Universitätsarchiv Kurztagung: Wie alt ist die Stadt Heidelberg?
13. Januar 2026
Öffentliche Veranstaltung im Universitätsarchiv beschäftigt sich mit der mittelalterlichen Quellenlage und historischen Jubiläen
Wie alt ist die Stadt Heidelberg? Zwar wird der Name bereits 1196 erstmals in einer Urkunde erwähnt, doch als Stadt erscheint Heidelberg in den Quellen erst im Jahr 1225. Mit der mittelalterlichen Quellenlage und der Frage nach historischen Jubiläen befasst sich eine öffentliche Kurztagung, zu der das Universitätsarchiv und das Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde (FPI) der Universität Heidelberg am 15. Januar 2026 einladen. Auf dem Programm stehen zwei Vorträge sowie eine Podiumsdiskussion. Darin geht es unter anderem um die Frage, welche neuen Erkenntnisse zum möglichen Alter der Stadt vorliegen und was diese für die Begründung von Stadtjubiläen bedeuten. Die Veranstaltung mit dem Titel „Zur urkundlichen Überlieferung der Stadt Heidelberg im Mittelalter“ findet im Universitätsarchiv Heidelberg, Akademiestraße 4-8, statt. Beginn ist um 17.00 Uhr.

Im ersten Vortrag „Zur Ersterwähnung von Heidelberg als Stadt 1225 im Kontext der Reichs- und Landesgeschichte“ greift Dr. Heike Hawicks eine bereits länger bestehende Forschungsdebatte um das Alter der Stadt Heidelberg auf und stellt sie in einen überregionalen Zusammenhang. Mit Blick auf Urkunden sowie archäologische Untersuchungen geht die Historikerin, die an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften forscht, auf die Frage ein, ob Heidelberg eine Gründung der im Reich herrschenden Staufer oder der Wittelsbacher-Dynastie war. Die umfangreiche Sammlung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Urkunden, Siegel und Handschriften des Heidelberger Stadtarchivs ist Thema des zweiten Vortrags. Unter dem Titel „Stattliche Pappkästen im Nebenamtszimmer“ gibt Archivmitarbeiter Stefan Bröhl Einblick in die komplexen Entstehungszusammenhänge der Sammlung und zeigt Möglichkeiten ihrer Erforschung auf. Zudem wird er erläutern, wie historische Dokumente von Heidelberger Institutionen im digitalen Zeitalter zusammengeführt und nutzbar gemacht werden können.
Die abschließende Podiumsdiskussion widmet sich dem Thema „Jubiläen“. Dabei wird es um traditionelle und zukünftige Formen der Jubiläumsgestaltung sowie potenzielle Jubiläumsanlässe in der Geschichte der Stadt sowie der Universität Heidelberg gehen. Auf dem Podium vertreten sind neben den beiden Referenten der Historiker Prof. Dr. Jörg Peltzer, einer der Direktoren des FPI, Prof. Dr. Frieder Hepp, Direktor des Kurpfälzischen Museums Heidelberg, sowie Dr. Martin Krauß vom Heidelberger Geschichtsverein. Moderiert wird das Gespräch von Dr. Ingo Runde, Leiter des Universitätsarchivs.
Die Kurztagung „Zur urkundlichen Überlieferung der Stadt Heidelberg im Mittelalter. Rück- und Ausblicke anlässlich der 800. Wiederkehr der urkundlichen Ersterwähnung der Stadt Heidelberg (1225)“ wendet sich auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger. Eine Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich.