Bereichsbild
Forschungsstelle Antiziganismus
Externe Vorträge und Veranstaltungen

25. Oktober, Max-Mannheimer-Haus, Dachau

15.15 Uhr: Visuelle Repräsentationen des Völkermordes

Frank Reuter

17.45 Uhr: Der Hungerstreik in der Gedenkstätte Dachau und die Bürgerrechts-bewegung

Daniela Gress

Fachvorträge im Rahmen des Dachauer Symposiums zur Zeitgeschichte

 

 

 

Forschungsstelle Antiziganismus

Antiziganismusforschung interdisziplinär – Schriftenreihe der Forschungsstelle Antiziganismus

Die Open-Access-Reihe gibt Einblicke in ein noch junges, aber dynamisches Forschungsfeld, das unterschiedliche methodische Zugänge erfordert. Sowohl bereits etablierte Forscherinnen und Forscher wie Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler erhalten die Möglichkeit, neue Forschungsergebnisse in englischer oder deutscher Sprache zu publizieren. Die Reihe zielt darauf ab, die Antiziganismusforschung stärker im akademischen Diskurs zu verankern und Institutionen wie Forschende zusammenzuführen, kurz: sie will Impulsgeber für die weitere Grundlagenarbeit sein.

Reihenherausgeber: Prof. Dr. Edgar Wolfrum, Dr. Frank Reuter, Daniela Gress, M.A.

Zur Verlagsseite von heiUp – Heidelberg University Publishing.

Band 1: Patterns of Symbolic Violence. The Motif of ‘Gypsy’ Child-theft across Visual Media

Von Radmila Mladenova

Patterns of Symbolic ViolenceIm Zentrum der Monografie stehen das Motiv des „Zigeunern“ seit Jahrhunderten zugeschriebenen Kinderraubs und dessen Visualisierungen innerhalb der europäischen Kunst- und Kulturgeschichte zwischen dem 17. und 21. Jahrhundert. Anhand einer Reihe paradigmatischer Kunstwerke und visueller Medien untersucht Mladenova die unterschiedlichen Anpassungen des Motivs und arbeitet seine vielschichtigen Bedeutungen und Funktionen heraus. Dabei richtet die Autorin ihr Augenmerk besonders auf die Farbkodierung von Körpern und deren rassistische bzw. antiziganistische Verwendung. Die Analyse beginnt mit einer kritischen Betrachtung von Cervantes Erzählung „La gitanilla“ – dem literarischen Ursprung des Kinderraubmotivs. Ausgehend davon wird dessen Visualisierungsgeschichte von den holländischen Historienmalereien des 17. Jahrhunderts über die Drucktechniken des 19. Jahrhunderts bis hin zu Filmen des 20. Jahrhunderts nachgegangen. Den Abschluss bildet eine kritische Analyse des Kinderfilms „Nellys Abenteuer“ aus dem Jahr 2016.

Zur Autorin:

Radmila Mladenova ist Literatur- und Filmwissenschaftlerin und promoviert am Slavischen Institut der Universität Heidelberg zum Thema „The ‘White’ Mask and the ‘Gypsy’ Mask in Film“. Sie hat Anglistik und Amerikanistik an der Universität Sofia studiert und den Masterstudiengang „Kultur im Prozess der Moderne“ an der Universität Mannheim abgeschlossen. Ihre Forschungsinteressen liegen an der Schnittstelle von Rassismus und Kunst.

 

Das Buch können Sie hier online lesen, als PDF herunterladen oder über den Handel beziehen.

 

Die Monografie bildet den Abschluss des 2018 an der Forschungsstelle angesiedelten und vom Research Council (Field of Focus 3) finanzierten Drittmittelprojekts „Stigma Zigeuner. Visuelle Dimensionen des Antiziganismus“.

 

 


 

Seitenbearbeiter: Hankeln
Letzte Änderung: 11.07.2019
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