Juristische FakultätRechtswissenschaft/Jura

Studierende der Rechtswissenschaft beschäftigen sich mit der methodisch abgesicherten Erkenntnis des geltenden Rechts (Rechtsdogmatik), einschließlich seiner fallbezogenen Anwendung. Hierzu vermittelt das Studium die zur systematischen und begrifflichen Durchdringung des Rechts erforderlichen Kompetenzen, wozu auch die Befassung insbesondere mit historischen und philosophisch-theoretischen Grundlagen des Rechts gehört.

Die dogmatische Rechtswissenschaft gliedert sich prinzipiell nach den Gegenständen des Zivilrechts, des Strafrechts und des öffentlichen Rechts. Dabei steht das jeweilige materielle Recht im Zentrum des Studiums, die dazugehörigen Prozessrechte werden den Studierenden im Überblick vermittelt. Neben die dogmatischen Fächer treten die für die sachgerechte wissenschaftliche Erfassung des Rechtsstoffs bedeutsamen Grundlagenfächer (Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie, Rechtstheorie und juristische Methodenlehre, allgemeine Staatslehre, Rechtssoziologie, Rechtsvergleichung etc.).

Besonderheiten und Merkmale

Im Zentrum des Heidelberger Studienangebots steht eine erstklassige, auf Systemverständnis und Methodenkompetenz zielende Ausbildung in den dogmatischen Kernfächern und den hiermit in engem Zusammenhang stehenden Grundlagenfächern. Dies gewährleistet den Studierenden in dem zur Ersten juristischen Prüfung führenden grundständigen Studium den besten Examenserfolg. Denn die Kernfächer haben in der Staatsprüfung die größte Bedeutung. In Heidelberg gibt es deshalb jeweils eine kleine und eine große Übung in den drei dogmatischen Fächern, bestehend aus einer Hausarbeit und einer Klausur.

Ferner findet sich ein umfangreiches und engagiertes Examensvorbereitungsprogramm („HeidelPräp!“), das den Gang zum kommerziellen Repetitor am Ende des Studiums überflüssig macht.

Von der starken Kernfachorientierung profitieren auch die weiteren Studiengänge der Fakultät, da so insbesondere für im Ausland graduierte Juristen und für Nichtjuristen das Gesamtsystem des in Deutschland geltenden Rechts präsent ist.

Forschung

Den neun Instituten der Juristischen Fakultät sind insgesamt dreiundzwanzig Professuren zur Leitung und Durchführung wissenschaftlicher Forschung und forschungsbasierter Lehre zugeordnet. Die Bezeichnung der Institute gibt einen ersten Eindruck von den vielfältigen Aktivitäten in der Forschung:

  • Institut für geschichtliche Rechtswissenschaft
  • Institut für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Insolvenzrecht
  • Institut für ausländisches und internationales Privat- und Wirtschaftsrecht
  • Institut für deutsches und europäisches Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht
  • Institut für deutsches, europäisches und internationales Strafrecht und Strafprozessrecht
  • Institut für Kriminologie
  • Institut für Staatsrecht, Verfassungslehre und Rechtsphilosophie
  • Institut für deutsches und europäisches Verwaltungsrecht
  • Institut für Finanz- und Steuerrecht

Zusätzlich wird im Institut für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik (IMGB) als gemeinsamer wissenschaftlicher Einrichtung der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg und der Abteilung Rechtswissenschaft der Universität Mannheim geforscht.

Eine langjährige enge Kooperation pflegt die Juristische Fakultät zudem mit dem Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht.

Berufsfelder

Es gibt vielfältige Berufsfelder für Juristinnen und Juristen. Klassische juristische Berufe wie im Richteramt, der Staatsanwaltschaft, im höheren Verwaltungsdienst oder der Rechtsanwaltschaft setzen in der Regel die Befähigung zum Richteramt (§ 5 Deutsches Richtergesetz) voraus, also den erfolgreichen Abschluss der Ersten juristischen Prüfung und des juristischen Vorbereitungsdienstes mit der Zweiten juristischen Staatsprüfung. In Bereichen außerhalb reglementierter juristischer Berufe ist ein abgeschlossenes Jurastudium die Voraussetzung, um etwa in Unternehmen, Verbänden, Nicht-Regierungs-Organisationen, Personalverwaltungen, journalistischen, unternehmens- oder politikberatenden Berufsfeldern arbeiten zu können

Insights

Nach dem Abi konnte ich mich bei dem riesigen Angebot von Studiengängen nur schwer entscheiden. Mit dem Studiengang Jura bleiben mir sehr viele verschiedene Berufsmöglichkeiten offen! Und das kam mir natürlich sehr entgegen.

Mareike Bayer, 20, Jura, 3. Semester Staatsexamen

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