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Heidelberg Frontiers in Medicine Lecture Series Neural Computation in the Entorhinal Cortex – Space and Time

  • Date in the past
  • Thursday, 26. February 2026, 16:00 - 17:00
  • Medizinische Klinik, Hörsaal, Im Neuenheimer Feld 410, 69120 Heidelberg
    • Prof. Dr. Edvard Moser, Norwegian University of Science and Technology, Kavli Institute for Systems Neuroscience

In der Veranstaltungsreihe „Heidelberg Frontiers in Medicine“ spricht der norwegische Nobelpreisträger Prof. Dr. Edvard Moser zum Thema „Neural Computation in the Entorhinal Cortex – Space and Time“. Zu dem öffentlichen Vortrag in englischer Sprache lädt die Medizinische Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg ein. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich.

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Neural Computation in the Entorhinal Cortex – Space and Time

Zur Person

Prof. Dr. Edvard Moser zählt zu den weltweit führenden Neurowissenschaftlern und ist bekannt für seine bahnbrechenden Arbeiten zur räumlichen Orientierung im Gehirn. Gemeinsam mit May-Britt Moser und John O’Keefe erhielt er 2014 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für die Entdeckung des „Gehirn-GPS“ – der Gitterzellen im entorhinalen Cortex. Diese Entdeckung hat unser Verständnis darüber revolutioniert, wie das Gehirn Position und Orientierung im Raum berechnet und speichert. 

Als Direktor des Kavli Institute for Systems Neuroscience an der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) in Trondheim leitet Edvard Moser ein interdisziplinäres Forschungsprogramm, das sich mit den neuronalen Grundlagen von Raum- und Zeitrepräsentationen, Gedächtnisprozessen und kognitiven Karten beschäftigt. Seine Arbeiten verbinden experimentelle Neurowissenschaften mit modernster Technologieentwicklung. Zu den jüngsten Innovationen seiner Gruppe zählen die Einführung von Neuropixels-Sonden für hochauflösende neuronale Messungen sowie die Entwicklung von 2-Photonen-Miniscope-Technologien, die es ermöglichen, neuronale Aktivität in frei bewegenden Tieren mit bisher unerreichter Präzision zu beobachten. Diese Methoden eröffnen neue Perspektiven für die Erforschung komplexer Hirnfunktionen. 

Prof. Moser ist Mitglied renommierter wissenschaftlicher Akademien, darunter die National Academy of Sciences (USA), die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina und die Academia Europaea. Seine Arbeiten erscheinen regelmäßig in führenden Fachzeitschriften wie Nature und Science und prägen die internationale Forschung zur neuronalen Kodierung von Raum und Zeit.

Portraitbild Edvard Moser