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Digitalisierung | Projektmanagement Geschäftsverteilungsplan

Organisationseinheiten | Geschäftsverteilungsplan | Rechte-Rollen-Modell

Ziel des Projekts ist die transparente und institutionell konsistente Abbildung von Organisationseinheiten, Zuständigkeiten und Rollen in der Universitätsverwaltung Heidelberg.

Zentrale Bausteine sind:

  • ein digital gepflegter Geschäftsverteilungsplan (GVP)
  • ein universitätsweit abgestimmtes Rechte- und Rollenmodell
  • die Integration dieser Daten in bestehende und geplante Systeme (heiANALYTICS, heiFIS, E-Akte, DMS, IAM, BIC, Workflow-Engine)

Das Projekt schafft eine solide Basis für prozessübergreifende digitale Workflowsklare Verantwortlichkeiten und automatisierte Rollen- & Rechtevergabe in IT-Systemen.

Beispiel:
Wenn in der Fakultätsverwaltung ein neuer Sachbearbeiter für Drittmittelprojekte beginnt, wird dieser durch das Rollenmodell sofort mit den passenden Berechtigungen in heiFIS (Forschungsinformationssystem)E-Akte, und dem Dokumentenmanagement (DMS) ausgestattet – ohne redundante Einzelanträge.

Ausgangslage / Hintergrund

  • Die Universität verfügt derzeit über heterogene Strukturen für Organisationseinheiten, die in verschiedenen Systemen oft unterschiedlich gepflegt und nicht synchronisiert sind
  • Der Geschäftsverteilungsplan ist bisher teils papier- oder Excel-basiert und nicht hinreichend systematisch mit IT-Verfahren verknüpft
  • Rechtevergabe in Systemen erfolgt mitunter individuell pro System, was zu Redundanzen, Medienbrüchen und Sicherheitsrisiken führt
  • Im Kontext der Projekte heiANALYTICS (Open Science & Forschungsdaten), heiFIS (Forschungsinformation), E-Akte (digitale Verwaltungsakte), DMSIAM (Identity and Access Management), BIC (Prozessmodellierung) und Workflow-Engine wird ein konsistentes Berechtigungs- und Organisationsmodell dringend benötigt

Geplante Maßnahmen / Vorgehen

  • Erhebung und Harmonisierung
    • Aufnahme bestehender Organisationseinheiten und Strukturen
    • Analyse bestehender Geschäftsverteilungspläne aller Verwaltungsebenen
    • Abgleich mit Governance-Strukturen (Rektorat, Fakultäten, zentrale Einrichtungen)
  • Modellierung des Organisations- und Rollenmodells
    • Definition standardisierter Rollenprofile (z. B. "Sachbearbeitung Finanzen", "Dezernatsleitung", "Referent:in Forschung")
    • Aufbau eines abgestuften Berechtigungsmodells gemäß den Anforderungen der IT-Sicherheit
  • Integration mit IT-Systemen
    • Anbindung an IAM-System als zentrale Steuerungsinstanz
    • Schnittstellen zu DMS, heiFIS, heiANALYTICS und Workflow-Engine
    • Automatische Provisionierung und Deprovisionierung von Rechten
  • Pilotierung
    • Testlauf in zwei repräsentativen Bereichen (z. B. Dezernat Forschung und eine Fakultätsverwaltung)
    • Verifizierung der Prozesse anhand realer Anwendungsfälle (z. B. Einstellung neuer Mitarbeiter, Aufgabenwechsel, Übergabe Vertretungen)
  • Rollout & Schulung
    • Sukzessive Ausweitung auf die gesamte Verwaltung
    • Durchführung von Schulungen für Leitungskräfte und Key-User

Beteiligte / Rollen

  • Projektleitung: NN
  • Projektteam: Vertreter:innen aus Dezernaten (Personal, Finanzen, Forschung, Organisation), URZ (IT-Services), IAM-Team, Prozessmanagement (BIC-Team)
  • Stakeholder: Rektorat, Fakultäten, zentrale Einrichtungen, Personalrat, Datenschutz
  • Externe Partner: ggf. Softwareanbieter und Beratung für IAM/Workflow-Systeme

Nutzen für die Universität

  • Einheitliche Basis für organisationsweite Prozesse
  • Stärkung von Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Governance
  • Effizienzgewinne durch Automatisierung von Berechtigungen
  • Erhöhung der IT-Sicherheit (klare Rollen, automatisierte Rechteentzüge)
  • Unterstützung bei Compliance- und Audit-Anforderungen
  • Grundlage für weitere Digitalisierungsprojekte (z. B. Automatisierte Workflows in der E-Akte)

Aktueller Status (August 2025)

  • Projektstart in Q1 2026 geplant
  • Aktuell: Vorbereitung in Form von Vorab-Stakeholdergesprächen und Bestandsanalysen
  • Erwartete Unterstützung durch Governance-Gremium (Lenkungskreis Digitalisierung)

Herausforderungen

  • Heterogenität der Organisationseinheiten (fakultätsspezifische Strukturen, Sonderfälle)
  • Akzeptanzmanagement: Rollen- und Rechteänderungen greifen in Zuständigkeiten ein → erfordert intensive Kommunikation
  • Datenschutz & Compliance: Abstimmung mit Datenschutz und Rechtsabteilung
  • Technische Interoperabilität: Unterschiedliche Systeme und Schnittstellen müssen synchronisiert werden (IAM als kritische Basis)
  • Ressourcenbindung: Verwaltungspersonal muss eingebunden werden, obwohl hohe Arbeitslast besteht