Dr. Max Gawlich

Max Gawlich

 

Kontakt

Dr. Max Gawlich

Historisches Seminar der Universität Heidelberg

Grabengasse 3-5

69117 Heidelberg

www.max-gawlich.de

max.gawlich@googlemail.com

 

 

 


Dissertationsprojekt

"Eine Maschine, die wirkt. Die Elektrokrampftherapie und ihr Apparat (1938-1950)“

Die Einführung der Elektrokrampftherapie seit 1938 ging mit der Einführung von technischen Artefakten in den Anstaltsraum und der technischen Gestaltung von psychiatrischer Therapie einher. Die Untersuchung erfolgt an der kantonalen Heil- und Pflegeanstalt Münsingen, der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar und dem Warlingham Park Hospital. Ärzte wie Anton von Braunmühl, Max Müller und James McGregor arbeiteten dort mit medizintechnischen Unternehmen wie der Siemens-Reiniger-Werke AG zusammen, um Geräte für die Therapie zu entwickeln. Die Einführung und Stabilisierung der Elektrokrampftherapie als Technik und Praxis wird vergleichend untersucht und die lokalen Entwicklungen im regionalen und nationalen Kontext verortet. Die historische Untersuchung erfolgt 1. anhand der unterschiedlichen Dokumentationsverfahren und Aufschreibetechniken welche zur Protokollierung sowie Steuerung der Behandlungsverfahren entwickelt wurden. 2. durch eine intensive technikhistorische Studie der Schalttechnik und des Designs der Geräte und 3. durch eine eingehende Analyse der therapeutischen Praktiken.


Zur Person

Studium  

  • 07/2005-06/2011 Studium der Mittleren und Neuren Geschichte, Historischen Hilfswissenschaften und Jüdischen Studium
  • 2011 Magister Artium, Magistararbeit "Irresein im Kleinen. Der Rausch als Modellpsychose in der psychiatrischen Forschung der 20er Jahre"
  • 2012-2014 Heidelberger Graduiertenschule für Geistes- und Sozialwissenschaften   

Stipendien 

  • Seit August 2012 Promotionsförderung der Studienstiftung des Deutschen Volkes
  • 2015 Promotionsstipendium Deutsches Historisches Institut London​
  • 2017-2018 Forschungsstipendium der Fritz Thyssen Stiftung

 

Veröffentlichungen

  • Medizinisch handeln und wirken. Entwicklungen und Handhabungen der apparategestützten Elektrokrampftherapie 1939–1950, in Technikgeschichte 82(3) 2015, S. 225–252.
  • Tabellen, Kurven, Schocks. Somatische Therapien und ihre Aufschreibesysteme, in: Cornelius Borck, Armin Schäfer (Hgg.), Das psychiatrische Aufschreibesystem, 2015, S. 77-94.
  • Eine Maschine, die wirkt. Die Elektrokrampftherapie und ihr Apparat, 1938–1950, 2018 Paderborn.

Lehre

 

SoSe 2018
Proseminar mit Dr. Birgit Nemec: Chromosomen, Contergan und Kinderladen. Die Wissenschaftliche Neubestimmung des Kindes zwischen Boom und Krise der 1970er Jahre
Quellenübung:  "Wenn Mutti frühs zur Arbeit geht". Debatten zur Erwerbs- und Sorgearbeit in Deutschland und der Arbeitsmarkt für Frauen in den 1970er Jahren.
 

WiSe 2016/17 
Quellenübung: "Geschichte der Kindheit im 20. Jahrhundert"
 

WiSe 2015/16
Quellenübung mit Aysegül Argit: “Die Stadt und Universität Heidelberg im Ersten Weltkrieg”. 

Seitenbearbeiter: Anna Frahm
Letzte Änderung: 27.04.2018
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