ForschungspreiseLautenschläger-Forschungspreis

Preisträgerin 2020: Prof. Dr. Hannah Monyer

Die Heidelberger Neurobiologin Prof. Dr. Hannah Monyer, international renommierte Expertin auf dem Gebiet der Hirnforschung, wird mit dem Lautenschläger-Forschungspreis 2020 geehrt. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 250.000 Euro verbunden. Der Schwerpunkt von Prof. Monyers Forschung liegt auf den molekularen Mechanismen, die zu synchronen neuronalen Netzwerkaktivitäten führen und somit auch kognitive Prozesse wie Lernen und Erinnern ermöglichen. Der Stifter des Preises und Ehrensenator der Ruperto Carola, Dr. h.c. Manfred Lautenschläger: „Hannah Monyer verbindet auf diesem Gebiet intelligente Fragestellungen mit hochinnovativen experimentellen Ansätzen und scheut sich nicht, den Blick über die Grenzen ihrer eigenen Disziplin hinaus zu weiten, um den Geheimnissen der neuronalen Netzwerke auf den Grund zu gehen. Sie kann zu Recht als Pionierin einer modernen, in der Molekularbiologie verankerten systemischen Neuro- und Verhaltenswissenschaft bezeichnet werden“

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Lautenschläger-Forschungspreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Der Lautenschläger-Forschungspreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs ist mit 25.000 Euro dotiert und soll der nachhaltigen Förderung exzellenter Nachwuchswissenschaftler dienen. Ausgezeichnet werden können Habilitanden, Nachwuchsgruppenleiter und Juniorprofessoren, die herausragende wissenschaftliche Leistungen und besonders innovative Forschungsansätze vorweisen können. Das Preisgeld soll die jungen Forscherinnen und Forscher in ihrer persönlichen wissenschaftlichen Entwicklung fördern sowie ihre Forschungstätigkeit unterstützen.

Preisträger 2020: Dr. Felix joos

Dr. Felix Joos, der an der Universität Heidelberg zu richtungsweisenden Fragestellungen der Theoretischen Informatik forscht, wechselte er im März dieses Jahres als Juniorprofessor an das Institut für Informatik der Universität Heidelberg. Seit 2019 leitet Prof. Joos eine Forschungsgruppe, die auch im Rahmen des Emmy-Noether-Programms von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird. Er hat bereits eine Vielzahl von Publikationen mit Kooperationspartnern in aller Welt veröffentlicht. Der Stifter Manfred Lautenschläger würdigt Felix Joos als einen „enorm produktiven jungen Forscher, der mit Kreativität, Eigenständigkeit und technischer Flexibilität maßgebliche Fragen der Theoretischen Informatik an der Schnittstelle zur diskreten Mathematik, zur Graphentheorie und zur Kombinatorik bearbeitet“.

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Was zu einem Forschungspreis gehört: eine renommierte Universität, ein gut dotierter Preis und ein Stifter

Der Lautenschläger-Forschungspreis der Universität Heidelberg wurde 2001 ins Leben gerufen und wird an herausragende, in der Forschung aktive Wissenschaftler verliehen. Er ist mit 250.000 Euro dotiert. Das Preisgeld soll dem Preisträger bei der Durchführung oder Vollendung eines Projektes helfen und dabei besonders zur Förderung internationaler Wissenschaftskooperationen sowie zur Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern im Rahmen dieses Projektes beitragen.

Mit dem Preis können international anerkannte Wissenschaftler der Universität Heidelberg sowie renommierte ausländische Wissenschaftler ausgezeichnet werden, die der Universität Heidelberg in wissenschaftlicher Kooperation verbunden sind.

Der Preis richtet sich an alle Wissenschaftsbereiche, Naturwissenschaften und Medizin ebenso wie Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Sowohl anwendungsbezogene Forschung als auch Grundlagenforschung wird gefördert.

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Grußwort des Rektors

"Internationale Spitzenforschung an der Universität Heidelberg oder in Kooperation mit Wissenschaftlern der Ruperto Carola wird durch den renommierten Lautenschläger-Forschungspreis mit 250.000 Euro ausgezeichnet. Ein interdisziplinär zusammengesetztes Kuratorium aus weltweit vernetzten Wissenschaftlern gewährleistet höchste Qualität der ausgewählten Forschungsleistungen. Der Preis ist für Wissenschaftler aller Disziplinen offen und ist daher auf das Profil der Universität Heidelberg als exzellente Volluniversität zugeschnitten. Ich danke dem Stifter, unserem Ehrensenator Dr. h. c. Manfred Lautenschläger, sehr herzlich."
Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Eitel

 

Der Stifter

"Spitzenforschung hat ihren Preis, Wissenschaftler investieren Zeit und Knowhow, die Gesellschaft profitiert davon. Ein Geben und Nehmen, das ich mit einem Betrag von einer viertel Million Euro unterstützen möchte. Wenn ich es mit dem Unternehmertum vergleiche: Da hat jemand eine gute Idee und den Mut, sich selbständig zu machen. Gibt man ihm Geld an die Hand, kann er damit etwas Sinnvolles anfangen. Ähnlich stelle ich mir die Situation bei einem Wissenschaftler vor: Er sieht sich mit seiner Arbeit auf einem Viertel des Weges – und der Preis kann ihm eine hoch willkommene Geldspende sein. Oder er kommt während der Forschungstätigkeit zu einem überraschenden Ergebnis – und benötigt zusätzliche Mittel, um die Sache weiter zu verfolgen."
Dr. h.c. Manfred Lautenschläger

 

Zur Person
Manfred Lautenschläger, 1938 in Karlsruhe geboren, ist Aufsichtsratsvorsitzender der MLP-AG in Heidelberg. Seit seiner Studienzeit, die er auch in Heidelberg verbrachte, fühlt er sich der Stadt und ihrer Universität in besonderer Weise verbunden. 1998 wurde er Ehrensenator der Universität Heidelberg. Mit der Stiftung des Preises möchte Manfred Lautenschläger zur Forschung anregen und Mittel zu ihrer Durchführung geben.

Porträt Dr. h. c. Manfred Lautenschläger

Preisträger*innen Wissenschaftlicher Nachwuchs