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Anti-Rauch-Vorkämpferin Martina Pötschke-Langer gestorben

Trauer um eine Vorkämpferin des Nichtraucherschutzes in Deutschland: Alumna Martina Pötschke-Langer, die als Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) gegen alle Widerstände erfolgreich für ein rauchfreies Deutschland kämpfte, ist am 13. Juni 2022 im Alter von 71 Jahren gestorben.

Martina Pötschke-Langer, die an der Universität Heidelberg zunächst ein Studium der Germanistik und Geschichte erfolgreich absolvierte, bevor sie noch ein Medizinstudium anschloss, ist es maßgeblich zu verdanken, dass in Deutschland nach jahrelangem Kampf der Nichtraucherschutz gesetzlich verankert wurde. „Mit ihrem großen persönlichen Engagement für das unterschätzte Gesundheitsrisiko Passivrauchen hat sie eine Leitdebatte zum Nichtraucherschutz im Bundestag angestoßen, die dazu führte, dass die Bundesländer in den folgenden Jahren Nichtraucherschutzgesetze verabschiedet haben“, erklärte Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Vorstand des DKFZ. Im Jahr 2007 war Martina Pötschke-Langer für ihr außerordentliches Engagement für die Aufklärung über die Risiken des Rauchens und um die Krebsvorsorge mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden, zudem erhielt sie mehrere Ehrungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Porträt Martina Pötschke-Langer