Field of Focus III - Geförderte ProjekteVermessene Figuren

Quantitäten und Qualitäten dramatischer Charaktere – Poetologien und Texte zwischen 1740 und 1920

Projektleitung

Dr. Marcus Willand

 

Das Projekt „Vermessene Figuren. Quantitäten und Qualitäten dramatischer Charaktere – Poetologien und Texte zwischen 1740 und 1920“ wurde von Januar bis Oktober aus Mitteln der Exzellenzinitiative Zukunftskonzept 2019 finanziert. Die Zielsetzung der Arbeit in der beantragten Förderzeit war die Kombination von Forschung im Rahmen der Habilitation von Herrn Willand zur Poetologie der dramatischen Figur mit der Forschung aus QuaDramA, einem von ihm und Dr. Nils Reiter geleiteten Forschungsprojekt („mixed methods in den Geisteswissenschaften“).

Dabei verbindet die Forschungsarbeit traditionell literaturwissenschaftliche Perspektiven mit interdisziplinärer Forschung im Bereich der Digital Humanities. Es werden qualitative und quantitative Methoden verwendet, um die deutsche Poetologiegeschichte durch eine hochskalierte Analyse dramatischer Texte zwischen 1740 und 1920 neu zu perspektivieren. Seit der Antike spielt die poetologische Reflexion dramatischen Schaffens eine eminent wichtige Rolle im Diskurs um die Deutungshoheit von Tragödien und Komödien, weshalb sich AutorInnen hinsichtlich ihres dramatischen Werks deutlich stärker als bei anderen Gattungen der Verpflichtung ausgesetzt sehen, ihre Texte zu reflektieren. Dabei explizieren sie Figurenkonstitutionen und -konstellationen, Wirkungsabsichten, Konfliktdarstellungen u.v.m. Die durch das „Field of Focus 3“ geförderte Forschungsarbeit widmete sich also dem Desiderat einer „Poetologiegeschichte der dramatischen Figur“.

 

Kontakt:

marcus.willand@gs.uni-heidelberg.de