Medizinische Fakultät HeidelbergZahnmedizin – Staatsexamen

Die Zahnmedizin beschäftigt sich mit Erkrankungen im Bereich der Zähne, der Kiefer und der Mundhöhle sowie deren Therapie.

Fakten & Formalia

AbschlussStaatsexamen
StudiengangstypGrundständig
StudienbeginnNur Wintersemester
Regelstudienzeit10 Semester
Lehrsprache(n)Deutsch
Gebühren und Beiträge171,75 € / Semester
BewerbungsverfahrenVerfahren für bundesweit zulassungsbeschränkte Fächer
BewerbungsfristenInformationen zu Bewerbungsfristen erhalten Sie, nachdem Sie sich einen Studiengang zusammengestellt haben.

Inhalt des Studiums

Das Zahnmedizinstudium in Heidelberg (HeiCuDent) ist ein konsequent praxis- und patientenorientiertes Studium. Die Studierenden werden für ihren Beruf wissenschaftlich und praktisch ausgebildet.  

Bereits im vorklinischen Studienabschnitt findet eine interdisziplinäre Vernetzung der einzelnen zahnmedizinischen bzw. auch medizinischen Fächer statt.  

Die vorklinischen naturwissenschaftlichen Veranstaltungen folgen einer Blockstruktur und zeichnen sich ebenfalls durch interdisziplinäre Lehrveranstaltungen und Prüfungen aus. Die Vermittlung der spezifisch zahnmedizinisch-praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Studierenden konzentriert sich auf die Fachsemester 4 bis 10. Die Studierenden werden  mit den Techniken der Anamneseerhebung, der Diagnose und Prognosestellung und der Festlegung eines Therapieplans vertraut gemacht. Sie erlernen die verschiedenen Methoden der zahnärztlichen Behandlung und die Operationstechniken. Dabei wird stets auch die Vermittlung sozialer und kommunikativer Kompetenzen einbezogen.  

Das Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern, Spaß am Teamarbeit und Kommunikation, die Fähigkeit zum einfühlsamen und verantwortungsbewussten Umgang mit Menschen sowie manuelle Geschicklichkeit und ästhetisches Empfinden sind für einen erfolgreichen Abschluss des Zahnmedizinstudiums essentiell.

Aufbau des Studiums

Die Ausbildung dauert mindestens zehn Semester und umfasst einen vorklinischen und einen klinischen Studienteil von je fünf Semestern Dauer. Jeder Studienabschnitt wird mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen. 


Vorklinik (Fachsemester 1–5) 

  • Fachsemester 1 bis 4: naturwissenschaftlichen Grundlagen (Anatomie, Physik, Chemie, Histologie, Biochemie und Physiologie) und zahnmedizinische Grundlagen (Berufsfelderkundung).  
  • Mitte des Fachsemesters 4 bis Fachsemester 5 finden die Kurse an Simulationspatienten statt (Zahnärztlich-propädeutischer Kurs der Zahnersatzkunde, Phantomkursus I+II der Zahnersatzkunde). Es handelt sich hierbei um interdisziplinäre Kurse, die neben prothetischen auch konservierende und kieferorthopädische Inhalte mit stark präventiver Ausrichtung enthalten. 
  • Während des vorklinischen Studienabschnitts sind zwei Staatsprüfungen abzulegen:  Die naturwissenschaftliche Vorprüfung (frühestens nach 2 Semestern) und die zahnärztliche Vorprüfung (frühestens nach 5 Semestern). Das Bestehen der zahnärztlichen Vorprüfung ist Voraussetzung für die Aufnahme des klinischen Studiums. 

 

Klinik (Fachsemester 6–10) 

  • Fachsemester 6: Phantomkurs III der Zahnerhaltungskunde. Hier handelt es sich ebenfalls um einen interdisziplinären Kurs mit konservierenden und prothetischen Inhalten am Simulationspatienten. Zusätzlich werden allgemeinmedizinische Grundlagen in den Fachgebieten Pharmakologie, Innere Medizin und Pathologie und wissenschaftlichen Grundlagen (Blockkurs Biometrie) vermittelt. 
  • Im Fachsemester 7 bis10 finden unter Aufhebung einer strikten Fächertrennung die integrierten (interdisziplinären) Behandlungskurse statt. In den integrierten Kursen IK I und IK II können die Studierenden direkt am Patienten praxisorientiert diagnostisch und therapeutisch tätig werden.  Die Studierenden erhalten weitere allgemeinmedizinische Grundlagen in den Fächern: allgemeine Chirurgie, Dermatologie und HNO Heilkunde. 

Der klinische Studienabschnitt führt frühestens nach fünf Semestern zur zahnärztlichen Prüfung. Die mehrmonatige Prüfung erfolgt mündlich und praktisch. Nach bestandener zahnärztlicher Prüfung können die Kandidaten bei der zuständigen Landesbehörde die Erteilung der Bestellung als Zahnarzt bzw. Zahnärztin beantragen (Approbation).