Bereichsbild
Forschungsstelle Antiziganismus
Externe Vorträge und Veranstaltungen

25. Oktober, Max-Mannheimer-Haus, Dachau

15.15 Uhr: Visuelle Repräsentationen des Völkermordes

Frank Reuter

17.45 Uhr: Der Hungerstreik in der Gedenkstätte Dachau und die Bürgerrechts-bewegung

Daniela Gress

Fachvorträge im Rahmen des Dachauer Symposiums zur Zeitgeschichte

 

 

 

 

 

 

 

Forschungsstelle Antiziganismus

Vergangene Veranstaltungen:

Vortrag von Prof. Dr. Wolfram Pyta

Lebenswelten und Verfolgung homosexueller Männer im deutschen Südwesten im 20. Jahrhundert

Pyta FSA3. Juni 2019, 18.15 Uhr, Hörsaal des Historischen Seminars

Die Emanzipation homosexueller Männer zieht sich als politisches Thema durch die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts. Dabei sind verschiedene Spielarten der Emanzipationsbewegung zu registrieren, die ihre eigenen lebensweltlichen Ausdrücke fanden. Der Vortrag widmet sich einer integrativen Sichtweise dieses Phänomens, das politik- und kulturgeschichtliche Aspekte verbindet.
Wolfram Pyta stellt Ergebnisse eines Forschungsprojekts zur Geschichte von LSBTTIQ in Baden und Württemberg vor – ein Thema, das bisher kaum in der Landeshistorie auftaucht. Ein Modul des Projekts nimmt die Lebensrealitäten homosexueller Männer in den Blick: ihre Alltagserfahrungen, ihre Verfolgungsschicksale, ihre Positionen innerhalb einer ihnen feindlich gesonnenen Gesellschaft. Für zahlreiche Männer in Baden und Württemberg bedeutete die repressive NS-Politik Gefängnis, die Einweisung ins Konzentrationslager und allzu oft den Tod. Auch nach Ende der NS-Herrschaft wurden homosexuelle Männer weiter strafrechtlich verfolgt, diskriminiert und stigmatisiert. Untersucht wird, wie die Männer Verfolgung und Repression erlebten und welche Strategien der Anpassung oder des Widerstands sie entwickelten. Außerdem wird der Umgang des nahen Umfelds und der Gesellschaft mit männlichen Homosexuellen beleuchtet: Wie äußerten sich Ablehnung bis hin zur Denunziation, wo entstanden Solidarisierungen?


Zur Person:
Prof. Dr. Wolfram Pyta ist seit April 1999 Leiter der Abteilung für Neuere Geschichte am Historischen Institut der Universität Stuttgart und seit 2001 Direktor der „Forschungsstelle Ludwigsburg“ zur NS-Verbrechensgeschichte. Sein besonderes Forschungsinteresse gilt den Schnittstellen von Politik, Kultur und Ästhetik von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zur aktuellen Zeitgeschichte.

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Lesung und Podiumsdiskussion

"Der vergessene Holocaust. Mein Leben als Sinto, Unternehmer und Überlebender" mit Zoni Weisz

Zoni Weisz Der vergessene Holocaust16. Januar, 18.15 Uhr in der Alten Aula der Universität Heidelberg

Der niederländische Sinto und Holocaust-Überlebende Zoni Weisz las am 16. Januar 2019 um 18.15 Uhr in der Alten Aula der Universität Heidelberg aus seiner Autobiografie „Der vergessene Holocaust“.

Im Anschluss an die Lesung diskutierten Romani Rose (Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma), Dr. Michael Blume (Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus) und Dr. Frank Reuter (Wissenschaftlicher Geschäftsführer der Forschungsstelle Antiziganismus) mit Zoni Weisz über den aktuellen Antiziganismus, Rassismus und die drohende Erosion von Menschen- und Minderheitenrechten in Europa. Die Podiumsdiskussion wurde von Dörthe Domzig (Leiterin des Amts für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg) moderiert.

Zoni Weisz
Geboren 1937 in Den Haag überlebte Zoni Weisz als Einziger aus seiner Familie die Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Während seine Eltern und seine drei Geschwister im Mai 1944 in das „Zigeunerlager“ Auschwitz-Birkenau deportiert wurden, gelang Zoni Weisz mithilfe eines niederländischen Polizeibeamten in letzter Minute die Flucht. Versteckt in Wäldern, bei Bauern und schließlich bei seinen Großeltern überstand er das Kriegsende.


