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Veranstaltung Lesung aus „verbrannten Büchern“

15. Mai 2026

Öffentliche Veranstaltung zum Gedenken an die Bücherverbrennung im Mai 1933

Zum Gedenken an die Autorinnen und Autoren, deren Werke bei der Bücherverbrennung 1933 zerstört wurden, findet am Freitag, 22. Mai 2026, eine öffentliche Lesung statt. Das Germanistische Seminar der Universität Heidelberg, der Verein Heidelberger Lupe und das Kulturamt der Stadt Heidelberg organisieren die Veranstaltung zum 93. Jahrestag der Bücherverbrennung gemeinsam. Studierende und Mitarbeitende der Ruperto Carola sowie Heidelberger Autorinnen und Autoren lesen dabei aus Schriften, die damals verbrannt wurden – darunter Werke von Kurt Tucholsky, Else Lasker-Schüler, Ernst Toller, Erich Kästner oder Alfred Döblin. Ein Grußwort spricht Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern, Prorektorin für Innovation und Transfer. Die Lesung findet von 16.00 bis 17.30 Uhr auf dem Universitätsplatz statt; bei anhaltendem Regen wird sie in das Erdgeschoss der Neuen Universität verlegt. 

Am 17. Mai 1933 wurden auf dem Universitätsplatz Bücher der von den Nationalsozialisten verfemten und verfolgten Autorinnen und Autoren verbrannt. Die Bücherverbrennungen durch Studierende der NS-Organisationen standen für die systematische Ausgrenzung und Verfolgung all jener Stimmen, die nicht in das nationalsozialistische Weltbild passten – darunter jüdische, pazifistische, sozialkritische oder politisch oppositionelle Schriftstellerinnen und Schriftsteller. In Heidelberg erinnern zwei Gedenkplatten am Universitätsplatz sowie im Garten des Germanistischen Seminars der Ruperto Carola in der Hauptstraße 207 an die Bücherverbrennung. 

Alle Interessierten sind bei der Veranstaltung am 22. Mai eingeladen, zuzuhören oder selbst kurze Textauszüge mit einer Länge von bis zu fünf Minuten zu lesen. Wer etwas beitragen möchte, kann sich im Vorfeld per E-Mail an carl.junginger@gs.uni-heidelberg.de wenden.