäischen Kompetenzzentren für an der Grundlagenforschung orientierte und praxisrelevante Amerikastudien zu etablieren. Es führt interdisziplinäre Forschungsprojekte mit internationalen Partnern durch, fördert die Bildung transatlantischer Netzwerke und pflegt einen regen Dialog mit der Öffentlichkeit. Diese Synergien kommen den Studierenden der American Studies zugute.

Forschung

Das HCA bündelt Forschung aus sechs Fakultäten und mehr als einem halben Dutzend Disziplinen und bietet damit eine einzigartige Vielfalt amerikakundlicher Expertise. Das Zusammenspiel der Disziplinen ermöglicht es, Amerikastudien aus einer fächerübergreifenden Perspektive zu betreiben.  

Forschungsschwerpunkte sind:  

  • Afroamerikanische Geschichte 
  • Religionsgeschichte (spez. Puritanismus und früher Evangelikalismus) in transatlantischer Perspektive 
  • Geschichte der Bibelinterpretation in Amerika 
  • Transzendentalismus 
  • der literarische Markt 
  • urbane Ungleichheit und aktuelle Prozesse der Stadtentwicklung in Nordamerika 
  • US-amerikanische Wirtschaftsgeschichte und Handelspolitik 
  • die Heraus- und Umbildung von Autorität und Vertrauen in der amerikanischen Kultur, Gesellschaft, Geschichte und Politik 
  • Studien zur US-Präsidentschaft und zu einzelnen Präsidenten 
  • Denkfabriken und Meinungsführer in der US-Politik 
  • Politik und Kultur der transatlantischen Beziehungen vom Beginn des Kalten Krieges bis in die Gegenwart  

Berufsfelder

Die Absolventinnen und Absolventen der American Studies finden als interdisziplinär geschulte und interkulturell qualifizierte Amerikaexperten Beschäftigung in der Wissenschaft, dem öffentlichen Sektor, der Wirtschaft, den Medien und in zivilgesellschaftlichen Organisationen. Hierzu gehören beispielsweise internationale Organisationen, Verlage, Kultureinrichtungen, universitäre und außeruniversitäre wissenschaftliche Einrichtungen, Politik- und Wirtschaftsberatung, Projektmanagement und Erwachsenenbildung. Unter Einbeziehung seiner Alumni bietet das Fach auch Informationsveranstaltungen an, um den Studierenden mögliche Berufsfelder für Amerikanisten aufzuzeigen.

Insights

Das HCA ist bekannt für interdisziplinäre Forschung auf dem Gebiet der Amerikastudien. Mein Heimatland aus einer globalen Perspektive heraus zu studieren ist ebenfalls eine einzigartige Besonderheit des Heidelberg Center for American Studies, die mir große Freude macht.

Marco Morales-Mendez, 28, American Studies, 1. Semester Master

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