Nach 1945 wurde Zoni Weisz ein erfolgreicher Florist und Repräsentant der niederländischen Blumenindustrie. Erst in den 1990er Jahren begann er, öffentlich über seine Geschichte zu sprechen. Die niederländische Königin Beatrix ernannte ihn aufgrund seiner Verdienste zum Offizier des Ordens von Oranien-Nassau.


Der heute 81-Jährige Zoni Weisz hielt am 27. Januar 2011, dem Holocaust-Gedenktag, als erster Repräsentant der Sinti und Roma eine Ansprache im Deutschen Bundestag. Diese Rede war für die Minderheit der Sinti und Roma ein Moment von geschichtlicher Bedeutung. Auch bei der Einweihung des nationalen Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas in Berlin am 24. Oktober 2012 sprach Zoni Weisz als Überlebender im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck. Er war ebenso der erste Vertreter der Sinti und Roma, der am 27. Januar 2016 zur Gedenkveranstaltung der Vereinten Nationen in New York als Redner geladen wurde.

 

Der Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Eitel, sprach das Grußwort.

 

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma statt.

Zoni Weisz Podium Zoni Weisz Zoni Weisz Rektor Zoni Weisz FSA

Bilder: © dtv, Jens Jeske, Reuter, Gress

[Plakat]

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Fachtagung

Visuelle Dimensionen des Antiziganismus

15.-16.November 2018 im Hörsaal des Internationalen Wissenschaftsforums

[Tagungsbericht]

[Wer ist wer?]

[Tagungsprogramm]

Visuelle Medien spielen seit der Frühen Neuzeit eine Schlüsselrolle für die Genese des Antiziganismus. Das interdisziplinär angelegte Verbundforschungsprojekt „Stigma ‚Zigeuner‘. Visuelle Dimensionen des Antiziganismus“ untersuchte im Rahmen des „Field of Focus 3“ mit vergleichenden Analysemethoden die zentralen Motive und Semantiken von „Zigeuner“-Bildern in unterschiedlichen visuellen Repräsentationsformen wie bildender Kunst, Fotografie oder Film. Dadurch sollte eine empirische Grundlage geschaffen werden, um das Konstrukt vom „Zigeuner“ in seinen inhaltlichen, zeitlichen, geografischen und medienspezifischen Ausprägungen freizulegen.

Auf der Tagung wurde eine im Rahmen des o. g. Verbundforschungsprojekts erarbeitete Fallstudie zu einem besonders wirkmächtigen Motiv – dem von „Zigeunern“ begangenen Kinderraub – in seiner intermedialen Ausprägung vorgestellt. Darüber hinaus präsentierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung aktuelle Forschungsergebnisse ihrer jeweiligen Disziplinen zur Rolle des Visuellen bei der Genese des Antiziganismus.

Die Entwicklung visuell tradierter „Zigeuner“-Stereotype folgt medialen Eigenlogiken und ist zudem von literarischen Vorlagen wesentlich beeinflusst. Die Tagung zeigte auf, wie unterschiedliche Repräsentationsformen des „Zigeuner“-Bildes auf vielschichtige Weise miteinander interagiert haben: Gerade diese Verbindungslinien und komplexen Wechselbeziehungen wurden untersucht und diskutiert. Die Tagung markiert damit einen ersten Schritt hin zu einem für die Gegenwart hochrelevanten Erkenntnisziel: eine medienübergreifende Phänomenologie des „Zigeuner“-Bildes und seiner Motivik sowie seiner Sinngehalte.

Keynote speech: Die Vorschrift der VOR-BILDER. Zum Nicht-Sehen-Wollen von Roma von Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal | Universität Bielefeld
15. November 2018, 18:15 Uhr im Hörsaal des IWH

Unsere Wahrnehmung ist selektiv und folgt einem System der Vereinfachung und Vereinheitlichung. Sie wird bestimmt von einem System erlernter kultureller Symbole, mit dessen Hilfe wir unsere Umwelt deuten. Wahrnehmung kann nicht ‚falsch‘ sein, ihre Deutung schon. Bilder evozieren eine „imaginative Vergegenwärtigung“ der angeeigneten Deutungsmuster im Bruchteil einer Sekunde. Visuelle Repräsentationen von Roma greifen dazu noch auf ein Archiv des Wissens über Körpermerkmale, Physiognomien, Kleidung, Lebensweise usw. zurück und erzeugen einen ethnischen ‚Sinnüberschuss‘. Roma tauchen dort nur in derjenigen Gestalt auf, die sie annehmen müssen, um gesehen zu werden: als ‚Zigeuner‘. Der Schatten dieser Gestalten fällt auf die reale Existenz der Roma. Man sieht also nicht, was man sieht, und sieht, was man nicht sieht. Jedes Bild enthält ein VOR-BILD, das wiedererkannt wird. Dieser Blick entstellt das Objekt der Darstellung und verrät ein „Nicht-Sehen-Wollen“ des real Vorgefundenen. Der Vortrag verstand sich allgemeiner als Versuch, einer ‚Sonderforschung‘ über Sinti und Roma eine Absage zu erteilen und die Beschäftigung mit ihrer Diskriminierung, Verfolgung, Geschichte und Kultur mit den gleichen Theorien und Methoden zu betreiben wie die anderer Gesellschaften, Völker und Gruppen auch.

