Ruperto Carola RingvorlesungNach Halle: Beobachtungen und Gedanken zur Lage der Jüdischen Gemeinden in Deutschland

28. Juni 2021

Seit dem Anschlag in Halle ist auch einer breiteren Öffentlichkeit deutlich und bewusst geworden, wie gefährdet und fragil jüdisches Leben in Deutschland gegenwärtig aufgrund der aktuellen Manifestationen von Antisemitismus ist. Wie erfahren beziehungsweise nehmen Jüdinnen und Juden offenen und subtilen Antisemitismus in ihrem Alltag wahr? Was bedeutet es, eine jüdische Zukunft in Deutschland im Angesicht dieses durch Antisemitismus geprägten Alltag aufzubauen und zu gestalten? Warum können in diesem Zusammenhang zivilgesellschaftliche Allianzbildungsprozesse wichtig sein?

Pressemitteilung

Prof. Dr. Frederek Musall

Frederek Musall asolvierte ein Studium der Jüdischen Studien, der Islamwissenschaft/Arabistik, der Semitistik und der Vergleichenden Religionswissenschaft in Heidelberg und Jerusalem. Die Promotion folgte 2005. Anschließend war er für das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin als wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Schwerpunktprogramm „Integration und Desintegration der Kulturen im europäischen Mittelalter“ tätig. Während dieser Zeit hatte er Lehraufträge an der Universität Basel, der Universität Halle-Wittenberg und der Graz inne. Von 2009 an lehrte und forschte Frederek Musall als Juniorprofessor an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, an der seit 2015 ordentlicher Professor für Jüdische Philosophie und Geistesgeschichte ist. Zu Beginn des Sommersemesters 2017 wurde Prof. Musall zum stellvertretenden Rektor der Hochschule ernannt. Zu seinen Forschungsinteressen zählen philosophische, theologische und mystische jüdische Denktraditionen insbesondere in seinen vielfältigen Beziehungen zu entsprechenden arabisch-islamischen Denktraditionen, Prozesse jüdischer Identitätsbildung, jüdische Popkultur sowie Methodologie in den Jüdischen Studien.

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