Philosophische Fakultät Ostasienwissenschaften

In Heidelberg werden die Fächer Sinologie, Japanologie, Korea-Studien und Ostasiatische Kunstgeschichte im Rahmen eines gemeinsamen Studiengangs Ostasienwissenschaften angeboten.

Studierende der Ostasienwissenschaften befassen sich in ihrem jeweiligen Schwerpunkt mit den Gesellschaften in Japan, Korea und der chinesischsprachigen Welt und untersuchen deren historische und kulturelle Entwicklungen und gegenwärtige Erscheinungsformen vor dem Hintergrund regionaler und globaler Zusammenhänge. Die Kombination aus kultur- und sozialwissenschaftlichen Herangehensweisen und die gemeinsam verantworteten Kurse zu Ostasien ermöglichen es, einzelne wichtige Akteure Ostasiens (die chinesischsprachige Welt, Japan, Korea) im regionalen und globalen Kontext vor dem Hintergrund ihrer langen Geschichte und Tradition als auch in  ihrer aktuellen Bedeutung in Wirtschaft und internationaler Politik zu betrachten. Das Studium umfasst, je nach Schwerpunktwahl, den Erwerb von fundierten Chinesisch-, Japanisch- oder Koreanischkenntnissen (C1.1). Es können die Schwerpunkte Sinologie, Japanologie, Koreastudien oder Kunstgeschichte Ostasiens (mit China- oder Japan-Schwerpunkt) gewählt werden.



 

Besonderheiten und Merkmale

Der Studiengang wird vom Zentrum für Ostasienwissenschaften angeboten, das Teil des Centre for Asian and Transcultural Studies (CATS), dem Asien-Campus der Universität Heidelberg, ist. Asien und seine Verbindungen zu Europa werden hier mit 21 Professuren in deutschlandweit einzigartiger Vielfalt von der Vergangenheit bis in die Gegenwart aus kultur- und sozialwissenschaftlicher Perspektive erforscht. Zum CATS gehört auch eine der größten Asienbibliotheken Europas.

Ein reiches Angebot von Gastprofessoren aus aller Welt, Vorträgen, wissenschaftlichen Konferenzen und öffentlichen Veranstaltungen (Ausstellungen, Lesungen, Filmreihen etc.) schafft ein lebendiges Umfeld, in dem Studierende frühzeitig mit internationaler Spitzenforschung in Berührung kommen und sich an Debatten über aktuelle Trends in Asien beteiligen können.

Forschung

Die Asienwissenschaften der Universität Heidelberg bündeln die Forschung zu Süd-, Südost- und Ostasien. Zu den Forschungsthemen gehören u.a. sozioökonomische und transkulturelle Dynamiken von Macht, die Auswirkungen sozialen, demographischen und kulturellen Wandels, die Folgen von Umweltveränderungen, der Umgang mit den Herausforderungen von Urbanisierung und Migration, sowie die Bedeutung von Religionen, Medien, Schriftlichkeit, Literatur, Kunst und materieller Kultur von der vorgeschichtlichen Zeit bis in die Gegenwart.

Berufsfelder

Auf Absolventinnen und Absolventen des Studiums der Ostasienwissenschaften mit fundierten Kenntnissen der historischen Entwicklungen, aktuellen Trends sowie Sprachkompetenzen in mindestens einer ostasiatischen Sprache warten vielfältige berufliche Möglichkeiten in:

  • Banken und Unternehmen mit Tochtergesellschaften in Asien und weltweit
  • Kultureinrichtungen, wie z.B. Verlage, Museen, Rundfunk, Stiftungen
  • Tourismusindustrie
  • Kreativwirtschaft
  • Ministerien und Behörden auf Landes- und Bundes- sowie EU-Ebene
  • Handelskammern im In- und Ausland
  • Diplomatischer Dienst und internationale Organisationen (UNO)
  • Übersetzungs- und Dolmetscherdienste
  • Schulische Bildungsarbeit

Regelmäßige Informationsveranstaltungen der Institute und ihrer Alumnivereine beleuchten mögliche Berufsfelder. Das Fach informiert außerdem über Möglichkeiten für studienbezogene Praktika weltweit.

Insights

Studierende Ostasienwissenschaften Uni Heidelberg

Ostasienwissenschaften ermöglichen eine vertiefende Ergänzung der eurozentrischen-philosophischen Fächer und somit eine erweiterte Perspektive der ostasiatischen Kulturen.

Anna-Katharina Kemmer, 23, Ostasienwissenschaften, 7. Semester (Bachelor)