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Q+Ampel-VerfahrenUnabhängigkeit von Qualitätsbewertungen

Im Q+Ampel-Verfahren werden Qualitätsbewertungen von verschiedenen Akteuren vorgenommen: dem heiQUALITY-Büro, universitätsexternen Gutachtern, universitätsinternen Gutachtern (SBQE) sowie dem Rektorat. Die Unabhängigkeit ihrer jeweiligen Bewertungen ist auf unterschiedliche Weise sichergestellt.

Bewertende Akteure im Q+Ampel-Verfahren

Tabelle

 heiQUALITY-Büroexterne
Gutachter/innen

interne Gutachter
/innen (SBQE)

Rektorat
 heiQUALITY-Büroexterne
Gutachter/innen

interne Gutachter
/innen (SBQE)

Rektorat
Standardisierte Fragensets
 
X
 
 
Unbefangenheitserklärung
 
X
X
 
Definierte Ausschlusskriterien
 
X
X
 
Handreichungen (Q+Ampel-Dokumentation, Vorlage für Modulhandbücher)
X
X
X
X
White Paper, Schulung, Weiterbildungen
 
 
X
 
Standardisierte Bewertungsraster und Kriterien
X
 
X
X
Diskurs innerhalb der Gruppe mit Ziel Konsens
X
 
X
X

Formale Kriterien

Das heiQUALITY-Büro nimmt gemeinsam mit dem Dezernat Studium und Lehre die Bewertung der formalen Kriterien vor: Die Überprüfung der Modulhandbücher laut §§ 6–9 Studienakkreditierungsverordnung erfolgt durch das heiQUALITY-Büro. Konkrete Formulierungen überprüft die Abteilung Schlüsselkompetenzen und Hochschuldidaktik, die den Fächern ebenfalls für eingehende Beratungen zur Verfügung steht. Die Prüfung aller rechtsverbindlichen Studienunterlagen wie z. B. Prüfungs- und Zulassungsordnungen übernimmt die Abteilung Rechtsservice Studium und Lehre. Die standardisierten Bewertungsraster und Kriterien, die diesen Beurteilungen zugrunde liegen, wurden in der AG QM Studium und Lehre entwickelt, um eine möglichst hohe Objektivität und damit Unabhängigkeit der Qualitätsbewertungen durch den jeweiligen bewertenden Akteur zu gewährleisten.

Fachlich-inhaltliche Kriterien

Externe Gutachten
Die Unabhängigkeit der hochschulexternen Gutachter wird durch definierte Ein- und Ausschlusskriterien und durch ihre persönliche Erklärung der Unbefangenheit sichergestellt. Standardisierte Fragensets sind die Grundlage für die externen Begutachtungen, was eine zusätzliche Rahmung und damit Maximierung der Objektivität und Vergleichbarkeit von Bewertungen bedeutet. Auch hier stellt das heiQUALITY-Büro durch Handreichungen sicher, dass alle Akteure auf Basis derselben Qualitätskriterien bewerten. Gegenstand der Begutachtung durch hochschulexterne Gutachter sind das Studiengangkonzept mit Fokus auf fachwissenschaftliche Inhalte und Profil (externe fachwissenschaftliche Begutachtung), mit Fokus auf Attraktivität und Studierbarkeit (externe studentische Begutachtung) und mit Fokus auf Absolventenprofil und Berufsperspektiven (externe berufspraktische Begutachtung). Jeder im Q+Ampel-Verfahren zu reakkreditierende Studiengang wird somit von drei hochschulexternen, voneinander unabhängigen Gutachtern bewertet.

Interne Gutachten
Basis für die Qualitätsbewertungen der SBQE sind die klar definierten und in der Handreichung zur Q+Ampel-Dokumentation beschriebenen und operationalisierten Qualitätskriterien der Universität Heidelberg, die auch die Vorgaben der Studienakkreditierungsordnung Baden-Württemberg vom April 2018 beinhalten. Die SBQE bewerten qualitativ, auf Basis der erhobenen Daten und der Stellungnahme des Fachs, inwieweit die Kriterien erfüllt sind, und halten dies entsprechend in ihrer Stellungnahme fest, indem sie Stärken und Schwächen benennen, einzelne Aspekte kommentieren und Empfehlungen sowie ggf. Auflagen formulieren. In ihrem Fazit entscheiden die SBQE anhand definierter

Kriterien, welche Ampelfarbe insgesamt für den Studiengang vergeben werden soll und welche Themen in den nächsten Verfahrensabschnitten (Monitoring, nächste Q+Ampel-Klausur) nochmals thematisiert werden sollen. Diese Bewertung wird abschließend zur Entscheidung über die (Re-)Akkreditierung der Studiengänge ins Rektorat eingebracht.

Auch für die SBQE gelten Ausschlusskriterien: Die Begutachtung innerhalb derselben Fakultät ist ausgeschlossen. SBQE können zudem die Begleitung eines Verfahrens ablehnen, wenn sie sich befangen fühlen. Umgekehrt kann auch ein Fach begründetes Veto gegen die Begutachtung durch bestimmte SBQE beim heiQUALITY-Büro einlegen, wenn Befangenheit vermutet wird.

Die SBQE agieren jedoch – im Gegensatz zu den hochschulexternen Gutachtern, die ihre Bewertungen jeweils als Einzelpersonen in das Verfahren einbringen – als Gutachtergruppe (drei bis sechs Personen), die durch internen Diskurs mit dem Ziel der Konsensfindung ihre Qualitätsbewertungen vornehmen und entsprechende Empfehlungen zur (Re-)Akkreditierung der Studiengänge an das Rektorat formulieren.