Ausstellung im Völkerkundemuseum (vPST), Heidelberg Mensch oder Objekt?
Human Remains zwischen Forschung, Erinnerung und Verantwortung
Ausstellung im Völkerkundemuseum (vPST), Heidelberg
21. März 2026 – 18. Oktober 2026
Menschliche Überreste sind zugleich Forschungsobjekte, Zeugnisse vergangener Leben und Träger individueller Geschichten und kultureller Bedeutung. Doch wie sollen Museen und die Wissenschaft heute mit ihnen umgehen? Im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit der Universität Heidelberg nimmt die Ausstellung „Menschoder Objekt?“ diese Frage zum Ausgangspunkt und beleuchtet die ethischen, historischen und gesellschaftlichen Dimensionen menschlicher Überreste. Zwischen wissenschaftlichem Interesse, kultureller Sensibilität und moralischer Verantwortung angesiedelt, eröffnet die Ausstellung einen Raum für Information, Irritation und Reflexion. Interaktive Elemente laden die Besucher*innen dazu ein, verschiedene Perspektiven zu erkunden, die eigenen Positionen zu hinterfragen und sich aktiv an der Debatte zu beteiligen. Das Ziel ist es nicht, endgültige Antworten zu liefern, sondern einen Dialog über den respektvollen und verantwortungsvollen Umgang mit menschlichen Überresten anzuregen.
Die Ausstellung entstand im Rahmen des Forschungsprojekts „Shaping Access“, einer Zusammenarbeit zwischen dem Museum für Völkerkunde und mehreren Sammlungen der Universität Heidelberg, darunter die Sammlungen für Anatomie, Geowissenschaften und Ägyptologie am Heidelberg Centre for Cultural Heritage (HCCH). Das interdisziplinäre Projekt erforscht neue Wege für einen verantwortungsvollen Umgang mit menschlichen Überresten.
Die Installation „Debattenrunde“ wurde in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg entwickelt.
