deutsch-japanischer AustauschJapan zeichnet Rektor der Universität Heidelberg aus

Pressemitteilung Nr. 43/2021
30. April 2021

Orden würdigt seinen Einsatz für die Förderung des deutsch-japanischen Austauschs

Für seinen herausragenden Beitrag zur Förderung des deutsch-japanischen Austauschs auf wissenschaftlicher und akademischer Ebene und damit zur Stärkung der Beziehungen zwischen Deutschland und Japan wird der Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Eitel, ausgezeichnet. Wie die japanische Regierung am 29. April 2021 mitgeteilt hat, wurde dem Rektor als ausländischem Staatsbürger der „Orden der Aufgehenden Sonne mit Stern, goldene und silberne Strahlen“ – The Order of the Rising Sun, Gold and Silver Star – verliehen. Besonders gewürdigt wird damit sein langjähriger Einsatz für die Gründung und den Aufbau des deutsch-japanischen Universitätskonsortiums HeKKSaGOn. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss der Universität Heidelberg, der Universität Göttingen und des Karlsruher Instituts für Technologie mit drei der führenden Universitäten Japans – der Kyoto University, der Osaka University und der Tohoku University.

Porträt Bernhard Eitel

Dem Universitätskonsortium mit seinen sechs forschungsstarken Mitgliedsuniversitäten komme eine wichtige und bahnbrechende Bedeutung für die deutsch-japanische Zusammenarbeit zu. Dies gelte nicht allein für das Fach Japanologie, sondern für eine Vielzahl von Disziplinen in den Naturwissenschaften, den Sozialwissenschaften und den Geisteswissenschaften, wie es in einer Mitteilung des Japanischen Generalkonsulats München zur Verleihung des Ordens heißt. Die Rektoren und Präsidenten der an HeKKSaGOn beteiligten Hochschulen hatten bereits im Juli 2010 in Heidelberg eine Kooperationserklärung unterzeichnet. Ziel des bisher in der deutsch-japanischen Zusammenarbeit einzigartigen Konsortiums ist es, neben einer Intensivierung der wissenschaftlichen Kooperation insbesondere die Nachhaltigkeit der länderübergreifenden Maßnahmen und Projekte sicherzustellen. Die sechs Universitäten des Konsortiums teilen die Überzeugung, dass wichtige globale Probleme nur durch interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und durch den offenen Austausch von Wissen gelöst werden können.

An der Ruperto Carola ist zudem das Übersee-Büro der Universität Kyoto angesiedelt. Das Kyoto University European Center betreut von Heidelberg aus die Kontakte im Bereich Forschung und Bildung in Europa. Die Universität Heidelberg wiederum unterhält eine Auslandsvertretung in Japan. Aufgabe des 2015 eröffneten Heidelberg University Office in Kyoto ist es, die Zusammenarbeit zwischen der Ruperto Carola und ihren japanischen Partnerinstitutionen auf dem Gebiet von Forschung und Lehre weiter zu befördern. Enge Kontakte zwischen den Universitäten Heidelberg und Kyoto bestehen bereits seit 1990. Die bilaterale Universitätspartnerschaft war Ausgangspunkt für die Erweiterung der japanisch-deutschen Wissenschaftszusammenarbeit durch die Gründung von HeKKSaGOn.