Reflexionsportfolio

Portfolio-Arbeit im Studium mit Berufsziel Lehrer/in

Das Portfolio ist ein Lern-, Reflexions- und Entwicklungsmedium, welches Studierende auf Ihrem Weg zum Lehrer bzw. zur Lehrerin über den Bachelor, den Master und den Vorbereitungsdienst hinweg begleitet. So schreibt die Rahmenvorgabenverordnung zum Lehramtsstudium vor: „Die Studierenden dokumentieren und reflektieren den systematischen Aufbau berufsbezogener Kompetenzen in den einzelnen Praxiselementen ihrer Ausbildung in einem Portfolio. Das Portfolio wird in der Regel von Beginn des Studiums bis zum Ende des Vorbereitungsdienstes geführt. Es dokumentiert die Ausbildung als zusammenhängenden berufsbiographischen Prozess.“ (§ 2, Abs. 3).

Das Portfolio kann man sich vorstellen als eine Sammelmappe, in welcher unterschiedliche Artefakte aus dem Studium (z.B. Texte aus Seminaren, Berichte aus Praxisphasen, Notizen) zusammengetragen werden. Es besteht aus einem Pflicht-Anteil, der mit Elementen aus dem Studium zu füllen ist, und einem Wahl-Anteil, den Studierende frei gestalten können. Das Führen des Pflicht-Anteils ist Voraussetzung für das erfolgreiche Bestehen des Studiums (Bachelor sowie Master). Die Portfolio-Arbeit wird nicht benotet, aber stichprobenartig überprüft.

Die Pflicht-Anteile des Portfolios sind der folgenden Grafik zu entnehmen. Die Anteile sind in der Regel Produkte, die Teil der zu erbringenden Leistung in Lehrveranstaltungen sind und lediglich in das Portfolio übernommen werden müssen. Sie müssen somit nicht extra erstellt werden.

Aufbau und Inhalte des Portfolios

Erfolgreiche Portfolio-Arbeit -  so geht’s:

  1. Legen Sie gleich zu Beginn Ihres Studiums eine Mappe an, die Sie im Laufe der Zeit füllen können.
  2. Informieren Sie sich über die Pflicht-Anteile des Portfolios und die dazugehörigen Lehrveranstaltungen. Achten Sie darauf, ob in den relevanten Lehrveranstaltungen zu Beginn der Portfolio-Anteil definiert wird. Ist das nicht der Fall, fragen Sie nach.
  3. Übernehmen Sie den Portfolio-Anteil direkt nach der Lehrveranstaltung – z.B. sobald Sie eine Vorlesung oder ein Seminar abgeschlossen haben und infolgedessen der Anteil erstellt wurde – in Ihre Sammelmappe.
  4. Ergänzen Sie im Portfolio ein Deckblatt und ein Inhaltsverzeichnis, um den Überblick zu behalten. Ordnen Sie die Anteile in einer für Sie sinnvollen Reihenfolge ein.
  5. Nutzen Sie auch den Wahl-Anteil, damit das Portfolio ein sinnvoller Begleiter für Sie wird: Gibt es ehrenamtliche Tätigkeiten, zusätzliche Praktika oder sonstige Veranstaltungen, aus denen Sie etwas Wichtiges für Ihren späteren Beruf mitnehmen konnten? Dokumentieren Sie auch dies (z.B. durch das Abheften von Bescheinigungen, interessanten Notizen, Links etc.).
  6. Überarbeiten Sie Ihr Portfolio regelmäßig. Macht es z.B. Sinn, Ihre Einträge neu anzuordnen? Gibt es etwas im Inhaltsverzeichnis zu ergänzen?