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Bilder: ©  Reuter.

Dem Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg danken wir für die Überlassung seiner Räume.

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Vortrag und Buchvorstellung

"Die Akte Zilli Reichmann. Zur Geschichte der Sinti im 20. Jahrhundert"

Titelbild Akte Zilli Reichmann

23. April 2018, 18.15 Uhr im Hörsaal des Historischen Seminars

Der Historiker Heiko Haumann gibt am Beispiel der Biografie von Zilli Reichmann (* 1924) tiefe Einblicke in Lebenswelten deutscher Sinti im 20. Jahrhundert. Bereits der Titel „Die Akte Zilli Reichmann“ verdeutlicht, wie sehr behördliche Verfügungen in das Leben der Minderheit eingriffen, deren Alltag von Stigmatisierung und polizeilicher Erfassung geprägt war.


Haumann bettet die Zeitzeugenaussagen seiner heute in Mannheim lebenden Protagonistin und weitere historische Quellen in den Forschungsstand zur Gesamtgeschichte der Sinti und Roma ein. Im Zentrum seines Buches steht die Verfolgung von Zilli Reichmann im Nationalsozialismus. Im Alter von 18 Jahren wurde sie mit ihrer Familie in das sog. „Zigeunerlager“ in Auschwitz-Birkenau deportiert. Der Autor zeichnet ein ebenso differenziertes wie bedrückendes Bild der dort herrschenden Lebens- und Sterbebedingungen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Beziehungsgeflecht zwischen den Häftlingen und deren individuellen Überlebensstrategien innerhalb der NS-Vernichtungsmaschinerie.


Wie in anderen seiner Werke, so verknüpft Haumann auch in „Die Akte Zilli Reichmann“ individuelle Lebenswelten mit übergeordneten strukturellen Faktoren, etwa dem Ausbau eines speziell gegen „Zigeuner“ gerichteten polizeilichen Apparats seit Beginn des 20. Jahrhunderts, dessen systematische Kontroll- und Erfassungstätigkeit zu den Voraussetzungen des nationalsozialistischen Völkermords an Sinti und Roma zählt. Auf diese Weise legt Haumann einerseits eine biografische und sehr persönliche Erzählung vor, andererseits eine vielschichtige Darstellung der Minderheitengeschichte und Ausgrenzungshistorie der deutschen Sinti.


An den Erinnerungen Reichmanns entlang erzählt Haumann auch von der fortgesetzten Diskriminierung der deutschen Sinti nach 1945 sowie von deren langem Kampf um politische und gesellschaftliche Anerkennung. Auf Grund der Dominanz der vormaligen Täter und der Persistenz rassistischer Deutungsmuster blieb das Leben der Minderheit im Nachkriegsdeutschland jahrzehntelang überschattet. So resümiert Andreas Wang in seiner Rezension in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 28. Februar 2017: Indem „Die Akte Zilli Reichmann“ unglaubliche Kontinuitäten aufzeige, werde sie „zu einer Anklageschrift“.

Zum Autor:Heiko Haumann

Prof. Dr. Heiko Haumann war von 1991 bis 2010 Professor für Osteuropäische und Neuere Allgemeine Geschichte am Historischen Seminar der Universität Basel. Zu seinen wichtigsten Buchveröffentlichungen zählen „Geschichte Russlands“ (1996), „Dracula. Leben und Legende“ (2011, Beck’sche Reihe) und die Biografie „Hermann Diamanski: Überleben in der Katastrophe. Eine deutsche Geschichte zwischen Auschwitz und Staatssicherheitsdienst“ (2011).

[Flyer]

[RNZ Artikel]

Bilder: © S.Fischer, privat.

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Plakat Filmtagung FSA

Fachgespräch und Konferenz

Antiziganismus und Film

Vom 21. bis 23. Februar 2018 fand in Berlin die Tagung Antiziganismus und Film statt, an der die Forschungsstelle Antiziganismus  neben dem goEast Festival in Wiesbaden als Kooperationspartner mitwirkte.

