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Zentralbereich Neuenheimer Feld „Nachhaltiges Wirtschaften“: Zentrallager ausgezeichnet

17. März 2026

Abteilung des Zentralbereichs Neuenheimer Feld erhält Zertifikate für Klimaschutz und Ressourceneffizienz

Für seine vorbildlichen Maßnahmen in Klimaschutz und Ressourceneffizienz wurde das Zentrallager des Zentralbereichs Neuenheimer Feld (ZNF) der Universität Heidelberg ausgezeichnet. Die Abteilung erhielt die Zertifikate „Klimafit“ des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg sowie „Nachhaltiges Wirtschaften 2026“ der Stadt Heidelberg. Rund ein Jahr lang hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrallagers im Rahmen des städtischen Projekts „Nachhaltiges Wirtschaften“ ihre Prozesse analysiert und wirksame Schritte zur Reduktion von Emissionen ergriffen. Während der Prämierungsveranstaltung, die zugleich das 25-jährige Bestehen des Netzwerks markierte, wurden insgesamt elf Betriebe und Institutionen geehrt.

Gruppenbild „Nachhaltiges Wirtschaften“: Zentrallager ausgezeichnet

„Die Ruperto Carola erhebt für sich den Anspruch, nicht nur auf wissenschaftlicher Ebene aktiv zur Bewältigung des Klimawandels beizutragen, sondern auch im eigenen Betrieb einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu gewährleisten“, erklärte Prof. Dr. Karin Schumacher, Prorektorin für Qualitätsentwicklung und Nachhaltigkeit der Universität Heidelberg, während der Prämierungsveranstaltung. Sie lobte das Engagement der beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betonte die Signalwirkung für die gesamte Universität. Im Rahmen des Netzwerks „Nachhaltiges Wirtschaften“ hatte das Zentrallager seine Abläufe und den Umgang mit Ressourcen analysiert sowie konkrete Maßnahmen erarbeitet, um Klimaschutz messbar und nachhaltig im Arbeitsalltag zu verankern. „Das Projekt hat uns darin unterstützt, die wichtigsten Stellschrauben für mehr Ressourceneffizienz und Klimaschutz zu identifizieren“, so Georg Maier, Geschäftsführer des ZNF. 

Zu den vom Zentrallager umgesetzten Veränderungen zählt die umfassende Erneuerung einer Abfüllanlage für Flüssigstickstoff, um Kälte- und damit Energieverluste beim Um- und Abfüllen des Gases auf ein Minimum zu reduzieren. Zudem wurde die Licht- und Lüftungssteuerung an die Öffnungszeiten der Einrichtung angepasst. Auch die Anschaffung eines Lkw mit elektrischem Antrieb wird derzeit umgesetzt. Die Grundlagen zum Umweltmanagement waren zuvor in Workshops des städtischen Netzwerks vermittelt worden. In vier individuellen Vor-Ort-Begehungen mit externen Expertinnen und Experten waren eine Treibhausgasbilanz erstellt und daraus Maßnahmen für das Zentrallager abgeleitet worden.

Das Zentrallager ist bereits die dritte Abteilung des Zentralbereichs im Neuenheimer Feld, die erfolgreich an dem Projekt „Nachhaltiges Wirtschaften“ teilgenommen hat. In den Jahren 2014 und 2018 waren bereits die Wissenschaftlichen Werkstätten sowie die Abteilung Chemie ausgezeichnet worden. In den kommenden Jahren sollen weitere Abteilungen des ZNF das Projekt durchlaufen.

Das Netzwerk „Nachhaltiges Wirtschaften“ wurde vor 25 Jahren vom Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg ins Leben gerufen. Ziel ist es, Einrichtungen und Unternehmen zu mehr Nachhaltigkeit zu befähigen – insbesondere mit Blick auf die Ressourceneffizienz. Im Rahmen des Programms untersuchen die teilnehmenden Betriebe ihre Abläufe, identifizieren Optimierungspotenziale und führen neue, umweltschonende und kostensparende Arbeitsweisen ein. Seit 2001 haben 166 Einrichtungen erfolgreich das Programm durchlaufen und sparen dadurch nach Informationen der Stadt Heidelberg insgesamt rund 2.600 Tonnen CO₂ sowie etwa 1,4 Millionen Euro an Betriebskosten pro Jahr ein. Die diesjährige Prämierungsveranstaltung fand am 11. März in der Aula der Neuen Universität statt.