Field of Focus III - Geförderte ProjekteDigitales Tsingtauarchiv

Deutsche Soldaten in japanischer Kriegsgefangenschaft während des Ersten Weltkriegs

Projektleitung

Dr. Takuma Melber (HCTS)

 

Das Projekt Digitales Tsingtauarchiv/deutsche Soldaten in japanischer Kriegsgefangenschaft während des Ersten Weltkriegs von Dr. Takuma Melber (HCTS) zielt auf eine systematische Sammlung von aus Privatnachlässen stammenden Schriftzeugnissen und fotografischen Aufnahmen ehemaliger deutscher Soldaten, die nach wochenlanger Belagerung durch japanischen und britische Truppen und schließlich dem Fall von Tsingtau (heute: Qingdao) am 7. November 1914 in japanische Kriegsgefangenschaft gerieten.

In dieser verblieben sie somit von einer vergleichsweise frühen Phase des Ersten Weltkrieges an über die Gesamtzeit des Krieges hinweg bis Kriegsende – die meisten de facto darüber hinaus bis zur Zeit ihrer Repatriierung im Frühjahr 1920. Auf diesen Zeitraum (1914-1920) fokussiert Melber sein Pilotprojekt. Neben dem Alltagsleben in den Kriegsgefangenenlagern soll ein inhaltlicher Schwerpunkt auf dem Phänomen des physischen, aber auch psychologischen „Being in Transit“, dem Ausharren in den Lagern am Kriegsende und darüber hinaus sowie auf der Verschiffung der deutschen Soldaten im Rahmen ihrer Repatriierung liegen. Die Primärquellen werden gesammelt und ihre Metadaten erfasst: Sie werden technisch aufbereitet, mittels des bereits im Heidelberg Centre for Transcultural Studies (HCTS) vorhandenen Equipments und Know-Hows hochwertig digitalisiert, systematisch verschlagwortet und in einer Datenbank nachgehalten. Auf diese Weise wird das Fundament für ein größer angelegtes Tsingtauarchiv-Drittmittelprojekt gelegt, welches auf die Gesamtgeschichte Tsingtaus und des sogenannten Schutzgebiets Kiautschou unter deutscher Herrschaft und perspektivisch die Geschichte deutscher Besitzungen im asiatisch-pazifischen Raum in Gänze fokussiert.

 

Kontakt:

takuma.melber@asia-europe.uni-heidelberg.de

 

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