Die Tagung wurd vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, der Gesellschaft für Antiziganismusforschung und dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma gemeinsam veranstaltet und von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Demokratie Leben!“, der Freudenberg Stiftung und der Amadeu Antonio Stiftung gefördert.

Das vollständige Programm zur Tagung finden Sie hier: Flyer

Thema und Hintergrund

Das Thema Antiziganismus und Film ist hochaktuell, gleichwohl steht eine tiefergehende Auseinandersetzung dazu bislang aus. In den letzten Monaten gab es größere öffentliche Aufmerksamkeit und kritische Debatten zu aktuellen Kinoproduktionen. Zum einen kritisierte der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma die inhaltliche Ausrichtung sowie die Produktionsbedingungen des Kinder- und Jugendfilms „Nellys Abenteuer“. Zum anderen löste der der französische Film „À bras ouverts“ („Hereinspaziert“) bereits Anfang des Jahres in Frankreich eine Kontroverse über Rassismus im Kino aus.

Bereits seit Jahren ist das Thema „Roma“ und damit auch das Thema „Antiziganismus“  in der Filmbranche präsent. Filme wie „Epizoda u životu berača željeza“ („Aus dem Leben eines Schrottsammlers“), „Csak a szél“ („Just the wind“) oder „Aferim!“, die antiziganistische Denkmuster und Praktiken kritisch hinterfragen, erlangten Preise auf den großen Filmfestspielen. Auf der anderen Seite gibt es aufwendige Kinoproduktionen wie „Sherlock Holmes: A Game of Shadows“ („Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“) oder „Chocolat“ („Chocolat – Ein kleiner Biss genügt“ ), die sich eben jener antiziganistischer Stereotype bedienen. Erinnert sei auch an die kontroversen Diskussionen über die Tatort-Folgen „Armer Nanosh“ (1989) und „Brandmal“ (2008). Filme, die explizit aus einer Romani-Perspektive produziert und erzählt werden, schaffen es hingegen selten über den Status des ‚Nischenfilms’ hinaus. 

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Vortrag und Buchvorstellung

"Sinti und Roma. Geschichte einer Minderheit"

Cover Fings Sinti und Roma

7. Dezember 2017, 18.15 Uhr im Hörsaal des Historischen Seminars

Die Historikerin Karola Fings hat sich in ihrem Buch der nicht einfachen Aufgabe gestellt, die 600-jährige „Geschichte einer Minderheit“ auf nur 120 Seiten übersichtlich und differenziert zugleich zu schreiben. Da die Minderheitengeschichte stets von Vorurteilen und Ausgrenzung begleitet war, bringt die Autorin ihrer Leserschaft auch die neuen Erkenntnisse der interdisziplinär angelegten Antiziganismusforschung nahe.

Trotz seiner konzentrierten Form besticht das Werk durch eine sensibilisierte und problemorientierte Ausführung, die einen idealen Einstieg in die Thematik und zugleich eine reflektierte Gesamtdarstellung zur Geschichte der Sinti und Roma bietet.

Neben der Vorstellung des Bandes sprach die Autorin auch über die methodischen Fallstricke ihrer Arbeit: So sei jedes Schreiben über Sinti und Roma, auch wenn es in aufklärerischer Absicht geschieht, „ein Akt von Diskursmacht“ und laufe Gefahr zu homogenisieren sowie Stereotype zu reproduzieren. Karola Fings wird zeigen, wie es dennoch gelingen kann, durch eine um Dekonstruktion bemühte Beschreibung exemplarischer Prozesse und Ereignisse tradierte Wissensbestände in Frage zu stellen.

 

Zur Autorin:

Dr. Karola Fings ist Historikerin und stellvertretende Direktorin des NS-Karola FingsDokumentationszentrums der Stadt Köln. Sie hat an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit einer Studie über das System der Konzentrationslager promoviert. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist die Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung von Sinti und Roma sowie der Antiziganismus nach 1945.

Seit den 1990er Jahren hat sie hierzu v.a. wichtige Lokal- und Regionaluntersuchungen, Studien zu den NS-Zwangslagern für Sinti und Roma sowie zur Genese des Genozids an der Minderheit veröffentlicht. Ihre aktuelle Publikation "Sinti und Roma. Geschichte einer Minderheit" wurde von Seiten der Forschung als "inhaltsschwere, wissenschaftlich fundierte wie gut lesbare Darstellung" (Wolfgang Benz) besprochen.

 

[Plakat] [Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung]

Bild: Umschlag »Sinti und Roma. Geschichte einer Minderheit« © chbeck

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma statt.

 

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Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 11.07.2019
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