ZIHUb-AllianzNeues Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit

10. März 2021

Antrag der Wissenschaftler aus Heidelberg, Mannheim und Ulm im Begutachtungsverfahren erfolgreich

Wissenschaftler aus Heidelberg, Mannheim und Ulm werden in einem gemeinsamen Verbund – der Forschungsallianz ZIHUb – zusammen mit weiteren ausgewählten Standorten den Aufbau des neuen Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit übernehmen. Das hat heute das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bekannt gegeben. Koordiniert wird die ZIHUb-Allianz vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim; beteiligt sind auch Forscherinnen und Forscher der Universitäten Heidelberg und Ulm. Mit den deutschlandweiten Zentren der Gesundheitsforschung fördert der Bund die langfristige Vernetzung exzellenter Forschungseinrichtungen mit dem Ziel, neue medizinische Erkenntnisse schneller in die Anwendung zu bringen.

Im Rahmen des zweistufigen Auswahlverfahrens konnten die ZIHUb-Forscher überzeugend aufzeigen, wie mit vereinten Ressourcen der translationale Kreislauf in der Psychiatrie deutlich beschleunigt und die psychische Gesundheit der Bevölkerung messbar verbessert werden kann. Dies reicht von der Erforschung individueller Risiko- und Resilienzfaktoren über die Entwicklung neuer Therapien bis hin zum Einsatz mobiler digitaler Technologien, um große Bevölkerungsteile zu erreichen. An dem Antrag waren 21 Wissenschaftlerinnen des ZI sowie 15 Forscherinnen und Forscher aus Heidelberg und Ulm maßgeblich beteiligt. Das von der Allianz vorgeschlagene Forschungsprogramm richtet einen Fokus auf soziale Interaktionen in besonders relevanten Zeitabschnitten, bei früher Traumatisierung und in der Adoleszenz. Die Expertise des ZI als Deutschlands größter Forschungseinrichtung in der Psychiatrie verbindet sich hier mit der Exzellenz in der Psychotherapieforschung, der Traumaforschung und der Versorgungsforschung, die die Partnerstandorte Heidelberg und Ulm einbringen. Hinzu kommt die Kompetenz des Deutschen Krebsforschungszentrums im Bereich der Untersuchung zellulärer und molekularer Biomarker. Alle Partner verbinden langjährige intensive Kollaborationen. Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit ist mit der Universität Heidelberg über gemeinsame Professuren eng verknüpft.

Das weitere, Mitte 2021 beginnende Verfahren zur Etablierung des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit sieht vor, dass im nächsten Schritt die designierten Standorte untereinander abgestimmte Arbeitspläne entwickeln und Förderanträge stellen.