Philosophische FakultätPhilosophie – Bachelor 75%

Philosophieren wird bisweilen mit einer abstrakt geführten Diskussion über die „großen Fragen“ gleichgesetzt. Auch wenn die Studierenden mitunter das diskutieren werden, was man als „die großen Fragen“ bezeichnen kann, erwerben die Studierenden in kleinen Schritten sich erst einmal das Handwerkszeug, um die „großen Fragen“ zu thematisieren. Dazu gehören die Ausbildung in der Kunst des rationalen Argumentierens und eine angeleitete Lektüre philosophisch zentraler Texte.

Fakten & Formalia

AbschlussBachelor of Arts
StudiengangstypGrundständig
StudienbeginnNur Wintersemester
Regelstudienzeit6 Semester
Lehrsprache(n)Deutsch
Gebühren und Beiträge169.25 € / Semester
BewerbungsverfahrenStudienanmeldung für Fächer ohne Zulassungsbeschränkung und ohne Aufnahmeprüfung
BewerbungsfristenInformationen zu Bewerbungsfristen erhalten Sie, nachdem Sie sich einen Studiengang zusammengestellt haben.
TeilzeitoptionJa

Inhalt des Studiums

Eine Grobgliederung findet die Philosophie in der Unterscheidung von Theoretischer Philosophie und Praktischer Philosophie. Erstere beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen des Wissens, der Struktur von Bewusstsein, dem Verhältnis von Geist und Materie oder mit der berühmten Frage, warum überhaupt etwas ist und nicht vielmehr nichts. Die praktische Philosophie beschäftigt sich mit dem menschlichen Handeln im weiten Sinne, etwa der Frage, was Handlungen sind, welche Rolle Absichten spielen, was man tun darf, was man tun soll oder auch was gerecht ist.

Die Beschäftigung mit klassischen Texten der Philosophiegeschichte und die Auseinandersetzung mit systematischen Fragen (etwa der Erkenntnistheorie, der Ethik oder der Ästhetik) laufen in der Philosophie oft ineinander.

Das Fach Philosophie ist äußerst vielfältig. Am Ende des Studiums kennen die Studierenden die verschiedenen Disziplinen zwar, in allen auskennen werden sie sich nur schwerlich. Dafür sind die Diskussionen der Disziplinen zu spezialisiert. Meist entfalten die Studierenden ein besonderes Interesse für die eine oder andere Fachrichtung und spezialisieren sich entsprechend. Für Studierende, die eine weitere Spezialisierung suchen, bietet es sich an, nach dem Bachelorabschluss ein Masterstudium anzuschließen.

Aufbau des Studiums

Der Studiengang ist modular aufgebaut. Die beiden Einführungsveranstaltungen (Propädeutika) sollten in den ersten beiden Semestern besucht werden. Danach belegen Studierende die Module in den Bereichen Systematische Philosophie, die eingeteilt ist in theoretisch und praktisch, und Geschichte der Philosophie, in der Texte aus der Antike bzw. dem Mittelalter und der Neuzeit gelesen und bearbeitet werden. Alle Bereiche müssen mindestens einmal abgedeckt werden.

Ab dem 3. Semester werden Seminare im Philosophischen Wahlbereich frei gewählt. Um das Fachwissen zu ergänzen und sich übergreifendes Wissen anzueignen, sind im 75%-Studiengang zwei weitere Modulblöcke vorgesehen: der Fachergänzende Wahlbereich und die Übergreifenden Kompetenzen.

In den Lehrveranstaltungen werden unterschiedliche Prüfungsleistungen angeboten: eine Hausarbeit oder eine Kombination von anderen Leistungen. Im gesamten Philosophiestudium muss eine Mindestanzahl an Hausarbeiten geschrieben werden: im 75%-Studium sind es fünf Hausarbeiten.

Sobald ein Modul mit mindestens sechs Leistungspunkte absolviert worden ist, gilt die Orientierungsprüfung als bestanden.

Der Nachweis des Latinums oder Graecums ist keine Zulassungsvoraussetzung zum Bachelorstudium der Philosophie. Im 75%-Studiengang müssen die Studierenden aber spätestens bis zur Anmeldung der Bachelorarbeit das Latinum oder Graecum oder aquivalente Kenntnisse des Lateinischen oder Griechischen nachweisen.

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