hei_ONLINERuperto Carola Ringvorlesung: Humangenetik in den USA und Deutschland

Pressemitteilung Nr. 99/2020
12. November 2020

Vortrag des Wissenschaftshistorikers Prof. Dr. Myles Jackson vom 18. November an über heiONLINE abrufbar

Mit den gesellschaftlichen und kulturellen Auswirkungen humangenetischer Forschung, etwa dem Schutz der daraus gewonnenen persönlichen Daten, beschäftigt sich der nächste Vortrag in der Ruperto Carola Ringvorlesung. In einem deutsch-amerikanischen Vergleich spricht dazu der Wissenschaftshistoriker Prof. Dr. Myles Jackson vom Institute for Advanced Study in Princeton (USA). Sein Beitrag mit dem Titel „Forschungserfolg versus Privatsphäre: Humangenetik in den USA und Deutschland“ ist von Mittwoch, 18. November 2020, an als Videoaufzeichnung abrufbar über heiONLINE – das zentrale Portal der Ruperto Carola mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Veranstaltungen in digitalen Formaten. Mit der Ringvorlesung zum Thema „Quo Vadis USA?“ wendet sich die Universität Heidelberg im Wintersemester 2020/2021 an die breite Öffentlichkeit.

Poster Ruperto Carola Ringvorlesung WS2020

In seinem Vortrag wird sich Prof. Jackson unter anderem mit der Frage auseinandersetzen, welche Anforderungen an den Datenschutz in Deutschland und den USA gestellt werden und erörtern, wo beide Länder gemeinsame oder auch getrennte Wege gehen. In den Vereinigten Staaten beispielsweise blüht das Geschäft mit Gentests für private Verbraucher, die mehr über ihre Abstammung erfahren möchten. Historische, philosophische und soziologische Aspekte von Wissenschaft und Technologie stehen im Mittelpunkt der Arbeit von Myles Jackson. Darüber hinaus forscht er zur Zeitgeschichte der Biotechnologie. Der Historiker ist Mitglied mehrerer Wissenschaftsorganisationen, darunter der Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften. In Deutschland war Prof. Jackson unter anderem als Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin sowie am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin tätig.

Die Ruperto Carola Ringvorlesung ist Teil eines Konzepts von Fokusthemen, mit dem die Universität Heidelberg künftig zweimal jährlich gesellschaftlich relevante Forschungsfragen in unterschiedlichen Formaten an die breite Öffentlichkeit herantragen wird. Die Reihe im Wintersemester 2020/2021 ist Teil des Themas „Im Fokus: Freund und Feind“ und wurde in Zusammenarbeit mit dem Heidelberg Center for American Studies (HCA) konzipiert. Alle Vorträge, die montags stattfinden und zu denen aktuell keine Zuhörer in Präsenz zugelassen sind, werden aufgezeichnet und sind als Video jeweils mittwochs über das Portal heiONLINE abrufbar.